Herr auf Deersheim und Bexheim

  • Geboren ca. 1340
  • Verstorben ca. 1411 , Alter: vielleicht 71 Jahre alt

 Eheschließungen, Kinder , die Enkelkinder und die Urenkel

 Notizen

Hinweis zur Person

Rasche von Gustedt ist wohl der Sohn eines Hermann v. G.
kommt seit 1383 im Halberstädtischen vor. (Als Zeuge oder Bürge verschiedentlich angeführt.) (1383; 1384; 1391;)
Er verschenkt 1391 seine freien Güter in und um Gustedt an das Kloster Ringelheim, dessen Abt Heinrich von Gustedt war, und stiftet daselbst sein und seiner Vorfahren Seelgerät und eine tägliche Messe. "[Er schenkte 1391] dem nahen Kloster Ringelheim und dessen Abt Heinrich v. Gustedt seinen Hof und seine Ländereien in und um Gustedt mit allen Rechten.
Dieses Gut war "vom Kayser sonderlich gefreiet", d.h. mit Sonderprivilegien ausgestattet, wie die Übersetzung der Schenkungsurkunde in der alten Gustedt'schen Familienchronik lautet. - Mit dieser scheinbar großzügigen Stiftung hat Rasche v. Gustedt wohl das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden: Bei der Schenkung stellte er dem Kloster die Bedingung, "eine tägliche Messe zum Gedächtnis seiner und seiner Eltern Seelen, auch aller derer zu lesen, die aus dem Geschlecht von Gustedt verstorben". Der materielle Gewinn der Stiftung war eine kirchliche Gegengabe: Die Belehnung mit dem Burglehen zu Schwanebeck, im heutigen Kreis Oschersleben/Bode, wo bereits Namensvettern saßen, und dann, nach Aussterben der Familie von Deersheim im Jahre 1406, mit den Dörfern Deersheim und Bexheim durch den Bischof von Halberstadt. Die beiden letzteren Güter waren bedeutend größer und ertragreicher als das am namengebenden Ort, und blieben dann auch, in ununterbrochener Kette von Vater auf Sohn vererbt, durch 17 Generationen der Familie von Gustedt erhalten."
"Aus einer Schenkungsurkunde vom 25.4.1391 geht hervor, daß Razo v. Gustedt dem Kloster Ringelheim 4 ½ Hufen (1 Hufe = 30 Morgen) Land und ein halbes Bleek im Bömmelserfeld schenkt. Die Mönche sollten für ihn und seine Nachkommen Messen lesen."
1406, 3.Feb., borgt er sich in Gemeinschaft mit seinem Sohn Heinrich von den Klosterjungfrauen Syke und Jutta von Schauen und dem Kloster Wasserleben 5 Mark.
Am St. Valentinstag [1406, 14.Feb.], werden Rasche und ein Bruno v. Gustedt von Bischof Rudolf von Halberstadt, einem Askanier, mit Deersheim, Bexheim und dem Burglehn zu Schwanebeck belehnt : Der Lehensbrief vom 14. Februar 1406, lautet:
"We, Rudolff, van Goddes gnaden Byschop to Halberstadt, bekennen openbahre in deßem Breve, dat we vnse leven getrewen Raßgen von G U S T E D E und B R U N E von G U S T E D E in sambt belyen und gelegen hebben eyn Borchlehen op dem Slote to Swanebecke (dieses Lehen hatte ca 1357 - 1366 Bruno von Gustedt), Elwen hufe landes dar sülues vor dem Bleke, und Seß hufe in dem Dorpe, Eine Hufe landes to Hordope, Ses hufe grases to Slanstede (Bruno von Gustedt hatte, zur selben Zeit wie oben, auch diese Lehen), dat Dorp to D E R S E M und dat Dorp to B E C H T E M myt Denste, tauernen (Schenken), vnd Büdelingen, vnd myt allem rechte, ane Halßgerichte, den Tornhoff das sülwes, ver (4) hufe landes up dem velde to Bechtsem, anderthalue huve ob dem velde to Lynde (wüst zwischen Deersheim und Hessen), dre huve to Stoterlinge, vif morgen landes by deme bey der (?), der huve landes to Badesleue, dyt vorgnte gud und wat se an beydensyden van uns to lehen hebben, hebbe we se in sampt mede belegen, und setten se in sampde leen vnd weere, myt Krafft deßes Breues myt deßne vorbnden gude, vnd myt allem gude, dat se van uns to leene hebben, vnd we willen, on des bekenn ich vnd ere rechte were wessen,, vnd wanen onen des nod is; dat to eyner bekanntnisse hebbe we deßen bref gegeuen, besegelt myt vnsem anhengendem secret.
Na Goddes bort verteynhundert Jahr, dar na in deme sesten Jahre in sunte Valentini dage."
1411 scheint Rasche gestorben zu sein .
Das verwandtschaftliche Verhältnis zwischen den beiden Lehensträgern Rasche und Bruno von Gustedt ist nicht näher zu klären. Es sind wohl entfernte Vettern gewesen. Es könnten aber auch Brüder oder Vettern 1. Grades gewesen sein.

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