• Geboren am 18. März 1890 - Saarbrücken
  • Verstorben am 20. April 1952 - Worms , Alter: 62 Jahre alt

 Eltern

 Eheschließungen, Kinder , die Enkelkinder und die Urenkel

 Geschwister

 Notizen

Hinweis zur Person

"Gerhard v. Gustedt erhielt von Ostern 1896 bis Ende 1897 Privatunterricht im elterlichen Hause. Vom Januar 1897 bis Ostern 1901 kam er auf das Gymnasium in Gumbinnen, dann besuchte er ein halbes Jahr die Privatschule in Militsch, von Oktober 1901 bis Ostern 1904 das Gymnasium in Oels und war dort in Pension. Als seine Eltern Ostern 1904 wieder nach Saarbrücken zogen, kam er von nun an hier auf die Schule; von Ostern bis Oktober war er in Berlin auf der Fähnrichschule, wo er auch sein Fähnrichexamen bestand. Im November 1908 trat Gerhard von Gustedt dann als Fahnenjunker in das Garde-Dragoner-Regiment Nr. 23 (1. Großherzog. Hess.) ein. Im August 1909 besuchte er ¾ Jahr lang die Kriegsschule in Danzig. Im Juni 1910 wurde er zum Leutnant befördert.
Bei Kriegsausbruch war die Mobilmachungsbestimmung: Ordonnanzoffizier beim Stabe der 3. Kavallerie-Division. Auf dem Marsch nach dem Bahnhof zur Verladung ins Feld stürzte er mit dem Pferd und zog sich einen Bruch des Mittelfußes zu, so daß er seinen Posten erst Mitte September 1914 antreten konnte. Jetzt nahm er an den Vormärschen und Gefechten in Belgien und Frankreich bis Mitte April 1915 teil. Dann kam die Kavallerie-Division nach dem Osten zum Vormarsch nach Litauen und Kurland. Am 7.3.1915 - als Regimentsadjudant zu seinem Regiment kommandiert - wurde er im Gefecht bei Lawgole am 3.6. verwundet; neben ihm fiel sein Regimentskommandeur, und fast alle Angehörigen des Regimentsstabes wurden verwundet oder fielen. (In diesem Gefecht fiel auch sein einziger Bruder Bernhard). Infolge seiner Verwundung kam er in die Lazarette in Darmstadt und Homburg v.d.H.. Einigermaßen wieder hergestellt zog er am 22.9.1915 wieder ins Feld, als Ordonnanzoffizier beim Stabe der 3. Kavallerie Division, wo er im Dezember zum Oberleutnant ernannt wurde. Jetzt kam er als Eskadronschef zu seinem Regiment, das zu dieser Zeit bei Wilna in Stellungskampf lag. Im Dezember 16 nahm er am Vormarsch in Rumänien teil, kam jedoch im Januar 1917 schon wieder an die Westfront, und blieb dort bis zu seiner Ernennung zum Adjudanten der 25. (Hessischen) Kavalleriebrigade. Mit dieser machte er von September 1917 bis Februar 1918 die Stellungskämpfe am Stochod in Rußland mit. Von nun an begleitete er diese Brigade auf ihrem Vormarsch in die Ukraine, der sie bis in die Gegend von Odessa führte.
Bei Beendigung des Krieges befand sich Gerhard v.G. in Kupiansk in der Ukraine, und wurde bei Ausbruch der Revolution von den Mannschaften des Brigadestabes zum Vertrauensmann gewählt. Bei Bildung des Soldatenrates war er der einzige Offizier in diesem Soldatenrat, der von allen Truppenteilen der verstärkten 25. Kavalleriebrigade gewählt wurde. Kennzeichnend für das Durcheinander in diesen Räten war, daß er, als Offizier, zum Vorsitzenden des Soldatenrates gewählt wurde. Um aus dem fernen Osten einen ruhigen Abtransport bewerkstelligen zu können, nahm er diesen Posten an. Unter den schwierigsten Verhältnissen wurde dieser Rücktransport vom 5.12.1918 bis 16.1.1919 durchgeführt, was, wie Gerhard v. Gustedt selbst schreibt, die längste Reise seines Lebens war.
Im Januar 1919 erfolgte die Demobilmachung der Brigade in Grünberg in Oberhessen. Trug sich Gerhard v. G. anfänglich mit dem Gedanken, in die Reichswehr einzutreten, so ließ er jedoch im Laufe des Jahres fallen, und ergriff den kaufmännischen Beruf, nachdem er im Dezember 1919 seinen Abschied als Rittmeister in der Uniform des Hessischen Garde-Dragonerregiments erhalten hatte.
Sein kaufmännisches Leben begann im April 1920 mit dem Eintritt in die Weingroßhandlung Valckenberg in Worms, wohin er mit seiner Familie übergesiedelt war. Jedoch wurde er am 17.2.1923 wegen Gefährdung der Sicherheit der Besatzungstruppen aus dem besetzten Gebiet ausgewiesen, und nahm von nun ab seine Wohnung bei den Schwiegereltern in Darmstadt. Hier trat er in Tätigkeit für die Lederfabrik Doerr und Beinhard in Worms. Als er im Dezember 192(?) von den Franzosen die Erlaubnis erhielt, wieder nach Worms zurückzukehren, trat er in die obengenannte Firma ein, und bildete sich in dieser Branche soweit aus, daß er im April 1918 den Direktorenposten in der Verkaufsabteilung erhielt und Mitglied der Geschäftsleitung wurde.
Ende 1919 schied er aus dieser Firma aus und hielt sich mehrere Monate in Brüssel und London auf, um seine Sprachkenntnisse zu ergänzen. Nach Rückkehr aus dem Auslande trat er am 1.4.1930 in die Heylschen Lederwerke in Worms-Liebenau ein und bekleidete dort einen ähnlichen Posten wie bei der früheren Firma."

  Fotos & Dokumente

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 Überblick vom Stammbaum

Eduard Karl von Gustedt, Fideikommißherr auf Deersheim , Bexheim und Schackenhof (Schakenhof), Kr. Gerdauen, Ostpreußen 1806-1875   Antonie Marianne Wilhelmine von Flemming, Gräfin von Flemming 1822-1907   Friedrich Braun 1827-   Marie (Sophie ?) Roechling 1834-
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Alfred Julius Werner von Gustedt, Generalmajor 1852-1918   Ida Sophie Braun 1859-1932
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Gerhard Carl Gernand von Gustedt 1890-1952



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