• Geboren am 2. Juli 1865 - Halberstadt
  • Verstorben am 9. August 1916 - Berlin, Alter: 51 Jahre alt
  • Schriftstellerin, Frauenrechtlerin
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 Eltern

 Eheschließungen und Kinder

  • Verheiratet am 26. Juni 1893, Berlin, mit Georg von Gizycki, Professor der Philosophie , geboren am 14. April 1851, verstorben am 2. März 1895 - Berlin Alter: 43 Jahre alt
  • Verheiratet am 21. August 1896, Berlin, mit Heinrich Braun, Dr. med. , geboren am 23. November 1854 - Budapest, verstorben am 8. Februar 1927 - Berlin Alter: 72 Jahre alt, Arzt, Sozialpolitiker ihre Kinder

  Geschwister

 Notizen

Hinweis zur Person


Name: Lily Braun
Lily Braun (* 2. Juli 1865 in Halberstadt; † 9. August 1916 in Berlin; eigentlich Amalie von Kretschmann) war eine deutsche Schriftstellerin, Sozialdemokratin und Frauenrechtlerin. Ihre Großmutter mütterlicherseits, Jenny von Gustedt, geb. von Pappenheim, ist die uneheliche Tochter von Jérôme Bonaparte und damit war sie mit dem Haus Bonaparte verwandt. Ihre Großnichte Marianne von Weizsäcker, geb. v. Kretschmann, ist die Ehefrau von Richard von Weizsäcker.
Die Tochter eines preußischen Generals war kurz mit dem Philosophieprofessor Georg von Gizycki verheiratet, der den Sozialdemokraten nahestand, ohne jedoch Parteimitglied zu sein. Nach dessen Tod heiratete sie 1896 Heinrich Braun, sozialdemokratischer Politiker und Publizist. Ihr hochbegabter Sohn Otto Braun fiel im Ersten Weltkrieg.
Lily Braun trat schon früh der SPD bei und wurde eine der Führerinnen der deutschen Frauenbewegung. Sie starb am 9. August 1916 infolge eines Schlaganfalles. Sie lebte vor ihrem Tode in Kleinmachnow.
Lily Braun hat im Laufe ihrer politischen Karriere versucht, zwischen der bürgerlichen und der proletarischen Frauenbewegung zu vermitteln, wurde dafür aber von beiden Seiten scharf kritisiert. Auch für die von ihr propagierte Idee, Mutterschaft und Erwerbstätigkeit zu verbinden (ein Modell, das sie selbst lebte), wurde von beiden Seiten kritisiert. Als Tochter aus adligem Haus wurde sie von der sozialistischen Frauenbewegung - allen voran Clara Zetkin und Ottilie Baader - eher abgelehnt, obwohl sie sich selbst dieser Bewegung zugehörig fühlte. Clara Zetkin verriss die 1901 erschienene Studie Die Frauenfrage in der sozialistischen Frauenzeitschrift Die Gleichheit. Den bürgerlichen Frauen hingegen waren ihre Ideen zu radikal. Um die Doppel- und Dreifachbelastung berufstätiger Frauen zu reduzieren, forderte Lily Braun die Herabsetzung der Arbeitszeit auf das geringste Tagesmaß. Sie propagierte neue Formen des Zusammenlebens.

  Fotos & Dokumente

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  Überblick vom Stammbaum

Ernst Karl von Kretschmann, Herr auf Schönau 1802-1847   Emilie Vogel 1806-1885   Werner von Gustedt, Mitglied des preuß. Landtags 1813-1864   Jenny Catharina Jérômeé von Pappenheim, Hofdame der Großherzogin Marie Pawlowna von Sachsen-Weimar 1811-1890
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Hans Alfred Konstantin von Kretschmann 1832-1899   Jenny Augusta Frida Caroline von Gustedt 1843-1903
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Amalie von Kretschmann 1865-1916



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