M  Heinrich IV., Kaiser, von Salien

Ahnenkennziffer : 1.056.922
(Heinrich_1050 von Salien)
(Heinrich von Salien)
Herzog von Bayern (Heinrich VIII., 1053-1054), Deutscher König (1054-1106), König von Italien (1056-1106), Römisch-Deutscher Kaiser (1085-1106)

  • Geboren am 11. November 1050
  • Verstorben am 7. August 1106 - Lüttich , Alter: 55 Jahre alt

 Eltern

 
 

 Eheschließungen und Kinder

 Geschwister

 Halbbrüder und -schwestern

Von Seite Heinrich III., Herzog, König, Kaiser, der Schwarze, von Salien, Römisch-Deutscher Kaiser 1017-1056

 Notizen

Hinweis zur Person

Investiturstreit, Gang nach Canossa
Quelle bei wikipedia

IV/6: In Mailand entstand seit 1071 ein Konflikt um die Besetzung des erzbischöflichen Stuhles. König Heinrich IV. hatte nacheinander zwei (nicht sehr geeignete) Kandidaten nominiert, die auf den Widerstand der Mailänder stießen. Dabei trat eine Volksbewegung, die sog. Pataria, in Erscheinung. Der Mailänder Widerstand erhielt seit 1073 energische Unterstützung durch Papst Gregor VII.. Dadurch war das Verhältnis von Papst und deutschem König angespannt, das 1076 in die entscheidende Krise geriet.
IV/7: Im Dezember 1075 mahnte Papst Gregor VII. König Heinrich IV. mit deutlichen Drohungen, seine Haltung im Mailänder Streit zu ändern. Auf einer Synode im Januar 1076 in Worms antwortete König Heinrich IV. gemeinsam mit den deutschen Bischöfen, indem er die Rechtmäßigkeit von Gregors Papsttum in Frage stellte (falscher Mönch) und ihn zum Rücktritt aufforderte („steige herab“). Der Papst reagierte auf einer Fastensynode 1076 in Rom, indem er den König (in einem Gebet an den Apostel Petrus – seinem Amtsvorgänger) exkommunizierte und der Führung seines Amtes enthob. Die deutschen Bischöfe wurden von ihren Ämtern suspendiert.
IV/8: Die päpstliche Exkommunikation und die Aufhebung der Treueeide seiner Untertanen brachten Heinrich IV. in Gefahr, weil es eine größere Unzufriedenheit mit seiner Herrschaft gab (in Sachsen 9 hatte es bereits Aufstände gegeben, die Heinrich IV. blutig niedergeworfen hatte). Die Bischöfe, die seinen Brief in Worms unterstützt hatten, fielen bald von ihm ab und eine Opposition formierte sich. IV/9: Insbesondere die Politik Heinrichs IV. in Sachsen sorgte für starken Unmut. Der König ließ in Sachsen Burgen errichten – etwa die mächtige Harzburg -, die er mit landfremden Mannschaften besetzte. Die Sachsen empfanden diesen Zustand – und die wenig sensiblen Auftritte Heinrichs IV. ihren Ansprüchen gegenüber – als tyrannische Provokation. Der König sah darin den Schutz seiner Herrschaftsrechte, etwa des einträglichen Silberbergbaus bei Goslar (Rammelsberg) gefährdet (Fürstenversammlung in Trebur 1076). Am 2. Februar 1077 erneute Versammlung in Augsburg, wo geprüft, ob sich Heinrich IV. von seiner Exkommunikation lösen konnte. IV/10: In einem dramatischen Zug (vgl. Annalen des Lampert von Hersfeld, dt. Übersetzung vorhanden) überquerte Heinrich IV. mit seiner Familie im sehr kalten Winter 1076/77 die Alpen und traf mit dem Papst auf der oberitalienischen Burg Canossa zusammen. Nach dreitägiger öffentlicher Bußleistung ließ ihn Gregor VII. auf Druck der anwesenden Größen vor (vgl. seinen Brief an die deutschen Fürsten) und löste ihn aus dem Kirchenbann (28. Januar 1077). Die Absolution, die Heinrich IV. als bußfertiger Christ von einem Papst erhielt, der ihn als Seelsorger lossprach, hatte bedeutende politische Auswirkungen. Sie stabilisierte Heinrichs gefährdete Königsherrschaft. IV/11: Die Gegner Heinrichs IV. im Reich ließen sich durch die päpstliche Absolution in Canossa nicht davon abhalten, einen neuen König zu wählen. Am 15. März 1077 wählten sie in Forchheim Rudolf von Rheinfelden, den Herzog von Schwaben, zum neuen König. Bei dieser Königserhebung wurde der Vorrang des Wahlprinzips vor dem Erbprinzip sehr entschieden betont. (Gegen-) König Rudolf konnte sich allerdings nicht durchsetzen. Im Oktober 1080 verlor er im Kampf mit Heinrich IV. Schlacht und Leben.
IV/12: Heinrich IV. überdauerte Papst Gregor VII. schließlich um 2 Jahrzehnte. Im Jahr 1083 belagerte er den Papst in der römischen Engelsburg. Gregor VII. wurde von den Normannen befreit und starb 1085 im Exil in Salerno. Heinrich IV. wurde 1084 von einem eigenen Papst (Clemens III.) zum Kaiser gekrönt und starb 1106 in Lüttich.
IV/14: König Heinrich IV. wurde 1106 von seinem Sohn und Nachfolger Heinrich V. zum Thronverzicht gezwungen (der Vorgang beschädigte auch Heinrichs V. Ansehen). Um die eigene Kaiserkrönung unumstritten zu erlangen, verhandelte Heinrich V. mit Papst Paschalis II. über eine Überwindung des noch immer andauernden Investiturkonflikts.
Quelle: Vorlesung Prof. Kaufhold: Das hohe Mittelalter, Uni-Augsburg, WS2012/2013

 Quellen

 Überblick vom Stammbaum

Konrad II., König, der Salier, von Salien, Deutscher König 989-1043   Gisela, Königin, von Schwaben 989..999-1043   Wilhelm (Guillaume) III., Herzog, le Grand, von Poitou, Herzog von Aquitanien ca 969-1030   Agnes von Ivrea, Gräfin von Burgund ca 995-1068
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Heinrich III., Herzog, König, Kaiser, der Schwarze, von Salien, Römisch-Deutscher Kaiser 1017-1056   Agnes von Poitou, Herzogin von Bayern 1024-1077
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Heinrich IV., Kaiser, von Salien, Deutscher König 1050-1106



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