Joachim-Philipp Eduard Julius von Gustedt
Herr auf Deersheim und Bexheim

  • Geboren am 20. Februar 1875 - Deersheim
  • Getauft am 19. März 1875 - Deersheim
  • Verstorben am 15. August 1913 - Deersheim , Alter: 38 Jahre alt
  • Landwirt

 Eltern

 Eheschließungen, Kinder und die Enkelkinder

 Geschwister

 Notizen

Hinweis zur Person

"Joachim Philipp wurde zunächst vom Deersheimer Dorfkantor unterrichtet und von Ostern 1884-86 von Hauslehrern. Darauf kam er auf die Königl. Klosterschule zu Ilfeld im Harz, wo er bis zum November 1892 blieb. Nachem er von dort wegen unerlaubten Biertrinkens 1892 aus der Schule verwiesen worden war, kam er im Dezember desselben Jahres nach Clausthal im Harz zu einem Pastor in Pension und besuchte das dortige Gymnasium, auf dem er Ostern 1896 das Abiturientenexamen bestand.
Hierauf ging er nach Heidelberg und studierte dort bis Herbst 1897 Jura. Während dieser drei Semester gehörte er dem Corps "Saxo-Borussia" an, dessen "alte Herren" sein Großonkel Karl und sein Onkel Ernst v.G. waren. In dieser Zeit machte er mit seinem Corps verschiedene Reisen in die Schweiz, in den Schwarzwald und dergleichen. Im Wintersemeseter 1897/98 setzte er seine juristischen Studien in Leipzig fort und ging dann die beiden nächsten Semester auf die Universität Halle. Doch war das Wintersemester 1898/99 unterbrochen und abgekürzt durch den Keuchhusten, so daß Joachim Philipp v. G. die meiste Zeit in Deersheim zubrachte.
In dieser Zeit der Krankheit beschäftigte er sich sehr viel mit Familiengeschichte und mit der Forschung des Archives, obwohl schon vorher die Neigung dazu vorhanden gewesen war. So hatte er im August des Jahres 1898 die Deersheimer Fideikommißbibliothek geordnet. Nun blieb er bis Oktober 1900 ganz in Deersheim, um zu arbeiten und um seine genealogischen Arbeiten fortzusetzen. Auch widmete er sich in dieser Zeit sehr der Jagd, wozu er die Passion von seinem Vater geerbt hatte. Er hatte z.B. seinen ersten Rehbock mit 11 Jahren geschossen. Aber nicht nur seine Büchse, sondern auch seine Flinte verstand er meisterhaft zu führen, wie aus seinem "gewissenhaft und vor allem ehrlich geführten" Schußbuch hervorgeht, in dem sich bei Treibjagden oft die Bemerkung: "Jagdkönig" findet.
Am 1. Oktober 1900 trat er in Stendal im Magdeburgischen Husarenregiment Nr. 10 als Einjährig-Freiwilliger ein und wurde am 1. Oktober 1901 als Unteroffizier der Reserve entlassen. Im Jahre1902 machte er im Thüringischen Husarenregimente Nr. 12 in Torgau eine Übung mit, im Sommer 1903 ebenfalls als Vicewachtmeister im selben Regiment. Im Oktober 1903 wurde er in diesem Regiment zum Leutnant befördert und wurde 1911 oder 1912 Oberleutnant d. Res. und trat
1913 zur Landwehrkavallerie über, da er keine Lust hatte, jedes Jahr eine mehrwöchige Übung zu machen.
Die Bewirtschaftung der Rittergüter Deersheim und Bexheim übernahm er im Jahre 1901 selbständig in Vollmacht seines Vaters, da durch unsachgemäße Wirtschaft verschiedener Inspektoren das Fideikommiß hoch verschuldet war und unter Zwangsverwaltung gestellt werden sollte. Durch sein Dazwischentreten wurde diese Maßnahme verhütet, er wurde jedoch aus den Vorbereitungen zum Referendar-Examen herausgerissen. Mit äußerster Tatkraft und Energie widmete er sich der Bewirtschaftung Deersheims und brachte das Gut bei äusserster Rentabilisierung des Betriebes wieder auf die Höhe.
Mit seinem Vater hatte Joachim Philipp v. G. sich zeitweise überworfen, da er als guter Landwirt, trotz eigener großer Jagdpassion, diese ungeheuren Wildmengen auf der Feldmark nicht dulden konnte, sein Vater aber als Nur-Jäger von der Überzahl des Rehwildes nichts abgeschossen wissen wollte. So gab es in punkto Jagd öfters leichte Reibereien zwischen Vater und Sohn. Joachim Philipp wußte sich aber so zu helfen, daß er - wenn sein Vater abwesend war - größere Mengen abschießen ließ. Kurz vor der Geburt des zweiten Sohnes Lippold erkrankte er schwer an einem "Karbunkel" und starb infolge einer Blutvergiftung, in die dieses Geschwür ausgeartet war, eine Woche nach der Geburt seines Sohnes auf dem Mutterhof in Deersheim, nachdem er die Nachricht von diesem freudigen Ereignis schon nicht mehr aufgenommen hatte.
Joachim Philipp gehörte zum Vorstand der Kons. Partei; aufgestellt für das Preuß. Abgeordnetenhaus (1908) als Wahlmann der Kons. Partei, er hielt auch Wahlreden zur Reichstagswahl."

 Überblick vom Stammbaum

Joachim Philipp von Gustedt, Herr auf Deersheim Bexheim und Dardesheim 1749-1814   Friederike Elisabeth Marianne von Spiegel zu Peckelsheim, Freiin von Spiegel zu Peckelsheim 1778-1856   Carl Ludwig Adam Friedrich von Flemming, Graf von Flemming 1783-1866   Sophie Charlotte Wilhelmine Amalie von Hardenberg, Freiin von Hardenberg 1792-1865   Leopold Wilhelm von der Schulenburg, Herr auf Priemern , Beetzendorf, Breetsch, Dewitz usw. 1772-1838   Charlotte Juliane von Kirchbach 1785-1873   Adolf von Einsiedel, Graf von Einsiedel 1776-1821   Franziska Augusta Clementine Reuss, Gräfin Reuss-Schleiz zu Köstritz 1789-1870
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Eduard Karl von Gustedt, Fideikommißherr auf Deersheim , Bexheim und Schackenhof (Schakenhof), Kr. Gerdauen, Ostpreußen 1806-1875   Antonie Marianne Wilhelmine von Flemming, Gräfin von Flemming 1822-1907   Julius Carl Ferdinand Alexander von der Schulenburg, Kgl. preuß. Generalleutnant 1809-1893   Caroline Albertine Marie Adolphine von Einsiedel, Gräfin von Einsiedel 1819-1899
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Philipp Rudolf von Gustedt, Fideikommißherr auf Deersheim und Bexheim 1840-1919   Helene Clementine von der Schulenburg 1845-1920
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Joachim-Philipp Eduard Julius von Gustedt, Herr auf Deersheim und Bexheim 1875-1913


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