• Geboren am 28. Juni 1846 - Bremen, Deutschland
  • Verstorben am 20. November 1901 - Berlin-Charlottenburg , Alter: 55 Jahre alt
  • Beigesetzt im November 1901 - Bremen, Deutschland
  • Merchant, Kaufmann

 Eltern

  • sosa Johann Ludwig Tölken, geboren am 10. März 1811 - Bremen, Deutschland, getauft am 1. Mai 1811 - Bremen, Deutschland, verstorben am 8. April 1869 - Bremen, Deutschland Alter: 58 Jahre alt , beigesetzt im April 1869 - Bremen, Deutschland, Arzt, Physician, citizen of Bremen, Arzt, Bürger von Bremen
    Verheiratet am 8. Februar 1843, D 28...Hansestadt Bremen, mit
  • sosa Maria Amalie Focke, geboren am 2. Oktober 1818 - Bremen, Deutschland, verstorben am 3. November 1889 - Bremen, Deutschland Alter: 71 Jahre alt , beigesetzt im November 1889 - Bremen, Deutschland

 Eheschließungen, Kinder , die Enkelkinder und die Urenkel

 Geschwister

 Großeltern väterlicherseits, Onkel und Tanten



 Großeltern mütterlicherseits, Onkel und Tanten



  • F sosa Maria Dorothea Henriette (Doris) Olbers 1786-1818
  • verheiratet (1832)M ? ?

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 Chronologie


 Notizen

Hinweis zur Person

 

Auszug aus: Stammtafel

Familie Milow und Nachfahren

Nach einem Skript von 1906 von Erik Samuelson

Übertragen 1998/99 und 2011/2012  von Christian Tölken, Berlin

143

Lebenslauf von Eberhard Tölken

verfasst von Dora Tölken , geb. Plump

siehe Seite 37/37

___________________________________________________________________________

 

Eberhard Tölken war der Sohn des Arztes und Mitbegründers des Diakonissenhauses Dr. Joh. Ludwig Tölken und seiner Frau Marie geb. Focke, einer Enkelin des Astronomen Olbers. Der Vater war ein ernster, viel beschäftigter Mann, die Mutter eine sanfte, gütige Frau, die durch ihre Liebe ihre Kinder innig zu sich heranzog. Eberhard war der zweite Sohn von acht Geschwistern, 3 Töchtern und 5 Söhnen, von denen der jüngste Gustav, sehr zart und schwächlich war. Die erste Jugendzeit verlebten die Kinder im elterlichen Hause in der Papenstraße, später kauften die Eltern das Haus des Großvaters Olbers in der Sandstraße, in dem sich auch die Sternwarte desselben befand und das einen geheimnisvollen Zauber für die Kinder besaß. Außerdem übernahm der Vater das Besitztum seiner Schwester Frau Sophie Krack in Gröpelingen, die nach neunwöchentlicher Ehe ihren Mann verlor und zeitlebens dort ihren Witwensitz behielt, während Dr. Tölken mit seiner Familie nur im Sommer dort wohnte. Allmählich kaufte derselbe Ländereien dazu, sodass der Garten etwa 10 Morgen groß war. Mit großer Liebe pflegte er denselben, pflanzte seltene Bäume, schöne Obstsorten, zog Gemüse und Blumen, besonders auch im Weinhaus herrliche Trauben. Den Kindern ganz besonders auch Eberhard wurde durch diesen Besitz eine große Liebe zur Natur in’s Herz gepflanzt.

Nach beendigter Schulzeit auf der Hauptschule zu Bremen wurde Eberhard im Dom von Pastor Merkel konfirmiert und kam später in das Tabakgeschäft von Arens & Heinsohn , wo er seine Lehre durchmachte. Dann wurde er Reisender bei Robert Boyes und hoffte auch noch in’s Aus-land zu kommen. Doch der Tod seines Vaters im Jahre 1869 verhinderte dies. Heinrich der älteste Bruder, der in New York weilte, kehrte auch sofort nach Bremen zurück, und die jungen Söhne wurden dann treue Berater ihrer Mutter, besonders Eberhard, der noch jahrelang bei ihr wohnte, half ihr bei der Verwaltung ihrer Besitzungen; sie behielt das Gut in Gröpelingen, später wurde das Haus in der Sandstraße verkauft und dafür das Haus in der Bornstraße erworben, das auf dem Grund des großelterlich Focken’schen Gartens erbaut war. Als nun das Jahr 1870 die Kriegserklärung Frankreichs brachte, blieb der dritte Sohn, Dr. Ludwig Tölken, der gerade sein Dienstjahr absolvierte, in den Bremer Lazaretten als Arzt tätig, der vierte Julius, der kaum das Dienstalter erreicht hatte, trat beim Heer ein und ebenso Eberhard, der nicht mehr zu den dienstpflichtigen Jahrgängen gehörte. Voll Begeisterung meldete er sich zum Kampf für’s Vaterland und muste nun vorläufig eingereiht werden. Nach einer etwas öden Zeit folgte er im December mit mehreren Freunden dem Heere nach Frankreich, wo auch schon Julius weilte. Seine Karten und Briefe berichten seiner Mutter treulich und oft mit köstlichem Humor von den Erlebnissen in Frankreich, die erste Karte ist datiert vom 16.12. 1870 vom Rhein. Größere Schlachten hatte er zu seinem Bedauern nicht mehr erlebt, da er zu spät zum Kriegsschauplatz kam, nur von einigen kleineren Gefechten erzählt er und vor allem von den Beschwerden der langen Märsche im Schnee des Winters, von den Quartieren in Städten und Dörfern, einzeln in großartigen Schlössern, oft in Ställen und Baracken, von der Not des Requirierens und manch drolliger Szene im Umgang mit den unlustig helfenden Franzosen. Schön war das Zusammenleben mit den jungen Kameraden, aber oft erlahmte die Begeisterung, denn spärlich waren meist die Nachrichten über den Stand des Krieges, die Truppen wussten weniger davon als die Lieben daheim, auch Krankheitstage fesselten Eberhard eine Zeit lang an’s Zimmer. Und doch war für’s ganze Leben diese Zeit in Feindesland eine große Erinnerung, herrlich schließlich die Heimkehr, voll Jubel schreibt er am 19. April 1871 den letzten Brief aus Frankreich, als von den kriegsfreiwilligen der Rückweg in‘s Vaterland angetreten wurde. Mittlerweile hatte der älteste Bruder Heinrich sich mit Johanne Plump, Tochter des Kaufmanns August Theodor Plump und seiner Frau Therese geb. Mertens verlobt und an dem Tage vor der Einzugsfeier der Truppen war das Kranzbinden, das Angelica Boyes geb. Tölken, die Schwester des Bräutigams und die Freundin Auguste Riesch auf dem Landgute der Eltern Boyes in Lankenau gaben. Auf diesem Fest lernte die 14jährige Schwester der Braut, Dora, ihren späteren Mann kennen und begeisterte sich für den jungen blonden Krieger, von dem später oft gesagt wurde, dass er dem Jüngling des Bremer Kriegerdenkmals gleiche. Seine übersprudelnd frohe Laune, seien Herzensgüte und sein warmes Gefühl für alles Gute und Schöne erwarben ihm auf seinem Lebensweg viel treue Freunde, seine Untergebenen hingen mit großer Liebe an ihm und Jeder, der ihm nahe getreten war, behielt sein Bild in warmer Erinnerung.

In den nächsten Jahren war Eberhard als Tabakreisender der Firma Robert Boyes viel beschäf-tigt., oft von Bremen abwesend, einige Vergnügungsreisen nach Schottland mit Hermann und August Plump, nach Kopenhagen und nach der Schweiz mit seiner geliebten Schwester Malvina waren ihm ein großer Genuss. Im Jahre 1877 trat dann Robert Boyes aus dem Geschäft aus und dasselbe wurde von Eberhard und seinem Vetter Julius Focke, der leider sehr kränklich war, unter der Firma Robert Boyes Nachf. fortgeführt, darum waren die Jahre, die nun folgten auch sehr schwere und aufregende für Eberhard, seine Thatkraft wurde durch den leidenden Theilhaber gehemmt, obgleich sie sich sehr schätzten. Nach einigen Jahren starb Julius Focke plötzlich und im Jahre 1880 trat Herr Bernhard Lüdemann, der sich tüchtig im Geschäft bewährt hatte, als Theilhaber ein. Nun kamen glücklichere, arbeitsreiche Jahre für Eberhard, die schöne Erfolge brachten. Er konnte sein Geschäft immer weiter ausdehnen, seinen Unternehmungsgeist bestätigen, auch in anderen Dingen. So kaufte er mit einem Freunde im Jahre 1887 das Gut der Witwe Frerichs in Gröpelingen, das etwa 300 Morgen groß war, vermietete das herrschaftliche Haus mit Garten, den er mit dem Schöpfer des Bürgerparks Benque neu anlegte und verwaltete die Landwirtschaft des Gutes mit Hilfe seines treuen und tüchtigen Verwalters Fr. Röbke. Er gründete eine Milchwirtschaft mit etwa 24 Milchkühen, Ställe und Scheunen wurden gebaut und es gelang ihm auf diese Weise auch, seinem jüngsten Bruder Gustav einen Beruf zu schaffen. Dieser war immer ein besonderer Pflegling Eberhard’s gewesen; durch körperliche Abhärtung hatte er ihn gekräftigt und geistig zu sich herangezogen, nun übernahm Gustav die Führung der Bücher, fuhr täglich auch im Winter nach draußen, hatte dort sein kleines Kontor und wurde allmählich zum angenehmen Vermittler der Gröpelinger Angelegenheiten.

Im Jahre 1889 wurde dann der Herzensbund zwischen Eberhard und Dora Plump geschlossen, dem lange Jahre herzlicher Neigung vorangegangen waren. Im Frühling wurde die Verlobung veröffentlicht, der am 25. Mai die Verheirathung folgte. Im ersten Jahre der Ehe erlebte das junge Paar die Trauer, im November 1889 Eberhard’s Mutter , im Februar 1890 Dora’s Vater  zu verlieren. Am 12. April 1890 wurde dann in dem Heim des Paares Schleifmühle 24 der erste Sohn des Paares Georg Ludwig Tölken  geboren.

Bald darauf trat die Frage an Eberhard heran, das elterliche Gut in Gröpelingen  zu überneh-men. Da keines der Geschwister dazu geneigt war, entschloss sich Eberhard zu der Übernahme, obgleich er schon den Eberhof besaß, er bot das herrschaftliche Haus desselben, dem bisherigen Mieter, Herrn Eduard Meyer zum Kaufe an, der dasselbe dann auch erwarb, die Ländereien des Gutes bleiben in Eberhard’s Besitz. Nachdem ein Teil derselben für die Anlagen des Freihafens vom Staat enteignet war, kaufte Eberhard noch ein Bauerngut, Mattfeldt‘ Hof, an. In den ersten Jahren des Gröpelinger Besitzes wohnte dort auch Bruder Heinrich Tölken  mit seiner zweiten Frau Luise geb. Plump  dort im Sommer zur Miete, gemeinschaftlich mit den Geschwistern Eberhard und Dora und ihren kleinen Kindern.

In den glücklichen Jahren ihrer ehe wurden Eberhard und Dora folgende Kinder geboren:

Am 15. Juli 1891 –      Gustava Theresia Marie

Am 14. Septbr. 1892 – August Theodor

Am 17. Jan. 1894 –      Heinrich Wilhelm

Am 15. Aug. 1895 –     Bertha Emmi

Am 1. Jan. 1899 –        Hermann Eberhard ,

die in Gesundheit und Frohsinn aufwuchsen und ihm großes Glück bereiteten.

Geschäftlich hatte Eberhard sehr erfreuliche Jahre, etwa 1890 trat Herr F. Heinen als Theilhaber für den holländischen Zweig und später ganz in das Geschäft ein, das jetzt eines der bedeutenderen Tabakgeschäfte  Bremens wurde. Freilich erforderte dasselbe auch große  Arbeitskraft, die Eberhard oft fast zu sehr anspannte und wohl den Grundstein zu seinem späteren schweren Nervenleiden legte, auch jetzt zeigten sich oft neuralgische Gliederschmerzen, zu deren Linderung er 1894 und 1895 eine Kur in Wiesbaden gebrauchte. Als Eberhard im Jahre 1895 zum Mitglied der Handelskammer gewählt wurde, nahm er diese Wahl nicht ohne Bedenken an, da er fürchtete bei dem Umfang seines Geschäftes zu viele Pflichten auf sich zu nehmen. Nach einigen Jahren, als sein Nervenleiden ihn immer quälte, entschloss er sich auch, auf die Tätigkeit in der Handelskammer zu verzichten, und trat aus derselben aus. Im Jahre 1896 wurde der Neubau des Gröpelinger Wohnhauses ausgeführt, der mit der Hilfe des Architecten und lieben Freundes Eduard Gildemeister auf’s Beste gelang.

Der Tod der geliebten Mutter Therese Plump im Januar 1897 versetzte die große Schar ihrer Kinder und Enkel in tiefe Trauer. Der Haushalt des Elternhauses am Osterdeich 1 wurde aufgelöst und nach längerem Überlegen entschloss sich Eberhard, auch dies elterliche Haus, in dem seine Frau vor 40 Jahren geboren war, zu übernehmen, da die übrigen Geschwister darauf verzichteten. Auch hier wurde  vom Mai bis zum November 1897 ein umfassender Umbau unter Aufsicht des Architecten Gildemeister vorgenommen und die Verschönerung und der Besitz des Hauses mit seiner herrlichen Lage an der Weser und seitlich an der Contrescarpe war ihm bei seinem fast leidenschaftlichen Schönheitsgefühl eine Quelle des reinsten Genusses. In diesem Sommer zeigte sich aber zum ersten Mal ein furchtbarer Nervenschmerz an der rechten Gesichtshälfte, der, solange er dauerte, jedes Sprechen oder Essen ausschloss. Gottlob trat er nur vereinzelt auf. Ein Aufenthalt im Sommer 1898 auf Rigi  – Scheidegg brachte große Besserung, aber 1899, als das jüngste Söhnchen ¼ Jahr alt war, bedurfte Eberhard wieder dringend einer Erholung und hoffte dieselbe in Glion am Genfer See zu finden, wo er einen Monat mit seiner Frau weilte, da das Leiden sich aber sehr verschlimmerte, wurde auf Dr. Ludwig Tölken’s schriftlichen Rat der schnelle Entschluss gefasst, zu Professor Erb in Heidelberg zu reisen, um ihn zu konsultieren. Durch seine Behandlung wurde der Zustand Eberhard’s bald sehr gebessert und in dem schönen Heidelberg mit seinen herrlichen Wäldern in angenehmer Gesellschaft verlebten Eberhard und Dora eine sehr glückliche, sonnige Zeit, der auch ein ziemlich schmerzfreier sommer folgte.

Trotz seiner Leiden war Eberhard immer noch mit ganzer Seele bei seinem Geschäft und den sonstigem Unternehmungen, im Sommer 1900 erwarb er das Haus Ellhornstraße 9, um seiner Schwester Elisabeth Mertens, die mit ihrer Tochter wieder nach Bremen zog, ein freundliches Heim zu schaffen. Im Jahre 1900 folgte noch eine Reise zum Rigi, aber allmählich wurde das Nervenleiden immer schlimmer, wochenlang war oft jede Tätigkeit unmöglich, bis Eberhard nach schweren Anfällen den unabänderlichen Entschluss fasste, eine Operation durch Professor Krause in Berlin vornehmen zu lassen. Am 13. Nov. reiste er mit Dora und seinem Bruder Ludwig dorthin, am 15. wurde die Operation gemacht und noch wenige Tage genoss er das Glück, ganz schmerzfrei sprechen zu können. Dann trat eine Lungenentzündung mit großer Herzschwäche ein und am 21. November entschlief er sanft im Beisein seines Bruders, seiner Frau und deren Schwester Therese Frickhöffer. Er wurde in Bremen auf dem Waller Friedhof , nahe seinem geliebten Gröpelingen, beerdigt.

 

 Quellen

  • Person:
    - Erik Samuelson - Stammtafel der Familie Milow - SFM -

    Lebenslauf von Eberhard Tölken

    verfasst von Dora Tölken , geb. Plump

    siehe Seite 37/37

    ___________________________________________________________________________

    Eberhard Tölken war der Sohn des Arztes und Mitbegründers des Diakonissenhauses Dr. Joh. Ludwig Tölken und seiner Frau Marie geb. Focke, einer Enkelin des Astronomen Olbers. Der Vater war ein ernster, viel beschäftigter Mann, die Mutter eine sanfte, gütige Frau, die durch ihre Liebe ihre Kinder innig zu sich heranzog. Eberhard war der zweite Sohn von acht Geschwistern, 3 Töchtern und 5 Söhnen, von denen der jüngste Gustav, sehr zart und schwächlich war. Die erste Jugendzeit verlebten die Kinder im elterlichen Hause in der Papenstraße, später kauften die Eltern das Haus des Großvaters Olbers in der Sandstraße, in dem sich auch die Sternwarte desselben befand und das einen geheimnisvollen Zauber für die Kinder besaß. Außerdem übernahm der Vater das Besitztum seiner Schwester Frau Sophie Krack in Gröpelingen, die nach neunwöchentlicher Ehe ihren Mann verlor und zeitlebens dort ihren Witwensitz behielt, während Dr. Tölken mit seiner Familie nur im Sommer dort wohnte. Allmählich kaufte derselbe Ländereien dazu, sodass der Garten etwa 10 Morgen groß war. Mit großer Liebe pflegte er denselben, pflanzte seltene Bäume, schöne Obstsorten, zog Gemüse und Blumen, besonders auch im Weinhaus herrliche Trauben. Den Kindern ganz besonders auch Eberhard wurde durch diesen Besitz eine große Liebe zur Natur in’s Herz gepflanzt.

    Nach beendigter Schulzeit auf der Hauptschule zu Bremen wurde Eberhard im Dom von Pastor Merkel konfirmiert und kam später in das Tabakgeschäft von Arens & Heinsohn , wo er seine Lehre durchmachte. Dann wurde er Reisender bei Robert Boyes und hoffte auch noch in’s Aus-land zu kommen. Doch der Tod seines Vaters im Jahre 1869 verhinderte dies. Heinrich der älteste Bruder, der in New York weilte, kehrte auch sofort nach Bremen zurück, und die jungen Söhne wurden dann treue Berater ihrer Mutter, besonders Eberhard, der noch jahrelang bei ihr wohnte, half ihr bei der Verwaltung ihrer Besitzungen; sie behielt das Gut in Gröpelingen, später wurde das Haus in der Sandstraße verkauft und dafür das Haus in der Bornstraße erworben, das auf dem Grund des großelterlich Focken’schen Gartens erbaut war. Als nun das Jahr 1870 die Kriegserklärung Frankreichs brachte, blieb der dritte Sohn, Dr. Ludwig Tölken, der gerade sein Dienstjahr absolvierte, in den Bremer Lazaretten als Arzt tätig, der vierte Julius, der kaum das Dienstalter erreicht hatte, trat beim Heer ein und ebenso Eberhard, der nicht mehr zu den dienstpflichtigen Jahrgängen gehörte. Voll Begeisterung meldete er sich zum Kampf für’s Vaterland und muste nun vorläufig eingereiht werden. Nach einer etwas öden Zeit folgte er im December mit mehreren Freunden dem Heere nach Frankreich, wo auch schon Julius weilte. Seine Karten und Briefe berichten seiner Mutter treulich und oft mit köstlichem Humor von den Erlebnissen in Frankreich, die erste Karte ist datiert vom 16.12. 1870 vom Rhein. Größere Schlachten hatte er zu seinem Bedauern nicht mehr erlebt, da er zu spät zum Kriegsschauplatz kam, nur von einigen kleineren Gefechten erzählt er und vor allem von den Beschwerden der langen Märsche im Schnee des Winters, von den Quartieren in Städten und Dörfern, einzeln in großartigen Schlössern, oft in Ställen und Baracken, von der Not des Requirierens und manch drolliger Szene im Umgang mit den unlustig helfenden Franzosen. Schön war das Zusammenleben mit den jungen Kameraden, aber oft erlahmte die Begeisterung, denn spärlich waren meist die Nachrichten über den Stand des Krieges, die Truppen wussten weniger davon als die Lieben daheim, auch Krankheitstage fesselten Eberhard eine Zeit lang an’s Zimmer. Und doch war für’s ganze Leben diese Zeit in Feindesland eine große Erinnerung, herrlich schließlich die Heimkehr, voll Jubel schreibt er am 19. April 1871 den letzten Brief aus Frankreich, als von den kriegsfreiwilligen der Rückweg in‘s Vaterland angetreten wurde. Mittlerweile hatte der älteste Bruder Heinrich sich mit Johanne Plump, Tochter des Kaufmanns August Theodor Plump und seiner Frau Therese geb. Mertens verlobt und an dem Tage vor der Einzugsfeier der Truppen war das Kranzbinden, das Angelica Boyes geb. Tölken, die Schwester des Bräutigams und die Freundin Auguste Riesch auf dem Landgute der Eltern Boyes in Lankenau gaben. Auf diesem Fest lernte die 14jährige Schwester der Braut, Dora, ihren späteren Mann kennen und begeisterte sich für den jungen blonden Krieger, von dem später oft gesagt wurde, dass er dem Jüngling des Bremer Kriegerdenkmals gleiche. Seine übersprudelnd frohe Laune, seien Herzensgüte und sein warmes Gefühl für alles Gute und Schöne erwarben ihm auf seinem Lebensweg viel treue Freunde, seine Untergebenen hingen mit großer Liebe an ihm und Jeder, der ihm nahe getreten war, behielt sein Bild in warmer Erinnerung.

    In den nächsten Jahren war Eberhard als Tabakreisender der Firma Robert Boyes viel beschäf-tigt., oft von Bremen abwesend, einige Vergnügungsreisen nach Schottland mit Hermann und August Plump, nach Kopenhagen und nach der Schweiz mit seiner geliebten Schwester Malvina waren ihm ein großer Genuss. Im Jahre 1877 trat dann Robert Boyes aus dem Geschäft aus und dasselbe wurde von Eberhard und seinem Vetter Julius Focke, der leider sehr kränklich war, unter der Firma Robert Boyes Nachf. fortgeführt, darum waren die Jahre, die nun folgten auch sehr schwere und aufregende für Eberhard, seine Thatkraft wurde durch den leidenden Theilhaber gehemmt, obgleich sie sich sehr schätzten. Nach einigen Jahren starb Julius Focke plötzlich und im Jahre 1880 trat Herr Bernhard Lüdemann, der sich tüchtig im Geschäft bewährt hatte, als Theilhaber ein. Nun kamen glücklichere, arbeitsreiche Jahre für Eberhard, die schöne Erfolge brachten. Er konnte sein Geschäft immer weiter ausdehnen, seinen Unternehmungsgeist bestätigen, auch in anderen Dingen. So kaufte er mit einem Freunde im Jahre 1887 das Gut der Witwe Frerichs in Gröpelingen, das etwa 300 Morgen groß war, vermietete das herrschaftliche Haus mit Garten, den er mit dem Schöpfer des Bürgerparks Benque neu anlegte und verwaltete die Landwirtschaft des Gutes mit Hilfe seines treuen und tüchtigen Verwalters Fr. Röbke. Er gründete eine Milchwirtschaft mit etwa 24 Milchkühen, Ställe und Scheunen wurden gebaut und es gelang ihm auf diese Weise auch, seinem jüngsten Bruder Gustav einen Beruf zu schaffen. Dieser war immer ein besonderer Pflegling Eberhard’s gewesen; durch körperliche Abhärtung hatte er ihn gekräftigt und geistig zu sich herangezogen, nun übernahm Gustav die Führung der Bücher, fuhr täglich auch im Winter nach draußen, hatte dort sein kleines Kontor und wurde allmählich zum angenehmen Vermittler der Gröpelinger Angelegenheiten.

    Im Jahre 1889 wurde dann der Herzensbund zwischen Eberhard und Dora Plump geschlossen, dem lange Jahre herzlicher Neigung vorangegangen waren. Im Frühling wurde die Verlobung veröffentlicht, der am 25. Mai die Verheirathung folgte. Im ersten Jahre der Ehe erlebte das junge Paar die Trauer, im November 1889 Eberhard’s Mutter , im Februar 1890 Dora’s Vater zu verlieren. Am 12. April 1890 wurde dann in dem Heim des Paares Schleifmühle 24 der erste Sohn des Paares Georg Ludwig Tölken geboren.

    Bald darauf trat die Frage an Eberhard heran, das elterliche Gut in Gröpelingen zu überneh-men. Da keines der Geschwister dazu geneigt war, entschloss sich Eberhard zu der Übernahme, obgleich er schon den Eberhof besaß, er bot das herrschaftliche Haus desselben, dem bisherigen Mieter, Herrn Eduard Meyer zum Kaufe an, der dasselbe dann auch erwarb, die Ländereien des Gutes bleiben in Eberhard’s Besitz. Nachdem ein Teil derselben für die Anlagen des Freihafens vom Staat enteignet war, kaufte Eberhard noch ein Bauerngut, Mattfeldt‘ Hof, an. In den ersten Jahren des Gröpelinger Besitzes wohnte dort auch Bruder Heinrich Tölken mit seiner zweiten Frau Luise geb. Plump dort im Sommer zur Miete, gemeinschaftlich mit den Geschwistern Eberhard und Dora und ihren kleinen Kindern.

    In den glücklichen Jahren ihrer ehe wurden Eberhard und Dora folgende Kinder geboren:

    Am 15. Juli 1891 – Gustava Theresia Marie

    Am 14. Septbr. 1892 – August Theodor

    Am 17. Jan. 1894 – Heinrich Wilhelm

    Am 15. Aug. 1895 – Bertha Emmi

    Am 1. Jan. 1899 – Hermann Eberhard ,

    die in Gesundheit und Frohsinn aufwuchsen und ihm großes Glück bereiteten.

    Geschäftlich hatte Eberhard sehr erfreuliche Jahre, etwa 1890 trat Herr F. Heinen als Theilhaber für den holländischen Zweig und später ganz in das Geschäft ein, das jetzt eines der bedeutenderen Tabakgeschäfte Bremens wurde. Freilich erforderte dasselbe auch große Arbeitskraft, die Eberhard oft fast zu sehr anspannte und wohl den Grundstein zu seinem späteren schweren Nervenleiden legte, auch jetzt zeigten sich oft neuralgische Gliederschmerzen, zu deren Linderung er 1894 und 1895 eine Kur in Wiesbaden gebrauchte. Als Eberhard im Jahre 1895 zum Mitglied der Handelskammer gewählt wurde, nahm er diese Wahl nicht ohne Bedenken an, da er fürchtete bei dem Umfang seines Geschäftes zu viele Pflichten auf sich zu nehmen. Nach einigen Jahren, als sein Nervenleiden ihn immer quälte, entschloss er sich auch, auf die Tätigkeit in der Handelskammer zu verzichten, und trat aus derselben aus. Im Jahre 1896 wurde der Neubau des Gröpelinger Wohnhauses ausgeführt, der mit der Hilfe des Architecten und lieben Freundes Eduard Gildemeister auf’s Beste gelang.

    Der Tod der geliebten Mutter Therese Plump im Januar 1897 versetzte die große Schar ihrer Kinder und Enkel in tiefe Trauer. Der Haushalt des Elternhauses am Osterdeich 1 wurde aufgelöst und nach längerem Überlegen entschloss sich Eberhard, auch dies elterliche Haus, in dem seine Frau vor 40 Jahren geboren war, zu übernehmen, da die übrigen Geschwister darauf verzichteten. Auch hier wurde vom Mai bis zum November 1897 ein umfassender Umbau unter Aufsicht des Architecten Gildemeister vorgenommen und die Verschönerung und der Besitz des Hauses mit seiner herrlichen Lage an der Weser und seitlich an der Contrescarpe war ihm bei seinem fast leidenschaftlichen Schönheitsgefühl eine Quelle des reinsten Genusses. In diesem Sommer zeigte sich aber zum ersten Mal ein furchtbarer Nervenschmerz an der rechten Gesichtshälfte, der, solange er dauerte, jedes Sprechen oder Essen ausschloss. Gottlob trat er nur vereinzelt auf. Ein Aufenthalt im Sommer 1898 auf Rigi – Scheidegg brachte große Besserung, aber 1899, als das jüngste Söhnchen ¼ Jahr alt war, bedurfte Eberhard wieder dringend einer Erholung und hoffte dieselbe in Glion am Genfer See zu finden, wo er einen Monat mit seiner Frau weilte, da das Leiden sich aber sehr verschlimmerte, wurde auf Dr. Ludwig Tölken’s schriftlichen Rat der schnelle Entschluss gefasst, zu Professor Erb in Heidelberg zu reisen, um ihn zu konsultieren. Durch seine Behandlung wurde der Zustand Eberhard’s bald sehr gebessert und in dem schönen Heidelberg mit seinen herrlichen Wäldern in angenehmer Gesellschaft verlebten Eberhard und Dora eine sehr glückliche, sonnige Zeit, der auch ein ziemlich schmerzfreier sommer folgte.

    Trotz seiner Leiden war Eberhard immer noch mit ganzer Seele bei seinem Geschäft und den sonstigem Unternehmungen, im Sommer 1900 erwarb er das Haus Ellhornstraße 9, um seiner Schwester Elisabeth Mertens, die mit ihrer Tochter wieder nach Bremen zog, ein freundliches Heim zu schaffen. Im Jahre 1900 folgte noch eine Reise zum Rigi, aber allmählich wurde das Nervenleiden immer schlimmer, wochenlang war oft jede Tätigkeit unmöglich, bis Eberhard nach schweren Anfällen den unabänderlichen Entschluss fasste, eine Operation durch Professor Krause in Berlin vornehmen zu lassen. Am 13. Nov. reiste er mit Dora und seinem Bruder Lud-wig dorthin, am 15. wurde die Operation gemacht und noch wenige Tage genoss er das Glück, ganz schmerzfrei sprechen zu können. Dann trat eine Lungenentzündung mit großer Herz-schwäche ein und am 21. November entschlief er sanft im Beisein seines Bruders, seiner Frau und deren Schwester Therese Frickhöffer. Er wurde in Bremen auf dem Waller Friedhof , nahe seinem geliebten Gröpelingen, beerdigt.


    - Die Maus - Ortsfamilienbuch Bremen und Vegesack
    Konfession: EV
    getauft: 22.07.1770 in Bremen
    durch Pastor Olbers
    TZ Heinrich Daniel Gevekoth's Ehefrau evtl. aus Minden; Anna Elisabeth Gevekoth,
    geb. Spilker.Todesursache: Altersschwäche
    Alter: 81J -

    Bemerkungen:(notes)

    Konfession: EV

    geboren: Stata 10995/Civ.Reg. Nr.917

    Alter: 55J

    gestorben: Stabu Focke VI Tafel 21

    Beruf: Kaufmann (1889) in Bremen
    - Deutschland, Geburten und Taufen, 1558-1898 - MyHeritage - 30037 - Collection - http://www.myheritage.de/research/collection-30037/deutschland-geburten-und-taufen-1558-1898?s=195117941&itemId=33179936-&action=showRecord&indId=individual-195117941-10000535 - http://www.myheritage.de/research/collection-30037/deutschland-geburten-und-taufen-1558-1898?s=195117941&itemId=33179936-&action=showRecord&indId=individual-195117941-10000535 -

    Eberhard Tölken
    Geschlecht: männlich
    Geburt: 28. Jun. 1846 - Bremen, Bremen, Germany
    Wohnsitz: 1846 - Bremen, Bremen, Germany
    Vater: Johann Ludwig Tölken
    Mutter: Maria Amalia Focke
    Satznummer des Indexierungsprojekts: I01085-2
    Ursprungssystem: Germany-EASy
    GS-Filmnummer: 1344161
    Referenznummer: 452


    - Geni Welt-Stammbaum - MyHeritage
    Der Geni Welt-Familien-Stammbaum ist auf www.Geni.com zu finden. Geni gehört und wird betrieben durch MyHeritage. - 40000 - Collection - http://www.myheritage.de/research/collection-40000/geni-welt-stammbaum?s=195117941&itemId=209422939&action=showRecord&indId=individual-195117941-10000535 - http://www.myheritage.de/research/collection-40000/geni-welt-stammbaum?s=195117941&itemId=209422939&action=showRecord&indId=individual-195117941-10000535 -

    Eberhard Toelken
    Geschlecht: männlich
    Geburt: 28. Jun. 1846 - Bremen, Bremen, Germany
    Beruf: Merchant
    Tod: 20. Nov. 1901 - Bremen, Bremen, Germany
    Erdbestattung: Nov. 1901 - Bremen, Bremen, Germany
    Vater: Dr. med. Johann Ludwig Toelken
    Mutter: Marie Amalie Toelken geb. Focke
    Ehefrau: Auguste Theodore Toelken geb. Plump
    Kinder: Georg Ludwig Toelken, Therese Marie Gustava Toelken, August Theodor Toelken, Heinrich Wilhelm Toelken, Bertha Emmy Naubereit geb. Toelken, Hermann Eberhard Toelken
    Geschwister: Christian Heinrich Toelken, Anna Dorothea Margarethe Toelken, Dr. med. Johann Ludwig Toelken, Wilhelm Julius Gustav Toelken, Angelika Marie Boyes geb. Toelken, Dorothea Malvina Toelken, Georg Heinrich Olbers Toelken, Marie Sophie Elisabeth Maertens geb. Toelken, Gustav Friedrich Toelken


    - Geni Welt-Stammbaum - MyHeritage
    Der Geni Welt-Familien-Stammbaum ist auf www.Geni.com zu finden. Geni gehört und wird betrieben durch MyHeritage. - 40000 - Collection - http://www.myheritage.de/research/collection-40000/geni-welt-stammbaum?s=195117941&itemId=209422939&action=showRecord&indId=individual-195117941-10000535 - http://www.myheritage.de/research/collection-40000/geni-welt-stammbaum?s=195117941&itemId=209422939&action=showRecord&indId=individual-195117941-10000535 -

    Eberhard Toelken
    Geschlecht: männlich
    Geburt: 28. Jun. 1846 - Bremen, Bremen, Germany
    Beruf: Merchant
    Tod: 20. Nov. 1901 - Bremen, Bremen, Germany
    Erdbestattung: Nov. 1901 - Bremen, Bremen, Germany
    Vater: Dr. med. Johann Ludwig Toelken
    Mutter: Marie Amalie Toelken geb. Focke
    Ehefrau: Auguste Theodore Toelken geb. Plump
    Kinder: Georg Ludwig Toelken, Therese Marie Gustava Toelken, August Theodor Toelken, Heinrich Wilhelm Toelken, Bertha Emmy Naubereit geb. Toelken, Hermann Eberhard Toelken
    Geschwister: Christian Heinrich Toelken, Anna Dorothea Margarethe Toelken, Dr. med. Johann Ludwig Toelken, Wilhelm Julius Gustav Toelken, Angelika Marie Boyes geb. Toelken, Dorothea Malvina Toelken, Georg Heinrich Olbers Toelken, Marie Sophie Elisabeth Maertens geb. Toelken, Gustav Friedrich Toelken


    - Christian Tölken - Tölken Web Site (Smart Match)
    - FamilySearch Stammbaum - MyHeritage
    Der FamilySearch Stammbaum wird duch MyHeritage unter Lizenz von FamilySearch International, der weltgrössten Genealogie Organisation, veröffentlicht. FamilySearch ist eine nonprofit Organisation gesponsert von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen Kirche). - 40001 - Collection - https://www.myheritage.de/research/collection-40001/familysearch-stammbaum?itemId=463826421&action=showRecord - https://www.myheritage.de/research/collection-40001/familysearch-stammbaum?itemId=463826421&action=showRecord - Eberhard Tölken
    Geschlecht: männlich
    Geburt: 28. Jun. 1846 - Bremen, Bremen, Germany
    Eltern: Maria Amalia Tölken (geb. Focke), Johann Ludwig Tölken

 Überblick vom Stammbaum

sosa Johann Tölken †1810   sosa Marie Margarethe Meckseper 1739-1815   sosa Johann Ludewig Budde 1749-   sosa Anna Margaretha Horn 1753-   sosa Heinrich Focke 1732-1801   sosa Maria Sophia Elisabeth Marie Hanewinkel 1734-1803   sosa Heinrich Wilhelm Matthias Olbers 1758-1840   sosa Dorothea Elisabeth Köhne 1764-1786
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sosa Gerhard Hinrich Tölken 1783-1856   sosa Anna Margarethe Budde 1787-1870   sosa Christian Focke 1774-1852   sosa Maria Dorothea Henriette (Doris) Olbers 1786-1818
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sosa Johann Ludwig Tölken 1811-1869   sosa Maria Amalie Focke 1818-1889
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Eberhard Tölken 1846-1901


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