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Familles aristocratiques et non du libre Etat des Grisons du XIIe siècle à nos jours

 

 Chronique familiale



 DIE FRIIEN von JUVALT


Familiengeschichte und Chronologie -1123-1462- Von einem unter deren zahlreichen lebenden Nachkommen Lanfranco ABIS de CLARI

Vorwort

Warum eine Genealogie der Herren von JUVALT, die im Mannestamm um 1462 ausgestorben sind ?

Der erste Grund ist, dass ich bisher keine zuverlässige Geneaologie dieser uradeligen Familie des Domleschgs, die seit dem 12. Jahrhundert bezeugt ist gefunden habe. Der zweite Grund : weil die Herren von JUVALT über ihre Töchter, insbesondere über Amalia von Juvalt, die mit Rudolf von Castelmur 22 Kinder zeugte, heute noch zahlreiche Nachkommen haben, die ihr blaues Blut (d.h. ihre adelige Gene) in sich tragen, meistens ohne es überhaupt zu ahnen.So die Nachkommen der Äste der Tomilser Caviezel, der Paspelser Decasper und Spinas, der Rothenbrunner Flisch-Decasper, die allesamt dreimal von Maria von Montalta, der Gattin des Ammans Johann von Caviezel abstammen und vier bis fünfmal von den Frÿen von JUVALT. Die Ahnen der Maria von Montalta die einen Tomilser von Cawiezel geheiratet hat, gehören zum Rhätischen Uradel : Aspermont, Baldenstein, Castelmur, Juvalt, Haldenstain, Lichtenstain, Marmels, Montalt, Ruhenberg, Sagogn, Schauenstain, Sumerau, Übercastel, Unterwegen, Valendas und allen ihren zahlreichen Nachkommen, welche mit dem Süddeutschen (Thurn und Taxis, Ramschwag, Blaar von Wartensee, Schenk von Stauffenberg, Grafen von Montfort, von Veringen, von Calw, Hohenzollern, Habsburg, von Bregenz und dem Oesterreichischen Adel (Gutenberg ) verschwägert waren. Für die Genetik ist die Übertragung genetischer Merkmale durch die Frauen genau so wichtig wie die durch die Männer. Falls die Frau eines oder mehrere dominante Gene ihres Stammes in ihren Zellkerne trägt, dann gehören ihre Nachkommen zu ihrem Stamm prozentual mehr als zum Stamm des Vaters- und umgekehrt. Nach der Fusion der Eizelle mit dem Spermatozoid geschiet eine Rekombination der Gene des Vaters und der Mutter. Dieser Austausch betrifft aber nur die Extremität der Chromosomen, nicht aber den viel längeren Zentralen Teil in dem die wichtigsten Gene enthalten sind. So können die Augen-, Haar- oder Hautfarbe und andere Merkmale varieren. Die Gene des zentralen Teils werden aber über viele Generationen unverändert übertragen, ausser wenn eine oder mehrere Mutationen sie irreparabel ändern. Ahnengalerien von herschenden Familien zeigen nämlich wie der Phenotyp (der äusserliche physische Ausdruck genetischer Merkmale) der Nachkommen ihren Ahnen über Generationen erstaunlich ähnlich bleibt. Das gilt auch für Ethnien. Die heutigen Toskaner weisen immer noch das Phenotyp ihrer etruskischen Ahnen auf und die Analyse ihres ADNs bestätigt, dass die Toskaner keine Indogermanen, das heisst keine Italiener sind, sondern aus Asien kamen, wie es schon Herodot behauptete. Der letzte Fürst von Thurn und Taxis war die Replik seines Ahnes, der im 16. Jahrhundert die Post gegründet hat. Manchmal kann eine Frau ein neues dominantes gutes oder schlechtes Gen in die Ehe einbringen: so der Prognatismus der Habsburger, der im 16. Jahrhundert erschienen ist, über Generationen übertragen wurde und inzwischen wieder verschwunden ist. Wie erklärt sich die ausserordentliche Vitalität und Energie der Königin Elisabeth II von England ? Ihre Mutter, die Queen Mom, war das aussereheliche Kind von Claude Bower-Lyon, Lord Glamis und späterer 14. Earl of Strathmore & Kinghorne und einer jungen Magd aus Wales, die das degenerierte Blut der Windsor mit ihren gesunden bäuerlichen Genen auffrischte . Der dritte und letzte Grund ist: weil Peter Conradin von Planta im neuen Historischen Lexikon der Schweiz sich abschätzig über die Herren von Juvalt ausdrückt:

" Im 14. und 15. Jh. bekleideten deren Angehörigen landesherrliche Ämter im Domleschg, u.a. das Vizedominat, hingegen lässt sich eine überregionale Präsenz in landesherrlichen Ämter nicht nachweisen…Im Hochstift Chur gehörte die Familie [JUVALT] nicht zu den führenden Vertreterinnen ihrer Schicht".

Wir werden sehen, dass dieser schroffe Urteil für die Friien von JUVALT nicht ganz stimmt., wohl aber für die PLANTA.   1. WAPPEN : Ursprünglich: in Blau ein 6 strahliger silberner Stern. Später schrägliksgeteilt: im rechten oberen Feld ein fünf / sechsstrahliger, silberner / goldener Stern; im linken unteren Feld ein schräglinks liegender roter Adler. Die Herren von Juvalt sind die einzigen in der rätischen Heraldik, die einen roten Adler im Schild führen. Woher, wann und warum diese Mehrung entstand ist, ist nicht bekannt.

Wappen der Frÿen von JUVALT nach Siegeln rekonstituiert

Varianten (Brisuren, Vermehrungen): 1. Linksschräg geteilt , in Blau ein fünf- / sechsstrahliger silberner / goldener Stern, in Silber / in Gold ein schräglinks liegender roter Adler (aiglon). 2. Dasselbe aber Schrägrechtsgeteilt (Aus StAGR 1137/22 (Heft von JUVALT). Rechts und links beziehen sich auf dem Schildträger, der hinter dem Schilde steht, und nicht auf dem Betrachter. Bei Schrägteilung beginnt die Wappenbeschreibung mit dem oberen Platz, in der Reihenfolge rechts vor links und oben vor unten. Das vornehmere, ältere Wappenbild (in Blau, ein fünf/sechstrahliger silberner/goldener Stern) befindet sich immer rechts oben bei schräglinksteilung, oder links oben bei schrägrechtsteilung. Am 15 Oktober 1372 [Wartmann 67] siegeln ihre Erbteilung Eglolf II und sein jüngerer Bruder Friedrich von Juvalt nach dem Tod ihres Vaters Albrecht V. Die Siegel mit ihren Schildern hängen noch. . † S' EGLOLFI.DE.IVFALT (Sigillum Eglolfi de Juvalt) : Wappenschild schrägrechts geteilt, in der linken oberen Hälfte: in Blau ein sechstrahliger goldener Stern; in der rechten unteren Hälfte: in Gold ein schrärechts liegender roter Adler. † S' FRIDRICI. DE. IVVALT : dasselbe Wappenschild aber schräglinks geteilt. Auch die Siegel von Rudolf I und seinem Bruder Eglolf III unterscheiden sich durch Brisuren † S' RVODOLFI.DE.IVVALT: schrägrechtsgeteilt: im linken oberen Feld fünfstrahliger Stern, im rechten unteren Feld schrägrechts liegender Adler † S' EGLOLFI.DE.IVF[AL]T.IVNIOR: dasselbe Wappenschild mit sechstrahligem Stern (Brisur)

Margarethe von Juvalt trägt das schrägrechts geteilte Schild.

3. TITEL Die Friien von Juvalt waren Edelfreie. Im Mittelalter bedeutete edel- oder hochfrei (in Rätien Fri), das ein Geschlecht von dynastischer Herkunft war. Edelfreire, Friie, waren ein landrechtlicher Stand und hatten ihren Adel nicht aufgrund eines Dienst- oder Lehnsverhältnisses. Sie waren also keinen anderen Adligen oder Dynasten untergeordnet, abgesehen von König bzw Kaiser, und unterstanden mit ihrem Allod (Eigengut) keinem Lehnsherrn. Am Anfang des XII Jh besassen die Friien von Juvalt eine eigene Herrschaft und zwei Burgen. Die eine, die Hochjuvalt, in wichtigster strategischen Lage, da sie imstande war, durch ihre Niederburg am Rhein, die Reichstrasse von Deutschland nach Italien zu kontollieren und gegebenenfalls zu sperren. Im Laufe des Hochmittelalters unterwarfen sich viele edelfreie Geschlechter mächtigeren Feudalherren welche sie gegen Eroberunglustigen Dynasten (im Fall der Juvalter die unmittelbar an ihre Herrschaft angrenzende Herren von Räzüns, oder die sich ständig territorial expandierenden Friien von Vaz) schützen konnten. Bereits 1160 treten Sigfried II und sein Sohn Sigfried III als ritterbürtigen Ministerialen des Fürstbichofs von Chur auf. In den folgenden Generationen waren nur noch Albrecht II, Conrad, Eglolf II, sein Bruder Friedrich und sein Sohn Rudolf I bischöfliche Ministerialen und Vizdume im Domleschg. Die übrigen Nachkommen lebten auf ihren Burgen stets als Friie. Im Gegensatz zu den nobiles verfügten aber die Friien von Juvalt lediglich nicht über die potestas zu Strafen (Hochgericht) und zu Befehlen (ein Heer) so das sie, unseres Wissens, an keiner Fehde teilgenommen haben. Zur Verteidigung der Reichstrasse mit ihrer Burg Hochjuvalt und Unterburg niedere Juvalt verfügten sie aber gewiss über bewaffnete Krieger nicht ritterlichen Standes. Ursprünglich war die Zahl der edelfreien Geschlechter begrenzt. Es entstand aber rasch eine neue Schicht von nicht ritterbürtigen Ministerialen, ihrer Herkunft nach meist unfreie Emporkömmlingen, denen im Laufe einiger Jahhunderte der Aufstieg in den niederen Adel gelang (die Planta von Zuoz, eine reicher Bauerngeschlecht, dem im 13. Jh das Kanzleramt und das Ammannamt im Engadin vom Fürstbischof zugeteilt wurde). Die Unterschiede zu den alten edelfreien Geschlechtern begannen sich zunehmend zu verwischen. Es gab zwischenschitliche eheliche Verbindungen. Andreas IV Planta war mit Berchta von Juvalt, Lutiera Planta mit Rudolf I von Juvalt vermählt. 3. BURGEN Schriftliche Nachrichten über Adelsburgen erscheinen in Churrätien erst am Ausgang des 11. Jahhunderts, und Angehörige eines burgsässigen Adels sind erst seit der Mitte des 12. Jahrundert bezeugt. Archaeologische Grabungsbefunde der letzten Jahren haben jedoch bestätigt, dank dendrochronologischen Daten, dass in Churrätien der Bau von Adelsburgen in der Zeit um 1000 begonnen hat. Die Herren von Juvalt, erstmals 1123 urkundlich bezeugt, zählen zu den allerersten edelfreien Adlige, die auf eigene Burgen sassen und zwar auf einer strategisch wichstigste Sperre der Reichsstrasse vom Deutschen Reich nach Italien. 3.1 HOCHJUVALT Hochjuvalt gilt als die ältere der beiden Burgen Rothenbrunnens entlang der Reichsstrasse, des kürzesten Weges zwischen dem Deutschen Reich und Italien, und wurde wahrscheinlich vor 1100 als Sitz der „frÿen“ (Edelfreien) Ritter von Juvalt errichtet (was später – nicht aber in Churrätien - als Freiherren bezeichnet wurde) . Leider fehlen dendrochronologische Daten die zeigen könnten, dass die strategisch wichtigste Sperre der Reichsstrasse (die Hochjuvalt mit seiner Niederburg und Zollstätte) noch viel früher gebaut worden seine könnten und zwar auf königlichem Auftrag. Anfangs des 12. Jh waren die Friien von Juvalt bereits weit verzweigt, und zählten drei kaiserliche Richter, bischöfliche Ministerialen, einen Domherr des Hochstiftes Chur, und zwei eigene Burgen. Die Indere Juvalt wurde nach Angaben des Burgenbuches Graubünden ein Jahrhundert später gebaut. Die friien waren also Adlige die auf eigenem Grund und Boden (Allod) eine oder mehrere eigene (Rod)Burgen errichtet hatten, und nur vom Kaiser, nicht aber von lokalen Herrschern abhänghig waren. Es ist nicht ausgeschlossen dass die Herrschaft Juvalt ursprünglich ein welfisches oder stauffisches Lehen (Beneficium) war. Nur die Edelfreien hatten das Recht Leibeigene zu besitzen. Ihnen waren die höheren Aemter und Funktionen am Hof des Fürsten vorbehalten. Auch wenn sie ab 1160 Ministerialen, d.h. Vasallen, des Fürstbischofs von Chur wurden, also in einem abhängigen Verhältnis gerieten, verloren sie ihre angestammte Freiheit und ihre Eigengüter (Allodien) bis 1462 nicht.

(Wickipedia) „ Die Ruine liegt gut sichtbar auf einer schmalen Felsnase etwa 200 Meter hoch über dem Hinterrhein. Der ursprüngliche Burgweg ist verschüttet. Heute erreicht man sie in etwa einer halben Stunde über einen sehr steil ansteigenden, mit blauen Kreuzen markierten schmalen Pfad von der geteerten Waldstrasse (die frühere Römer- oder Reichstrasse) aus. Die Abzweigung liegt nach den Panzersperren kurz vor der zweiten Weggabelung, ist jedoch schwer zu finden. Auf den letzten Höhenmetern ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit geboten. (Burgenbuch S, 127-9) „ Vom einst fünfgeschossigen Turm der Feste Hochjuvalt hat sich nur die Westecke erhalten, mit Ecksteinen mit Kantenschlag ohne Bossen und Mauern mit Rasa-Pietra Verputz mit Fugenstrich; auch finden sich Reste eines Glattverputzes. Im dritten Stockwerk war eine Aussenlaube angebracht und im Geschoss darüber ist ein Fenster mit Sitznische erhalten geblieben. Auf dem höchsten Punkt der Anlage, oben auf dem schmalen Felskopf, finden sich Reste eines zweiteiligen Gebäudes. Von einem jüngeren rechteckigen Gebäude auf dem südwestlichen Vorgelände sind nur noch wenige Mauerreste erhalten. Der einstige Zugang war in den Fels geschlagen und erfolgte von Nordwesten her « Der einzige Angriff auf die Hochjuvalt den wir kennen erreignete sich als zw 1331-33 Raget von Lumarins, Gatte de Anna von Juvalt, Ansprüche auf die Burgen und Herrschaften Rietberg und Hochjuvalt erhebte, und sich der Hochjuvalt zu bemächtigen versuchte. Der Angriff wurde niedergeschlagen. Jedoch wurde die mächtige Burg während der Schamser Fehde 1451 von den thumben puuren gründlich zerstört, da sie seit 1356 durch Verkauf bischöflich geworden war. 3.2 Vor - oder Niederburg HOCHJUVALT « Am Fuss des gewaltigen Felsens an der alten REICHSTRASSE von Chur nach ITALIEN , neben dem Rhein lag als Vorburg oder Niederburg eine Strassensperre mit Zollstätte; einzelne Mauerreste und Balkenlöcher zweier Tore sind noch erhalten. Diese Anlage am Eingang des Domleschgs bestand aus einem ummauerten Hof mit zwei quadratischen Türmen, durch die die Strasse führte. Die Reste dieser Bauten sind durch Steinschlag (im Frühling 1867), den Bau der Waldstrasse und durch militärische Anlagen (Panzersperre) stark in Mitleidenschaft gezogen worden“. Gegenwärtig (Frühling /Sommer 2011) werden die Ruinen der Vorburg umfassend restauriert. »

Im Frühling 1877 wurde "der untere Turm der Vorburg Hochjuvalt unter Feldis gelegen" von einem Steinschlag zerstört (Hartmann Caviezel in seiner Urkundensammlung mit einer Chronologie des inneren Domleschgs StAGR B 668/1 S. 198). Dieser Turm war einer der zwei Türme der Sperr- und Zollburg Niederjuvalt am Rhein, durch welche die Reichstrasse passieren musste.

Rekonstruktion nach Felix Nöthiger der mächtigen Burg Hochjuvalt mit Niederburg am Rhein, die einzige und effizienzeste Wehr in Churrätien, welche die "Römische", bzw die Reichstrasse, der kürzeste Weg zwischen dem Römischen Reich und seine Besitzungen in Italien kontrollierten und auf Geheiss des Kaisers auch sperren konnte, und später dem Fürstbischof von Chur als Zolleinahmenquelle diente.

Ansicht der Rekonstruktion der Burg Hochjuvalt von Felix Nöthiger. (Wickipedia)

Die Juvaltische Unterburg am Rhein, welche die Reichstrasse zwischen dem Deutschen Reich und Italien sperren konnte und später als fürstbischöfliche Zollstation diente.

Kaiser Friedrich I muss während seinen Italienreisen diese Reichstrasse benutz haben. Sein Sohn Heinrich VI mit seinem Bruder dem Herzog von Schwaben und seinem jüngeren Bruder Philipp (dem künftigen deutschen König) und seinem Reisehof sind im Mai 1194 durch die Niederjuvalt nach Sizilien gereist [BUB I 467] im Beisein des kaiserlichen Richters Ulrich von Juvalt. Kaiser Heinrich VI hatte 1186 mit 21 Jahren die 32 jährige Constance de Hauteville (1154-1198) Königin von Sicilien, geheiratet, und wurde in Palermo am 25 Dezember 1194 zum König von Sizilien gekrönt, nachdem er seine Frau aus dem Gefägniss befreit hatte, Sicilien erobert und seinen Rivalen Tancrède de Lecce und alle möglichen Erben aus dem normanischen Hause de Hauteville ausrotten lassen hatte (mit der einzigen Ausnahme seiner nicht besonders geliebten blonden Gattin). Hier ein Bild des Treffens des 21-jährigen Kaisers Heinrich VI mit Königin Constance de Hauteville 1186.

Mit 40, am Tag der Krönung Heinrichs VI gebahr sie Friedrich II. Nach dem Tod Heinrichs VI (1196) wurde Kaiserin Constance Regentin des Königreichs Sicilien. Ihr Sohn Friedrich II wurde zu einer der höchsten Figuren unter den Deutschen Kaisern. Er war hoch kultiviert, sprach griechisch, latein, französisch, arabisch, hatte einen hohen interkulturellen Kunstsinn, die feinsten Köpfe seines Zeitaltes an seinem Hof in Palermo, war ein grosser Herrscher so dass ein zeitgenössischer Chronist ihn "stupor mundi" nannte.

3.3 INNERJUVALT (INDERE) JUVALT)

„Die Anlage Innerjuvalt gliedert sich in eine Unter- und eine Oberburg. In der Unterburg, von der noch ein circa 20 Meter langer und vier Meter hoher Mauerrest erhalten ist, standen mehrere Wohn- und Wirtschaftsgebäude“ . Der Weiler zum Rothen brunnen entstand erst im folgenden Jahrhundert. Zur eigentlichen Herrschaft Juvalt gehörten 2 Höfen auf Scheid, ein Backhofen, eine Mühle beim Tomilser Tobel, Äcker und Wiesen am Canovasee, Baum und Weingärten, Eigenleute in Scheid und Tomils, sowie sämtliche Lehen, Zehnten, Gülten, Zinsen, Rechte, Privilegien, Ausnahmen usw, die zu einer freien Herrschaft gehörten. „Auf der Oberburg wurde zuerst durch die Herren von Juvalt um 1250, also in der Hohenstaufenzeit (1080-1268) vom ministerialen und Rittern Albrecht III von Juvalt (-1228,-39,-46,-51,), ein zweigeschossiger Palas und ein südliches Nebengebäude auf künstlich ausgeebnetem Felsboden errichtet, anschliessend wurden der dreigeschossige Hauptturm mit Hocheingang und der südliche Palas gebaut. Ein Aussenbering umschloss unterhalb der Burg eine Zisterne und einen Backofen. Im Schutt der Zisterne kamen zwei Helme aus dem 15. Jahrhundert zum Vorschein. In einer dritten Bauetappe im späten 15. Jahrhundert wurde der Turm um ein Geschoss erhöht und im Osten und Norden mit einer Wehrlaube versehen.“ [Burgenbuch Graubünden, HLS, Wikipedia] 1454 V. 9. wurde die Hochjuvalt, nicht die Indere Juvalt, vom Bischof von Chur dem Eberhard IV RINGG von Baldenstein verpfändet. 1462 wurden Burg und Herrschaft Indere Juvalt von der Erbtochter Barbara von Juvalt ihrem Schwager, dem Gauner Pedrut von Wannis für 500 Goldgulden verkauft. Die Passagen in „ Times New Roman“ sind aus dem HLS, Wikipedia, Burgenbuch Graubünden , diejenigen in Arial entsprechen Korrekturen und Ergänzungen vom Author. 4. PATRONATSRECHTE Die Familiengruft und die Collatur des Altars Corporis Christi in der Crypta des Churer Dom. Als adelige Ministerialen des Fürstbischofs von Chur besassen die Friien von Juvalt in der Krypta unter dem Hauptaltar im Churer Dom einen familieneigenen Altar, Corporis Christi, vor dem ihre Familiengruft lag. Fortunat von Juvalta hat in seiner "Kurze Anzeigung der Herkunft und Adels, des Stammes von JUVALT" von 1642, (aber erst 1777 bei Andreas und Bernhard Otto, Chur von Petro Dominico Rosio a Porta ausgegeben) folgendes aufgeführt: "Das die von Juvalt eines alten Adels gewesen seyen, gibt genugsame Anzeigung das deren in den alten Urbarien, Rödlen, und andern Documenten der Bischöflichen Stift Chur oft und viel meldung, geschicht, und ist auch fürnemlich aus diesem abzunehmen, das sie in der Thumkirche zu Chur ihren eigenen Altar, und vor dem Altar ihr Begräbnis gehabt; darzu sie einen Caplanny gestiftet. Hat darzu gehört der Weingarten in der Ebne unter der Hofkirchen zwischen dem Mülbach und Felsen gelegen, samt einem andern Weingarten hinter S. Luci, und etlichen anderen Renten. Der Altar ist CORPORIS CHRISTI in der Cruft genamset, mitten in dem finstern Gewölb under dem Chor, ist ongefehr vor 25 Jahren [1617] das Juvaltische Wapen an der rechten Seiten des Altars an der Maur, worin wenig leuchtere hat, gestanden; seithero haben die Thumbherren daselbst einen eisernen Gattern den einen Altar damit einzuschliessen machen lassen, dardurch das Wapen hinweggekommen. Zu diesem Altar oder Caplanney haben die von Juvalt Ihnen das JUS Patronatus behalten, und jederzeit gebraucht und geübt."(Fortunat von Juvalta, Anzeige…) Wie die Zuozer Juvalta im "kontinuierlichen Posess der Collatur und Juris Patronatus der Caplaney des Altars " gekommen sind bleibt unbekannt. Adam von Juvalta hat 1487 das Lehen und Juspatronatus, nach dem Tode des letzten Caplans, Herrn Bonigarden, vom Stift für sich beansprucht, da das Lehen "mit vollem Rechten mir zustehet und gehört", und auch übernehmen können. Das Lehen wurde dann von seinem Sohn Gilli von Juvalta, dann von Gillis Sohn Cuonrad, danach von Conrads Sohn Wolfgang, Fortunats von Juvaltas Vater weiter geerbt. Aus diesem "kontinuierlichen possess der Collatur" füsst Fortunat von Juvalta den Beweis dafür, dass die zuozer Juvalta durch "die Succession des Stammens, Namens und Wappens deren so die Caplaney gestiftet bis auf die jetzigen Juvalten abzunehmen" sind, also, dass die Zuozer von Juvalta von den Domleschger Friien von Juvalt abstammen - was genealogisch trotz oder gerade wegen den phantasievollen Genealogien von Fortunat von Juvalta, Bucelin und Peter D. Rosius a Porta, nicht beweisbar ist. 5. Ehaftsrechte Wir wissen nicht ob sich im später benannten.Weiler zum rothen brunnen eine Badstube befand. Urkunden erwähnen das Bad Rothenbrunnen erst im 16. Jahhundert: 1566.V.4 Heinrichett PLANT von Zutz verkauft seinen Anteil am Bad zum Rothen Brunnen dem Hans WILHELM von Feldis.Die einzige Tochter des Hans WILHELM von Feldis, Nesa (Agnes) verehelicht sich Anno 1566 mit Schreiber und nachmaligen Ammann des Hochgerichts Ortenstein Johann II de CAVIEZEL, wodurch (ein Teil) des Bades zum Rothenbrunnen in die Familie Caviezel kam (HC S 116). Erwiesen sind die (obere) Mühle im Tomilsertobel „seit altersher im Besitz des Schlosses*, ein Backhofen und eine Schmiede in Tomils und vielleicht auch eine Taverne. Am Fusses der Burg, die indere Juvalt lebten die spätereen Herren, vielleicht schon Rudolf I aber sicher sein Sohn Rudolf II auf einem Hof mit Hofstatt, Gadenstatt, Ställe, Aecker, Wiesen und ein Weingarten. 6. Zinsrechte und Zehnteneinkünfte flossen aus den verpfändeten Bauerngütern auf dem Scheider Berg und aus Tomils, aus dem Engadin (Fischrechte, Pulment und Käse, Lämmer), dem Oberhalbstein (Frauenerbe oder Mitgiften der Ritter von Marmels), dem Schanfigg (Frauenerbe der Ursula von Unterwegen, darunter eine Burg (Cavaraissen ? Unterwegen ?) ), dem Schams, Obervaz (praedium de Vazzis 1159), und aus der Stadt Chur (Häuser, zwei Weingarten, Wiesen und Aecker)

4. FAMILIENGESCHICHTE In der Hohenstaufenzeit (1080-1268) wanderte ein Teil des hohen und niederen Adels aus Schwaben in Churrätien ein und gründete an die siebzig deutsche Burgen vorwiegend entlang der Reichstrasse nach Italien, die es galt zu schützen und offen zu halten. Churrätien war damals noch fast ausschliesslich von Rätoromanen bewohnt. Die von Juvalt gehören mit den von Lichtenstain- Haldenstain, von Ruhenberg, von Aspermont, von Rhäzüns, von Tinzen, von Marmels, von Castelmur und dem obeländischen Adel (von Sagogn, von Montalt, von Belmont,/ von Castrisch, von Wildenberg, Frauenberg, Greifenstein, …) zu den deutschen Vasallen des Kaisers, später des Reichsfürstbichofs von Chur. Sie wurden mit der Kontrolle der Reichstrasse beauftragt, weshalb ihre zwei Burgen Teil der rechtsrheinische staufischen Burgenkette an der Reichstrasse gehörten. Die Familie von JUVALT (sotsilvan: Giuf aulta = hoher Joch ?) wird zum ersten Mal 1123 mit Siegfried [I] von Juvalt dokumentiert [Note von Wolfgang von Juvalta im Verzeichnis des Necrologium Curiense]. Ums Jahr 1100 war die überwiegende Mehrzahl der rätischen Adelsgeschlechter von der urkundlichen Überlieferung noch gar nicht erfasst. Die Juvalt erscheinen unter den allerersten in den churrätischen Urkunden, und zwar schon mit verschiedenen Aesten. Im Mai 1149 treten Siegfried I von Juvalt und seine Söhne Albrecht I und Sigfried II als Zeugen ("boni viri") vor dem Vogtgericht in Chur auf. Am 19 Mai 1150 stirbt im erwachsenen Alter sein Sohn Albrecht [I] . Siegfried I lebte unter Bischof Conrad II (1122-1150) und schenkte den Domherren des Hochstiftes Chur sein bischöfliches Lehen in Rodels. Albrecht, der bereits Güter zu seinem Seelenheil gestiftet hatte war also mehr als 14-Jahre alt (Volljährigkeitsalter im hohen Mittelalter) als er starb.Sigfried I von Juvalt starb am 22 Februar 1159 (Abschrift von Can. Johann Peter Zarn des Necrologium curiense, inzwischen veschwundene Blätter und Hefte enthaltend) 1.Herkunft Die ersten dokumentarisch erfassten Herren von Juvalt tragen bis zu ihrem Aussterben im 1462 ausschliessich süddeutsche Vornamen (Siegfried, Albrecht, Arderich, Hermann, Ulrich, Heinrich, Friedrich, Cuonrad, Swigger, Egilolf, Berchtram, Ruodolf. Sigfrid ist ein seltener Vorname unter den frühen rätischen Adeligen. Die Frauen aus dem Stamm heissen Amalia, Anasthasia, Anna, Barbara (3 an der Zahl), Berchta, Elisabeth, Gisila †1159, Gisela † 1199, Guta, Margaretha, Ursula (3), Verena. Bei vielen edelfreien Adelsfamilien fehlen zuverlässige Beweise ihrer dynastischen Herkunft. Desto alter ein Geschlecht umso schwieriger ist es Adelsurkunden zu finden. Adelsurkunden konnten in späteren Jahrhunderte von Kaiser und Könige sogar geldlich erkauft werden. 2. Adelstitel Die Edelfreie von Juvalt werden stets als milites (Ritter) bezeichnet, oder treten unter den Rittern auf, was für friie Adelige die Norm war. Nach Carl Freihherr von Schreckenstein (Ritterwürde und Ritterstand S. 157) werden in Urkunden die milites unmittelbar nach den nobiles und vor den ministeriales aufgereiht, und waren als freie Vasallen der Fürsten, Grafen usw. zu betrachten. Ein miles konnte Ministeriale werden, ein niederadliger Ministeriale aber noch lange nicht miles. Unter nobiles mit dem Titel dominus verstand man, nach Georges Duby (La société chevaleresque. Hommes et structures du Moyen Âge Flammarion 1988 p.74-75 ) diejenigen Adeligen,welche über die potestas zu Befehlen (ein Heer) und zu Strafen (Hochgericht) verfügten. Die Friien von JUVALT besassen zwei Burgen und die Herrschaft Juvalt als Alodialgut.Sie besassen Hörige (Eigenlüüt), hatten ihre Familiengrube im Churer Dom, und das Patronatsrecht des Altars Corporis Christi, in der Crypta unter dem Hauptaltar des Churer Domes. Warum hatten sie das hohe Gerichtsamt nicht inne ? Weil sich die Vazer im Domleschg als bischöfliche Pfand und Leheninhaber eingenistet hatten und die höheren Ämter an sich gerissen hatten. Ihnen fehlte auch die potestas zu befehlen ausser wenn sie als fürtsbischöfliche Vizdume im Domleschgs beidseits des Rheins wirkten. Sie hatten also alle Prärogativen der Friien (was heute als Freiherren bezeichnet wird). Die "Freiherren" von Belmont, der "Freiherr* von Rhätzüns bezeichneten sich selber stets al Friie und nicht al Freiherren, ein Titel der lange nach dem Aussterben der Sagens, Belmont, Montalt, Aspermont, Rhäzüns, Vaz, Werdenberg und Juvalt in Rätien unter den Emporkömlingen modisch wurde.

3. Die bischöflichen Ministerialen Beim Rechtsstreit der Kirche von Chur mit denen von Castrich [die friien von Belmont] um die Leibeigene Guta von Zizers, traten 1149 Siegfried I von Juvalta und seine Söhne Albrecht I und Sigfried II vor dem Vogtgericht zu Chur als Zeugen (boni viri Fr. juges de paix)) und nicht als Ministerialen auf. Erst 1160 März 25 traten Sifridus II von Juvalt, et alter Sifridus (Siegfried II mit seinem Sohn Siegfried III, da Sigfrid I am 22 Februar 1159 gestorben war (Eintrag in der handschriftliche Kopie des NC von Johan Peter Zarn ) als Ministerialen des Fürstbischofs auf, als Ulrich III von Tarasp der Kirche Chur Dienstleute (unter welchen Andreas I von Marmels und seine Schwester Mathilda) schenkte.(BUB I Nr 341) « In den folgenden Jahrhunderten erscheinen die Herren von Juvalt noch zahlreiche Male in den Urkunden.“ (schreibt knapp aber dürftig das neue Historische Lexikon der Schweiz). Die bischöflichen ritterbürtigen Ministerialen aus der Familie spielten eine zunehmend wichtige Rolle im Dienst des Fürstbischofes, des Hochstiftes und später des Gotteshauses, als Domherren, kirchliche Stifter, Zeugen, erbetene Siegler, Vermittler, Verhandlungspartner in hohen und niederen Geschäften, als Käufer und Verkäufer, Vetragspartner, Erben und Erblasser, kaiserliche Richter, Pfalzrichter, Gesandten (1399 unter den Schwäbischen und Rätischen Rittern von der Zimmerschen Chronick aufgezählt), Vögte und als Vizdume im Domleschg beidseits des Rheins (Eglolf II, sein Bruder Friedrich II und Eglolfs Sohn Rudolf I) .Als Vertreter des Gotteshauses (Eglolf II, 1367 zur Absetzung von Bischof Peter von Kuonice genannt Gelyto (Wurst). (BUB VI Nr 3575) „ich Egloff von Juualt fürm mich vnd all gotzhuslut in Tumlaesch vnd in Schams..“

Ministerialen und Vizdume Sigfried II (-1149-1160-) Sigfried III (-1160--1170 im Vinchgau) Albrecht III (-1222-1251) Eglolf II (-1352-1406) Burggraf auf Rietberg , Vizdum im Domlechg beidseits des Rheins 1189-1406. Friedrich (1340- 63,1409) Vizdum ibidem 1406-1409 Rudolf I (-1379-1440-) Vizdum ibidem 1409-1413 Rudolf Schuoler von Castelmur (Schwager von Rudolf I von Juvalt) 1414- 1428-1432 Schwicker (Schwiggli) Schuoler von Castelmur, Sohn von Rudolf und Amalia von Juvalt, 1433 -1443, danach Vogt auf Strassberg 1443-47 Kaiserliche Richter Ritter Ulrich I (1170, 1192- 1210, 1219 quondam 1252 = gestorben zw 1219 und 1252) -1170 Mai 15 in Mengen (Würtemberg) vor Kaiser Friedrich I -1192 in Hagenau (am kaiserlichen Hof), -1210 als Kaiser Heinrich VI erklärt, dass die Grafschaft Chiavenna dem Herzogtum Schwaben gehört; -1219 beim Friedensvertrag zwischen Schams und Chiavenna -1219 17-18 August in Como beim Friedensvertrag zw Bischof von Chur und Stadtstaat Como Heinrich II (Sohn des obrigen) (1194-1219 1232) in Como Friedrich I (Bruder des Heinrich II) 1219 in Como, 1208 am Ritterturnier in Friesach Richter des Pfalzgerichts zu Chur 1395 Eglolf II und sein Bruder Friedrich II (Codex Dipl Mohr IV Nr 190)

Haben die Friien von JUVALT an den Kreuzügen teilgenommen ? ________________________________________________________________________________

Aus : Bucelin G. Rhaetia Chronologica S. 243 des Originals (ab Google abladbar). Die SALIS waren Anno Domini 1188 noch nicht nach Rhätien immigriert ! ________________________________________________________________________________ Aus den gefundenen Dokumenten geht nicht hervor, ob die Ritter von Juvalt an die Kreuzzüge teilgenommen haben, oder einzelne eine militärische Karriere eingingen, z.B als Söldnerführer für die deutschen Könige oder ab 1160 für den Fürstbischof von Chur . Sie scheinen als Vasallen auch an keine der Fehden teilgenommen zu haben, die gegen ihren Lehensherren den Kaiser und den Fürstbischof von Chur gerichtet wurden.In der Fehde von 1352 zwischen den Herren von Werdenberg-Sargans, Erben der Wildenbergischen Güter, einerseits und den Herren von Belmont, Montalt Rhäzüns und Sax anderseits haben sich die Friien von Juvalt weder für die eine noch für die andere Partei erklärt.. In der Schamserfehde wurde die Burg Hochjuvalt von den puuren gebrochen, sie gehörte aber seit ~1334 nicht mehr den Herren von Juvalt, sondern den Herren von Rietberg und seit 1352 durch Weiterverkauf dem Fürstbischof von Chur. Der Inderen Juvalt aber, auf welcher die Herren seit 1250 sassen, wurde (das wir wissen) kein Schaden zugefügt. In den Urkunden treten die Ritter und Ministerialen von Juvalt fast regelmässig unmittelbar nach den nobiles und vor den Ministerialen aus dem nichtritterlichen Adel auf. Dafür, dass sie zum Hochadel gehörten, spricht die Tatsache, das sie auf eigenen Burgen sassen, (welfisches oder staufisches) Reichslehen, bzw Allodialgut im Domleschg, sowie vererbte Güter oder bischöfliche Lehen in Chur, Samaden, im Schams, in Flims, im Oberhalbstein, im Engadin. Sie besassen leibeigenen und grundhörige Bauern, ferner das Patronat des Altars Corporis Christi und ihre Familiengruft in de Crypta des Churer Domes, ein Privileg, dass nur dem ritterbürtigen Ministerialenstand gewährt wurde. Und gegen die abschätzige Ansicht des P.C. Planta im neuen HLS wirkten sie auch extraterritorial in landesherrlichen Ämter, z.B. als kaiserliche Richter, in den Schwäbischen, Elsässischen, Oesterreichichen und Italienischen Teile des Reiches. Ulrich von Juvalt (-1170-1190,-92, -94 -1210,-19, -24 miles, -27,-28, 1237- ,quondam 1252-) war am kaiserlichen Hoftag zu Hagenau (Elsass) vor Kaiser Friedrich I Barbarossa (Regierungszeit 1152-1190) sowie in Chur als kaiserlicher Richter zugegen, als Kaiser Heinrich VI mit seinem « mobilen“ Hof und seinen beiden Brüdern (dem Herzog von Schwaben und dem künftigen König Philip) sich auf dem Weg nach Sizilien machte, um sich, nach seiner Heirat mit Königin Constance de Hauteville, als König von Sizilien krönen zu lassen. So waren ferner 1219 beim Friedensvertrag zwischen dem Churer Bischof und dem Stadtstaat Como Ulrich (hier oben) und seine Söhne Heinrich (-1219-1232-) und Friedrich I von Juvalt (-1208-19,-1253-) zugegen und zwar als bischöfliche Richter: "Item convenerunt , ut nullus homo Curiensis episcopatus debeat dare iura et actiones alicui homini Cumani episcopatus ... exceptis Onrico et Federico fratribus de Ziualto, qui possint facere et constituere procuratorem quem voluerint de episcopatu Cumano". Im Jahre 1367 erhebt sich Eglolf II von JUVALT "für mich vnd all gottslút in Tumlaesch vnd im Schams" und den Vertretern des Domkapitels, der Ministerialen, der Bürger der Stadt Chur und aller Gotteshausleuten gegen Bischof Peter von Kuonitze genannt Gelyto. Sie beschliessen, ohne ihr Einverständnis keinen weltlichen Pfleger des Gotteshauses anzunehmen, so lange Peter Gelyto Bischof von Chur sei. (BUB 3575 von 29 Januar 1367) Dieser Aufstand hat dazu geführt, dass Bischof Peter Gelyto am 9 Juni 1368 von Papst Urban V aus Chur zum Bischof von Leitomischl in Böhmen oder Mähren herauskomplimentiert wurde. (BUB 3621) Bei der Vereinigung und ewigen Bündnis zwischen dem Hause Österreich und dem Fürtsbischof von Chur, der Stadt Chur und den Tälern Bergell, Oberhalbstein, Engadin und Domleschg vom 24 Juni 1392, siegeln das Pergament Friedrich II von Juvalt (der jüngere Bruder des Eglolf II) und Hans von Marmels „für uns und ander des gotshus dienstlüt“. Hier vertreten Friedrich von Juvalt und Hans von Marmels sämtliche adlige Dienstleute des Gotteshauses.

Am 5 August 1405, anlässlich einer der unaufhörenden Fehden liess sich Herzog Friedrich von dem "Domkapitel und der Stadt Chur, den Dienstmannen des Stifts, Dietegen und Ital von Marmels, Jacob von Castelmur, Peter und Heinrich von Unterwegen, Tusch (Rudolf I) und (seinem Onkel) Friedrich II von JUVALT, Burkard von Schauenstain, Ital und Gaudenz Plant, sowie von den Bewohnern zu Oberhalbstein, Pregel [Bergel] , Engadin, Domletsch, Brägun, Taufers, Münsterthal und Wintschgau eine Urkunde ausstellen, nach welcher sie Bürgen für die Entlassung Bischof Hartmanns aus der Gefangeschaft] sein wollten, unter der Bedingung] daβ Bischof Hartmann die beschworene Urfehde und das Bündnis halte, widrigenfalls sie ihn nicht mehr als ihren Herrn anerkennen würden" (J.R. von Vanotti, Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg. Constanz 1845 S. 296). Die späteren Juvalter treten in diesen zwei Urkunden als Vertreter des unseligen Gotteshausbundes auf, der zur Kontrolle wenn nicht gar gegen den Fürstbischof von Chur enstanden und aufgerichtet wurde.

4 Der Heiratskreis der Herren von Juvalt. Leider erscheinen die Gattinen in Dokumente und Genealogien der Zeit nur ausnahmsweise ,wenn sie Erbtöchter waren, eine Jahreszeit stifteten, etwas kauften, verkauften oder einem Kloster verschenkten, oder wenn sie in einer der Familiengrüfte im Churer Dom beigesezt wurden (Amalia von Juvalt † 1452) . Die Friien von Juvalt waren mit den von Marmels , von Haldenstain / Lichtenstain, von Mohr, von Unterwegen, von Schauenstain, von Stain auf Baldenstain, von Valendas, von Castelmur, von Fontenâs, von Heidelberg, von Lumerins, von Castelberg, de Salis Soglio und Planta verschwägert. Es gab aber auch mésalliances z.B. mit den Maiern Demont, dem Uoli Faltzüllen aus Stalla, einem Churer Bürger Pagan Patte, dem Gaunern Pedrut von Wannis, Ehegemahl der Ursula von JUVALT und Käufer der Herrschaft die indere Juvalt , welchem seine Besitzungen im Gericht Tomils, wo er ansässig war, verhaftet wurden, weil er zwei Frauen, Ursula Balin von Stalla und Anna Weber von Tomils zum Diebstahl angestiftet hatte. (StAGR A I/5 Nr 39 vom 18 August 1469; StAGR A I/5 Nr 40 vom 13. Dezember 1469; Zur Sache : Liver in JHGG LXI (1931) S. 228) Die Töchter von Juvalt verzichten oft auf ihre erblichen Rechte oder Anteile zu Gunsten ihrer Brüder und männlichen Erben. So verspricht am 20. Februar 1348 Chur (BUB V 2898) Ursula von JUVALT die 40 Mark Morgengabe von ihrem Gatten Pagan Patte, Bürger zu Chur, und alle ihren sonstigen Güter ihrem Bruder Albrecht VI von Juvalt (-1331-1348- 1369 tot) nicht zu entfremden (Verzicht oder Mannsvorteil ?). So auch Guta, die Tochter des seligen Albrechts VI von Juvalt, Gemahlin Rudolfs von Schauenstein Ehrenfels und Mutter des Hans von Schauenstein, verzichtet 1369 Dezember 20. (BUB VI, 3672) für sich und ihre Erben auf ihre Erbansprüche von väterlicher und brüderlicher Seite „oder ander sipptayli des stamps von Juualt „ „diewil man und knaben in minem geschlaecht Juualten sint“ . In diesem Document erklingt der adelige Stolz auf das eigene Geschlecht. 1392 musste Luteria Planta, Erbtochter des Conradin Planta von Zuoz dictus marmorera ,weil er mit einer von Marmels verheiratet war und Gattin des Rudolf I von JUVALT, die Hälfte ihres beträchtlichen väterlichen Erbes ihren Onkeln Hans und Ytel PLANTA überlassen. In diesem Fall handelte es sich um eine reine captatio ereditatis, die von Rudolf I von Juvalt anstandslos akzeptiert wurde, da er das Dokument besiegelt haben soll

5. Die Ritter vom St.Georgenschildes 1385. JUVALT, Brandis, Matsch, Schauenstain, Thumb, Rietberg, Ringg …waren Mitglieder der Ritterbruderschaft des Hl. Christoph und der Hl. Katharina auf dem Arlberg zum Schutz der Reisenden. Ihre Wappen sind im Buoch der Bruderschaft abgebildet. (K u K Hof- und Staatsarchiv Wien; Ströhl : heraldisches Atlas) 1392 Eglolf II, sein Bruder Friedrich und Eglolfs II Sohn Rudolf I treten 1392 (Zimmerische Chronik) unter den Freiherren von Rhäzüns, von Sax, den Herren von Marmels, von Schauenstein, und zahlreichen schwäbischen und oesterreichischen Grafen, Herren, Ritter und Knechte, als Ritter vom St Georgenschilde auf.

6. Die Domherren aus dem Hause Juvalt im Hochstift Chur Es ist nicht sicher auszuschliessen, dass der Churer Bischof UUALTO (820-840) nicht einem Waldo, dem Schwestersohn des Bischofs Salomon von Ramschwag (905-919) zugleich Abt von Skt Gallen und Bischof von Konstanz, sondern einem JUALTO entspricht, was die Präsenz einer bereits breit verzweigter Familie schon Anfangs des 12. Jahhunderts um den Churer Hof erklären könnte. Im Hochstift Chur erlangten die Domherrenwürde vier Mitglieder der Juvalt :mit Domherrn Heinrich († 1192), Domherr Albrecht II ( -1229-) Dompropst und Domcustos Ulrich III (-1237 † 26 November 1255) und seinem Neffen Domherr Siegfried V (-1236- † 18 Oktober 1258) Domherr Ulrich hatte offenbar eine bedeutende Stellung am bischöflichen Hof.1242 wurde er zum Dompropst erkoren, aber –wahrscheinlich wegen seines undiplomatischen Verhalten und Tun als vom Erzbistum Mainz beauftragten Richter (iudex delegatus a sede Maguntina) im Streit zwischen dem Kloster Sankt Gallen und dem Zisterzienserinnenkloster Oberried um emphyteeutischen Besitz in Norsingen (er hatte die Exkomunikation der Aebtissin und sämtlicher Nonnen erwirkt), wurde er zum Domherr zurückversezt, und einige Jahre später zum Domcustos wieder befördert. Ulrich von Juvalt, der jüngere Bruder von Eglolf II und Friedrich II, wurde 1363 von seinen Brüdern ins Kloster Churwalden mit einem Leibgeding gesteckt. Die Clausel im Donationsbrief, die besagt, dass falls Klosterherr Ulrich sich den Klosterregeln nicht unterwerfen würde, er auf seinem Leibgeding hätte verzichten müssen, lassen erahnen, dass er nicht ganz freiwillig in den Orden eingetreten war. 7. Die Gentleman farmers Nicht alle Juvalt waren bischöfliche Ministeriale. Einige lebten von den Einkünften ihrer Herrschaft nicht nur aus dem Domleschg, sondern aus dem Oberhalbstein, dem Engadin (jährlich 350 Fische aus dem Silsersee, Schafe und Käse aus Samedan, Pulment (Käse und Butter) aus der Alp. Ferner Heu, Korn, Mehl aus der Mühle im Tomilser Tobel, Wein, Öl, Pfeffer, Salz, Schweine, Wild, Tuch und sogar Handschuhe) die aus Lehen, Zehnten und Gülten einflossen. Nach dem Verkauf der Feste Hochjuvalt und des dazugehörigen Zehnten von Scheid, wurde es offenbar aber, in was noch von der Herrschaft übergeblieben war, eher karg, zumal bei jedem Generationswechsel die Güter unter den Brüdern geteilt wurden –was zum schnellen Untergang der Herrschaft führte. Albrecht IV oder V von Juvalt war offenbar Viehändler in Bormio (1251-58) Eglolf I von Juvalt war nicht Ministeriale und hat keinen öffentlichen oder bischöflichen Amt übernommen.Vor 1334 hat er die Feste Hochjuvalt mitsamt dem Zehnten von Scheid den Herren von Rietberg verkauft oder verpfändet.Wir wissen nicht für vieviel Geld, und was er mit dem Geld gemacht hat. So stritten sich bereits 1342 die Brüder Albrecht VI und Berchtram ( lat. Bartholomeus), Söhne des Eglolf I von Juvalt wegen ihres Erbes und ein fünfköpfiges Schiedsgericht beschloss, dass die Burg [Indere] Juvalt „mit Lüt und Gütern dem Albertus gehöre, dem Bartholomäus aber die Zehnten und die Gülten“. Der Sohn Albrechts VI, Eglolf II von Juvalt war mit Ursula von Unterwegen, Tochter des Rudolf von Unterwegen (-1365-72-) Herr auf Hohenklingen, und der Anna von Übercastel verheiratet, die ihm Besitze im Schanfigg und im Rheintal einbrachte. Ab 1384 (CD IV,77) wurde er Burgherr auf Rietberg und Fürstenau und 1389 Viztum im Domleschg beidseits des Rheins, an Stelle vom Friien von Rhäzüns, der versucht hatte das Vitzumamt an sich durch Kauf zu reissen. Ihm folgten im Viztumamt sein Bruder Friedrich II (1406-1407) , und nach dessen Tod, sein bevorzugter Sohn Rudolf I (1407-1413) Das Viztumamt wurde sodann dem Schwiegersohn Rudolfs I von Juvalt, Rudolf Schuler von Castelmur (1413-1432) übertragen der die Tochter Rudolfs I, Amalia von Juvalt geheiratet hatte, und danach, deren Sohn Schwigger (Schwigckli) Schuler von Castelmur ab 1432 bis 1437 als er Vogt auf Strassberg bis 1446 wurde. Bei der Erbteilung der Söhne Eglolfs II, Rudolf I und seines Bruders Egli (Eglolf III der Jüngere) von Juvalt ,"mit willen und gunst...unser lieben vatters Eglolf [II] von Juvalt" im Jahr 1388 erhielt Rudolf I die vesti genannt [Indere/Innere] Jufalt und die dazugehörige Herrschaft [Wartmann 103]. Seinem Bruder Eglolf III wurde lediglich Anrecht auf die Güter zugesprochen, die seine Mutter Ursula geb. von Unterwegen bei ihrem Tod hinterlassen würde (insbesondere ein Gut in Vaz und eine namentlich nicht genannte Feste im Schanfigg (Unterwegen ? Calfreissen ? ) Eglolf III muss diese Güter nach dem Tode seiner Mutter Ursula ererbt haben, da beim Verkauf von Herrschaft und Schloss Juvalt 1462 diese Güter nicht mehr erwähnt wurden. Rudolf I von Juvalt, nachdem es 1392 den Gebrüdern Hans und Ytel Plant gelungen war die Hälfte der beträchtlichen Erbschaft seiner Gattin Luteria Planta, Erbtochter des wohlhabenden seligen Ser Conradin Planta von Zuoz an sich zu reissen, hatte Mühe dem Hans dem Aelteren von Valendas die Heiratssteuer seiner Schwester Verena auszuzahlen. Er musste erdulden, dass seine jüngere „liebe Schwester“ Barbara einen gemeinen Aufstreber, Uoli Faltzüll [Vassal] gebürtig von Stalla [heute Bivio], heiratete. Immerhin wurde dem Uoli Faltzüllen die Burg Hochjuvalt und die dazu gehörenden Zinsen zu Scheid 1423 vom Bischof von Chur pfandweise verliehen „wegen die Unkosten die er bei der Verteidigung der Churburg gegen die Vögte von Matsch erlitten hatte“. Der Bundesbrief des Tales Domleschg von 29.September 1423 verlangte, dass „junkher ruodolf von Jufalt und sin erbn mit der vesty der nider Jufalt, Junkher herman von Ehrenfels und sin erben mit siner vesty erenfels, Junkher Wilhelm vom stain… mit siner festy baldenstain“ im Kriegsfall dem Bunde zur Wehr bereitstünden. In dieser Urkunde erscheint zum ersten Mal die Bezeichnung "Junker" die später für Aufstreber aus dem niederen Adel oder gar dem Bauertum in Gebrauch kam. Der Sohn Rudolfs I, Rudolf II wohnte offenbar nicht mehr auf der Burg Innerjuvalt sondern auf dem juvaltischen Gut am Fusse des Burghügels beim Weiler Rothenbrunnen in einem Haus mit Hof und Hofstätte, Weingarten, Obstgarten, Äcker und Wiesen, dem die obere Mühle im Tomilser Tobel gehörte. Die Rechte auf Teile der Herrschaft verlieh er seiner Gattin Elsine [Elisabeth] von Heidelberg zur Sicherung ihrer Morgengabe und als Wittwenrente. Er hat als gentleman farmer gelebt, ohne jeglichen politischen Amt angenommen zu haben, während dem die ländliche Umgebung –wie wir aus einer Urkunde von 1446 entnehmen- "verwilderte".(Codex Dipl Juvaltorum). 8. Konflikte und Stösse Niemals gerieten die Herren von Juvalt in Konflikt mit dem Bistum, ihren mächtigeren Nachbaren, ihren Standesgenossen oder ihren Untertanen, ausser im Fall Bischofs Peter von Kounice genannt Gelyto, als Vertreter des Domkapitels,der Ministerialen, der Bürger der Stadt Chur und aller Gottesthausleuten " vnd ich Eglolf von Juualt fur mich vnd all gotzhuslut in Tumblaesch vnd in Schams" beschlossen hatten, ohne ihr Einverständnis keinen weltlichen Pfleger des Gotteshauses anzunehmen, so lange Peter Gelyto Bischof von Chur sei, und sich verpflichteten gemeinsam für die Rechte und die Sicherheit des Gotteshauses einzustehen.(BUB 3575) .Bischof Peter Gelyto wurde 1368 von Papst Urban V zum Bischof von Leitomischl aus Chur herauskomplimentiert. (BUB 3621) Wir wissen nicht ob die Herren von Juvalt an der Schlacht bei Ems von 26.August 1255 teilgenommen haben, in welcher die guelfische Partei (Rhäzüns, Belmont, Friberg, Rialt, Orelli) eine schwere Niederlage erlitt. Am wahrscheinlichsten gehörten die Juvalt der kaisertreuen ghibellinischen Partei an. 1337 Februar 10 Rhäzüns (BUB V 2586). Walter, Christoph, Heinrich und Donat von Rhäzüns entlassen den Ritter Simon von Bärenburg (-1299-1337- ) gegen Sicherheit von 100 Mark und Stellung von zwei Bürgen befristet aus der Gefangenschaft. Simon von Berenburg „ het gesezet zven Burgen vnseren oehen voget Volrich von Maesche vmb zehen march vnd Albreht von JUUALT vmb zehen march „ Warum Simon von Bärenburg von den Rvtzünser Briider eingegerkert wurde, wird in der Urkunde mit keinem Wort erwähnt. Simon von Bärenburg war ein vazischer und bischöflicher Ministeriale. Wahrscheinlich hatte er für den Bischof von Chur und gegen die Vögte von Matsch, die "oehen" der Rhäzünser, gekämpft, und Albrecht VI von Juvalt stand wahrscheinmlich an oder auf seiner Seite.

Als die Planta Bros. Hans und Ital auf der Burg Juvalt mit ihren Ansprüche auftauchten um die Hälfte des Erbes ihrer Nichte Lutiera (Rudolfs I Gattin) für sich zu verlangen, machte Rudolf I keine Schwierigkeiten und siegelte geduldsam das unbillige (iniquus) Abkommen. Auch Rudolfs Vater Eglolf II, damals Vizdum im Domleschg beidseits des Rheins, scheint die plantanische captatio ereditatis schweigend geduldet zu haben. Eglolf II von Juvalt verglich sich mit Ulrich vom Stain, welcher Anna von Fontenâs, die Wittwe seines Sohnes Andreas -1389- von Juvalt, geheiratet hatte, indem er der Anna alle ihre durch ihre Heirat mit Andreas zugekommenen Güter überliess. Mit den hungrigen und gefährlichen Nachbaren, den Herren von Rhäzüns, deren Herrschaft an die Herrschaft Juvalt direkt angrenzte, traten die Friien von Juvalt ein einziges Mal indirekt in Konflikt nämlich als Ulrich Brunn Anno 1387 das Vicedominat im Domleschg von Jakob Planta abkaufen wollte. Das Vicedominat hatte Elisabeth von Schauenstein, die Gattin des Jakob Planta, von ihrem Vater Rudolf (+ 20 März 1386 Necr Cur) ) geerbt. Da sie, als Frau dieses versprechende Amt nicht hätte ausüben können, daher sie es ihrem Ehemann überlassen musste, bat Ulrich Brunn dem Jakob Planta 50 Gulden an, wenn es ihm gelingen würde, die Übertragung des Vicedominats an ihm, Rhäzüns, zu betätigen. (StAGR A I/18 a(Z/I) Nr 5. Der Bischof Ministri von Ehingen konterte dieses für das Bistum gefährliche Manöver, indem er das Vicedominat seinem ergebenen und getreuen Eglolf II von Juvalt im 1389 erblich übertrug. Zur Herrschaft Juvalt gehörte seit altersher die Mühle im Tomilser Tobel. Anno 1439 IV 23 entschloss sich Graf Heinrich II von Werdenberg-Sargans, eine neue Mühle im Tomilser Tobel zu bauen. Er musste sich aber mit dem lokalen Gebieter Rudolf I von Juvalt vergleichen. Rudolf von Juvalt darf an die obere Mühle weiter bauen, unter der Bedingung dass er „ nit sol an den kenerr sumen noch iren und an dem wasser, daz in die kenerr gat, die ob der vorgenanten stras ligend und uf die muly gand, die ich gebuwen hân under der vorgenanten stras“ .Rudolf I hat offenbar den Bau einer zweiten Mühle auf seiner Herrschaft unterhalb der Strasse ohne Gegenleistung genehmigt. (Wartmann 173)

In diesen wenigen kritischen Begebenheiten erwiesen sich die Herren von Juvalt stets als verständigen, einfühlsamen, kompromissbereiten, ja nachgiebigen Akteure, ganz im Sinne der Gebote der Ritterlichkeit, welche zur Justiz und Verteidigung der Rechte anderer aber auch zur Generosität wenn nicht zur christlichen Resignation verpflichtete. So erscheinen uns, ihren Nachkommen, die Friien von Juvalt als echte, ehrliche und treue christliche Ritter grösser als viele ihrer Standesgenossen, die sich stets um neuen Besitz streiteten, dem churfürstlichen Hof Schwierigkeiten bereiteten bis zum blossen Raub (Marmels) und zum offenen Krieg, (Marmels, von Siegberg) sich des kirchlichen Habe bemächtigten, und zur Reformation übertraten, sobald es sich anbot, die ersehnten reichlichen Kirchengüter unter sich zu verteilen, noch lange bevor die infamen Illanzer Artikeln dasselbe für die aufsteigungslustigen Bauerngeschlechter und Ackertrappen zur legalen Norm machten. Die Herren von Juvalt müssen jedoch von ihren Untertanen beliebt gewesen sein, da die puuren während der destruktiven Schamserfehde die Burg Indere Juvalt und die Niedersiedlung Rothenbrunnen verschonten während dem sie die dem Bischof von Chur gehörende Hochjuvalt eifrig zerstörten.

9.Wie es zum Untergang der Herrschaft kam Die Zeit der Naturalwirtschaft neigte sich seit langem dem Ende zu und wurde mählich von der städtlichen Geldwirtschaft ersetzt, was den finaziellen Ruin, den Zusammenbruch, den Verfall, der feudalen Herrschaften nach sich zog. Sogar der mächtige Nachbar, Graf Georg von Werdenberg-Sargans auf Ortenstein, musste nach und nach seinen ganzen (im Vergleich mit der Herrschaft Juvalt) enormen Besitz (Hof und Kirchensatzt Tomils, Heinzenberg, Schams, Rheinwald, Bärenburg, Safien), dem meistbietenden ausverkaufen.

10.Verkauf oder Verpfändung der Feste Hochjuvalt an die Ministerialen von Rietberg durch Eglolf I von Juvalt „ Wie Hochjuvalt in den Besitz der Herren von Rietberg gelangte ist nicht bekannt „ schreibt selbstsicher das neue HLS Die Hochjuvalt wurde von Eglolf I von Juvalt [† < 1337 Erbteilung unter den Söhnen]] den Herren von Rietberg verkauft oder verpfändet. G.Bucelin gibt in seiner Rhaetiae chronologia das datum 1341 für den Verkauf an, und behauptet das Hochjuvalt und die Burg Rietberg von Bischof Ulrich "vendente quondam de Landau", gekauft hatte - was nicht ganz stimmt . Eglolf I war bereits vor dem 21 Juni 1340 gestorben als sich seine Söhne Albrecht V und Berchtram sein Erbe bestritten . Fortunat v Juvalta wiedergibt in seiner "Kurzen Anzeigung der Herkunft und Adels des uralten angesehenen Stammes von JUVALTA,..." folgendes Dokument vom 21 Juni 1340: (BUB V Nr 2676). "...nos [BvC Ulrich V Ribi im Amt 1333-55] ad petitionem fidelium nostrorum Alberti et Bartholomaei f[iliorum] q[uondam] Eglolfi de Juvalt contractum emtionis seu pignorationis initum inter predictum q. Eglolfum de Juvalt ex una et fideles nostros homines Curie Vicedominatus dicti de Rindberg [Rietberg] in Samadeno ex parte altra, juxta pacta in littera ipsius q. Eglolfi supradicte et conferta plenius continentur, approvabimus et confirmavimus approbamus et praesentibus confirmamus. Et in evidentia confirmationis nostrae seu petitionum praedictorum de Juvalt, sigilla nostrum et predicti Alberti de Juvalt, suo et sui fratris Bartholomei nomine presentibus sunt appensa. Datum in Zuoz AD MCCCXL, Feria IV ante festum Beati Joannis Baptiste, indictione quarta" Albrecht und Berchtram, die Söhne des verstorbenen Eglolf I von Juvalt hatten den Bischof von Chur gebeten den Verkaufsbrief oder die Wertschrift (littera) der Burg Hochjuvalt gutzuheissen und zu bestätigen, was der Bischof besonders gerne machte. Das Dokument erwähnt das Objekt des Verkaufes (em[p]tionis seu pignorationis) aber mit keinem Wort. Fortunat von Juvalta präzisiert „Herr Johann Guler schreibt in seiner Hist. folio 148, das Bischoff Ulrich [Schuldheiβ von Lenzburg genannt Ribi] von Chur die Veste Juvalt im dem Tumschleg an das Bistum gekauft habe …. "Gesagter Bischoff von Chur ist Anno 1333 zum Bistum gekommen, und Anno 1355 gestorben". Guler schreibt :" An disen bischoff wuchsen die von Oesterreich, die keinen anlass fürüber liessen passieren, alles was sie füglich konten, in Raetier und Helvetierland an sich zu bringen, umb etliche lähen ... Unter dises bischoffs verwaltung nam das bistum an einem ort zu, am andern hingegen ab. Zu nam es im Domleschg, da es hohen Juvalt (ein Schloss also genant, das seinen eignen adel dis namens gehabt an sich bracht" . Die Festen Hoch- und Inderjuvalt waren also immernoch Allodialgut derer von Juvalt, und kein bischöfliches Lehen ! Johann von Rietberg, gestorben am 5. September 1349, übergab seinen Ross und seine Waffen [zum Wert : ein Schwert = 1 Ochs] dem Hochstift Chur – der sie sobald für 54 Gulden verkaufte- (Necrologium Curiense 5 Sept 1349). Er hatte zuvor alle seine Lehen und Güter seinen Onkeln von Landenberg, neben seiner Burg Rietberg auch die Feste Hochjuvalt vermacht, obwohl seine Gattin Berchta von Räzüns noch am Leben war und er einen (legitimen ?) Sohn Johann hatte. Am 30.Juni 1352 verzichteten die Landenberg zu Gunsten des Bischofs auf die Burg Hochjuvalt um 3500 Gulden (Ämterbücher S. 13). Dies bestätigt, dass Eglolf I von Juvalt seine Feste direkt an die Rietberg und nicht an den Bischof von Chur verkauft hatte, da der Bischof die Feste eben erst 1352 von den Landenberg kaufen konnte. Die restliche Herrschaft (Indere- Innerejuvalt) wurde dann mehrmals geteilt - Zwischen Albrecht V und seinem Bruder Berchtram (Bartholomäus) - Zwischen Eglolf II und seinem Bruder Friedrich II, - Zwischen Eglolf II und seinem Sohn Ruddolf I - Zwischen Lutiera, der Gattin Rudolfs I und ihren Onkeln Hans und Ytel PLANT, wobei sie den beiden gierigen Aufstreber die Hälfte ihres beträchtlichen väterlichen Erbes lassen musste. - Zwischen Rudolf I und seinem Bruder Eglolf III, und wahrscheinlich auch mit dem früh verstorbenen Bruder Andreas. Was die Wittwe des Andreas, Anna von Fontnâs, an Juvaltischen Güter bei ihrer Heirat erhalten hatte, wurde ihr von ihrem Schwiegervater Eglolf II gelassen. - Die Heiratsverbindungen der Töchter schmälerten den juvaltischen Besitz. So mussten Albrecht und Berchtram auf ihre Einkünfte aus dem Engadin zu Gunsten Andreas IV PLANTA, dem Wittwer ihrer verstorbenen Schwester Berchta, verzichten, weil sie die ansehnliche Heimsteuer von 20 Mark ihrer Schwester nicht ausrücken konnten . Rudolf I hatte Mühe die Mitgift seiner Schwester Verena an Hans den Aelteren von Valendas auszuzahlen und seine vier anderen Schwester standesgemäss zu verehelichen. Barbara mit Uoli Fallzüll aus Stalla, dem vom Bischof von Chur die Burg Hochjuvalt verpfändet wurde, wegen den Unkosten die er bei der Verteidigung der Churburg gegen die Matscher erlitten hatte. Ursula war 1388 mit Ott von Castelberg und Anna mit Raget von Lumerins verheiratet. Dieser erhob sehr bald Ansprüche auf die Burgen Hoch- und Indere Juvalt, die aber vom Bischof abgewiesen und mit einem Säckli Goldgulden abgegolten wurden.

11.Schicksal der Burg Indere Juvalt Nach dem Verkauf (1462) der Burg Indere Juvalt und von dem was noch von der Herrschaft übrig geblieben war für 500 Goldgulden an Pedrutt von Wannis, dem Gatten der älteren Schwester Ursula durch ihre unverheiratete und gebrechliche jüngere Schwester Barbara, die Töchter von Rudolf II, dem letzten Herren von Juvalt im Mannestamm, wechselte die Burg als Pfandobjekt in kurzer Folge mehrere Male den Besitzer. So gehöhrte sie bald der Sofia Sarganserin, einer Tochter des Rudolf Sarganser, selber ein Bankart des Grafen Georg von Werdenberg Sargans auf Ortenstein, und Gattin des Ritters Marti (aus den Flimser Capolen) zum Rothen Brunnen, gefallen mit vielen anderen Bündner Hauptleute in der Schlacht bei Hohensiena (1554). [Siehe Chronik des Wolff von Capaul (1473-27.11.1563) in „ Bündnerisches Monathsblatt“ 1920 Nr 5. S 135-149), und die Artikel über die bei der Schlacht gefallenen Bündner Offiziere im selben Bündnerischem Monatsblatt]

„ Ob und wie stark Hochjuvalt in der Schamserfehde von 1451 beschädigt wurde, ist unklar“ (HLS) . Heute scheint es doch endlich klar zu sein, dass die « thumben puuren“ sämtliche Burgen im Domleschg ausgeraubt (der Kästchen von Scheid aus Neu-Sinns mitgenommen bezeugt es !) angezündet, zerstört und z. T. abgetragen haben. Die Feste Hochjuvalt war seit 1352 bischöflich, und wurde gründlich zerstört. Nur die Burg Ortenstein durfte wieder aufgebaut werden. Hochjuvalt, Alt und Neusins (Canova) blieben Ruinen. Die Indere Juvalt hingegen scheint von der Bauernwut erspart worden zu sein – und zwar nicht weil Rudolff II ein Freund der Aufständischen gewesen wäre. Erst um 1550 wurden beide juvaltischen Burgen als Ruinen erwähnt (U. Campell). 12.Die Herrschaft JUVALT Die Herrschaft Juvalt war keine vollgültige Herrschaft , da sie wohl Grund und Leibherrlichkeit, nicht aber Führung (eines Heeres) und Gerichtsherrlichkeit besass (das Blutgericht gehörte den Vazer zu Sinns und Ortenstein, dann ihren eingeschwagerten Erben, den Grafen von Werdenberg-Sargans) und auch kein Münzenrecht wie etwa im 17. Jh die Herrschaften Trÿnns und Haldenstein. Sie grenzte im Norden an die Herrschaft Räzüns bei punt arsitscha, einer Brücke auf dem Tobel genannt Val castì, (und nicht über den Rhein), und im Süden an die verstreuten bischöflichen Lehen der Vazer, und, nach deren Erlöschen und der Heirat der Ursella von Vaz mit dem Grafen Rudolf von Werdenberg Sargans, an diejenigen der Herrschaft Ortenstein. Es war aber kein geschlossenes Gebiet sondern bestand aus verstreuten Huben, Höfen, Äckern, Wiesen, Alpen, Baum- und Weingärten, der oberen Mühle im Tomilser Tobel, einem Backhofen in Tomils, Eigenleute auf dem Scheidner Berg, in Tomils, auf dem Heinzenberg und im Schams; Fischzinse und Abgaben aus dem Engadin, Jagtrechte, Vogelmahl, „mit grund, mit grât, mit wunn, mit waid, mit steg, mit weg, mit infart, mit ußvart, mit wasser, mit wasserlaiten …“ muli, muligeschier, mulistatt, mulirecht, an agkern, wysan, an holtz, an veld, und ouch mit allen andern iren êhafftinen, rechten, frighaiten [freiheiten], gewonhaiten und gentzlichen mit aller zuogehgoert, so denn thains [keines] wegs zuo dem êgenanten schlos Jufalt und den guetern, als vorstât, gehoert, gehoeren sol, kan und mag von bilichem oder von rechtz wegen“ Dazu kamen ererbte Landgüter in Obervaz und im Schanfigg , aus der Erbschaft der Ursula von Unterwegen, Tochter des Rudolf von Unterwegen und der Anna von Ûbercastel und Gattin Eglolfs II von Juvalt, und im Oberhalbstein von den "Oheimen" von Marmels, da Albrecht VI von Juvalt mit einer Schwester des Conradin von Marmels (Vogt auf Reams 1367) verheiratet gewesen war. Eglolf II von Juvalt besass auch Häuser, Aecker und Wiesen in Chur, die er seinem „lieben Sohn Rudolf“ noch Zeit seines Lebens vermachtete. Ferner besassen die Herren von Juvalt, neben ihren herrschaftlichen Rechten und Allodialgütern, als Lehen auch Zehnten und Einkünfte aus der bischöflichen Colonie in Samaden (auf die Eglolf II und seine Brüder Friedrich und Ulrich, nach dem Tod ihres Vaters Albrecht VI, zu Gunsten Andreas IV Planta von Zuoz. Wittwer ihrer Schwester Berchta von Juvalt, verzichten mussten): 1352. I.28 (BUB VI Nr 3040) Egnolphus (Egolfo) II et eius FRATRES [filii q. Alberti de HochJuvalt] resignaverunt Zinsen (3 somas vini,11 oves,10 solidos, 8 mezanorum reditus), qui dantur anno quolibet in festo S. Johannis Baptistae nativitatis de coloniis Curiae Samadeno consignandis ad castrum de Juvalt". Aus verschiedenen Urkunden des bischöflichen Archivs (BAC), des BUBs und des Codex Diplomaticus Juvaltorum können Teile der Besitzungen rekonstruiert werden, die zur Herrschaft JUVALT im Domleschg beidseits des Rheins und anderswo (Heinzenberg, Schams, Oberland, Oberhalbstein, Engadin und Schanfigg) gehörten. So nennt BAC Urbar E Blatt 115 b : das bonum Sterzaduera zu Scheid : et tenet antiquus de Juvalt [Eglolf II der Aeltere] Item Scheiderhof giltet XX £ (Pfund) an wert. Den pauent Jufaltas lûte [Eigenleute] ze Tumilles. BAC Urbar E Blatt 136 b listet die Lehen auf, die Fridrich von Jufalt empfangen hat: Des ersten ain alp Lûsch, gilt VI £ an wert kaes. ( £ = Pfund) Item ain wisen by derselben alp gelegen, gilt IIII £ an wert Item X £ an wert korns ze Sarns von akker und von wissen Item ein zehent ze Tusens (Thusis) Item VI viertal bonan [Bohnen] ze Flyms Item die alp ze Vatz, ist gemein Item dritt halb hundert visch in dem Engadin Auf gleicher Seite folgt unter dem Titel : De feodis in Tumlaesch folgende Eintragung: Recepit in feodum Eglolffus [II] de Jufalt (unter Bischof Johannes von Ehingen) Primo de lacu Sellias (Silsersee) CC et L pisces Item de alpe Lûsch tria caldaria pulmenti (rom. Pulment: Käse und Butter) Item I pratum situm sub predicta alpe, vocatur Prâw Muliet (fette Trift),solvens IIII £ mercedis Item in Saerns [Sarens] XI £ mercedis. 1331 bzw 1352 [siehe unten] Albrecht VI (-1331-48- 1352 tot) und Berchtram (Bartholomäus) (-1331-1372-) Gebrüder von JUVALT, Söhne des Eglolfs I verpfänden an Andreas IV PLANTA (1310-1365) Zinsen aus Gütern unter anderem in Samaden aus der bischöflichen Kolonie churischer Eigenleute , für eine Schuld von 45 Mark: " die zwanzig umb sein heimsteur von unser schwester selig [Berchta] wegen, die ehewürtin [des Andreas PLANTA ] war“ . 1337 (StAGR 1137/20) Bei der Erbteilung zwischen Albrecht VI und Berchtram (lat. Bartholomeus) von JUVALT Söhne des Eglolf I behält Albrecht die Feste die Indere Juvalt, da sein Vater Eglolf I die HochJuvalt an die Herren von Rietberg verkauft oder verpfändet hatte. Berchtram erhält „ ze Rotels und ze Pasqual 9 Schilling an Wert“ . 1342. In einem weiteren schiedsgerichtlich erledigten Erbstreit zwischen Albrecht und Berchtram von Juvalt, wird im Jahre 1342 eine Wiese ze Valdonica erwähnt [Hartmann Nr 21]. Nach O. P. Clavadetscher darf dieser Flurname mit dem 1407 durch den Bischof an die Juvalt verliehene Alp am Scheiderberg (Albtunnga) [BAC Cartular E, fol. 228] identifiziert werden. Um das gleiche Objekt dürfte es sich handeln, als 1474 Janut Uli von Scheidt die Alp Waldonia am Scheiderberg, die er als Juvalter Lehen innehatte, an die Stadt Chur verkaufte.[Codex Juvaltorum, Bd III, 235 vom 8.11.1474]. Im BAC,Urbar von 1548 : heisst es : „Ruodolff von Juffalt baut ain alp, genannt Waldunga, gilt VI wert käss vnd ein vogelmal„. Auf dieser Alp stand „die hoffstat Waldoniga hört gen Jufalt“ [O.P. Clavadetscher, Rätien im Mittelalter S. 249-51]. Da der Letzte derer von Juvalt, Rudolf II vor 1449 starb, und die ganze Herrschaft im Jahr 1462 von seiner Tochter Barbara verkauft wurde, dürfte dies ein Eintrag von älteren Urkunden abgeschrieben worden sein.

1352 Januar 28 ( BUB VI Nr 3040 ) verzichten Eglolf II und seine Brüder Friedrich und Ulrich auf Zinsen in Samaden: " Egnolphus (Egolfo) II et eius FRATRES [filii q. Alberti de Juvalt] resignaverunt 3 somas vini,11 oves,10 solidos, 8 mezanorum reditus, qui datur anno quolibet in festo S. Johannis Baptistae nativitatis de coloniis Curiae Samadeno consignandis ad castrum de Juvalt" Diese Zinsen wurden sobald vom Bischof Ulrich dem Andreas IV Planta (-1310-1365-), dem Wittwer ihrer Tante Berchta († <1331) verliehen. 1361 März 16 Gräfin Vrsella von Werdenberg Sargans [geborene von Vaz] und ihr svn graf Johans …erwerben durch Tausch von dem" frommen Knecht" Eglolf II von JUVALT "dz hus vnd die hofstat ze Scheide und ain mal akers in dem aker ze Kresta ze rechtem wechsel vmb siben mal ackers gelegen ze nidrost in der Quadren [quadra romanisch : fette Wiese] ze Usche [Dusch] bi dem see" [Canovasee]. 1363 Februar 24. (CD III Nr 105 und BUB VI 3407) . Eglolf II und Friedrich von JUVALT gebrüder schenken dem Kloster Churwalden zwei Wiesen oberhalb Churwalden (Rabacasca, Praun de Girliang) die ihrem Bruder Ulrich von JUVALT, Klosterherr des Gotzhus Churwalden als Leibgeding dienen sollen. Eglolf siegelt für seinen jüngeren Bruder Friedrich der ihm daran bittet „wan ich eigens Insigels nut enhan“. Die Brüder hatten also den jüngeren Bruder und potentiellen Miterbe ins Kloster gesteck, um eine weitere Teilung der Herrrschaftsgüter zu vermeiden. 1372 [Wartmann 67] Erbteilung der Brüder Eglolf II und Friedrich von JUVALT vorgenommen durch Andreas von Marmels und Peter von Unterwegen : Eglolf II von Juvalt, erhält -"die vesti genannt Jufalt und hoffraiti, ...mit acker, wissen, und sunderlich die wissen genant Rungk (heute Runca), mit wingarten, boem, holtz, mit wunn, mit waid, ain hofstatt, ainer muoli, die von alter zuo der vesti ghoert“" -Egloff soll vorushaben iren amman von scheid, genant Hans Markadant, und des selben ammans bruedersun Hansen von Scheid, mit lib [leib] und gut, und was von ihnen kund und komen ist. (Eigenleute). Friderich von Jufalt sol ôch vorushaben iren aigenman Petern von Cresta, mit lib und guot und waz von im kund und kommen ist. Alles andere wird in fünf Teile geteilt : drei Teile gehen an Eglolf II, zwei Teile an seinen Bruder Friedrich. - Friedrich und sin elich liberben … gewalt han ze loesen die gueter, die sin …brueder Egloff umb siner mueter [eine Schwester des Conradin von Marmels] hainstur und umb sin wips [Ursula von Unterwegen] hainstur ze pfand innhât … und mag under dien fuenf tail die zwen tail loesen“ -was gult [Gewinne oder Schulden]…es si inzenemen oder uszegeben… sond su [sollen sie] … funf tail machen , und sol Egloff oder sin erben dry tail frumm [Nutz] und schaden, innemen und usgeben, und Fridrich oder sin liberben die andern zwen tail, och frumm und schaden, innemen und ûsgeben… - wenn iro oehen Berchtram von Jufalt von tod abgât, was er dann sins guete inen ze êrb hinder im lât, so sont su ôch ungefarlich funf tail ûs machen, und sol aber Egloff von Jufalt oder sin liberben dry tail beliben und Fridrichen oder sinen elichen liberben die ander zwai tail volgen… - alles husgeschierr, daz su hand, es si vehe, bettgwand oder vassmues [Hülsenfrüchte] …es si in hus, in hof oder under beslossem kalt, klain oder grôss, lutzel [wenig] oder vil, ân geverd, da sol Egloff und sin liberben …dry tail behaben und Fridrich die zwen tail innemen. Friedrich von Juvalt sezte sich nach der Erbteilung in Thusis nieder. Im 1391 wird er als Anrainer eines Gutes in Masein genannt. Er besass Güter auf dem Heizenberg und bischöfliche Hörige Im Schams. Aus einem Spruch von Bürgermeister und Rat der Stadt Zürich vom 26 Juli 1421 (Der Katalog des Bischofs Flugi vom Jahre 1645, Chur 1901 S 71) über Anstände zwischen Bischof Johann III von Chur und Graf Friedrich von Toggenburg erfahren wir, dass Friedrich von Juvalt viele Eigenleute im Schams besessen hatte :"so dann klagt sich unser herr der bischoff, wie unser herr von Toggenburg Friedrichs von Jufalt erben etwa vil ir eigen lut im Schams entwert hat. Daruf antwurte unser herr von Toggeburg, das im nicht wissent waere, das er inen iemant entwert hat" .An dieser einzigen Stelle erfährt man, das Friedrich von Juvalt Erben hatte. Waren Andres von Juvalt in Scharans und seine Söhne, darunter Janut, Vogt auf Rietberg seine Nachkommen oder die des Andreas von Juvalt ( † < 1388) und der Anna von Fontenâs ?

Juvalter Stadtbesitz in Chur 1380 Dezember 6. Chur (Wartmann 84) Eglolf von Juvalt der Aeltere [hier heisst er erstmals "der Aeltere", weil sein Sohn Eglolf III, der Jüngere, bereits geboren oder eher mit 14 Jahren volljährig geworden war] verkauft seinem „lieben sun“ Rudolf von Juvalt 10 Pfund Mailesch und einen Scheffel Gersten jährlich aus Gütern in Cur vor der Stadt, um 16 Mark, mit Vorbehalt des Rückkaufsrechts. „Dis sint du selben gueter: -zwo manmat wisen ze Kur uf Brugger wisen gelegen –und stossent an Sant Lutzier wisen;und dabi aber -zwo manmat wisen, stossent och an Sant Lutzier und an Kurwalder wisen; aber -zwo manmat wisen – stossent och an Sant Lutzier wisen und an der Schenkinen wisen; aber -ein manmat wisen – stossent an der korherren von Kur wisen; aber - ze Asina zwo manmat wisen – stossent an Gaudentzen von Canal wisen; - in Tyd ain manmat wisen, stosset an Hansen von Underwegen wisen; und - davos Casas ain halb mal ackers – stosst och an der korherren guet.

Dis obgeschriben zehen phunt Mailesch und ain scheffel gersten jaerlichs gelts us disen obgeschriben guetern hab ich dem obgnanten minem sun Růdolfen und sinen erben ze kouffen geben umb sechtzehen mark, acht phunt Mailesch fuer ie ain mark ze raitend“… „

Die Brugger Wiesen lagen westlich von Cur in der Nähe der alten Kaserne; Tyd, jetzt Titt, liegt nördlich vom Bahnhof. Die Lage der andern Oertlichkeiten wird am ehesten in der Ebene zwischen der Stadt Cur und dem Rhein zu suchen sein… Die Güter selbst, aus welchen die hier verkauften Einkünfte flossen, wurden unterm 22 April 1385 von Eglolf von Juvalt käuflich seinem Sohn überlassen (Fussnote in: Wartmann 96) „

13.01.1410 BAC: A Sp III/8n IV.01) : Erblehensrevers des Hans von Sarn und seiner Gemahlin Cecile an Burkhart von Schauenstein um Güter im Kirchspiel Sarn. 01) Ayr da mûr. Anstösser: Herr von Räzüns, Friedrich von Juvalt, Hermann v. Ehrenfels, Hans von Scheide, Hans Ringg, gemeiner Weg.... Konrad, Sohn des Eberli von Somerow, und dessen Ehefrau Elisabeth bekennen, von Kaspar von Schauenstein und dessen Brüdern Heinrich, Hans und Rudolf den Meierhof in Schauenstein mit den dazu gehörenden Gütern, nämlich drei Jucharten Acker, wo der Meierhof liegt (Anstösser: Hensli von Schauensteins Töchter Ursula und Adelheid, die gemeine Gasse, die Almend, ein Gut des Klosters Cazis), vier Mal Acker in Quadran (Anstösser: gemeine Gasse, die Allmend, der Tobel), vier Mal Acker Vinyola genannt und zwei Jucharten Acker Befrurgg genannt, zwei Jucharten Acker "ob dem Trog" (Anstösser: das Kloster Cazis, der Rhein, das Gut der Freien und St.Victors Gut), drei Mannmad Wiesen bei der Kirche St.Martin (Anstösser: der Rhein, das Gut Friedrichs von Juvalt, das Gut Hans Schuelers von Rhäzüns) und ein Mannmad Wiesen zu Schons um jährlich 10 Scheffel Gersten Churer Mass oder acht Gulden Churer Währung zu Erblehen erhalten zu haben. Am (Datum unbekannt) (StAGR: D V/37 Nr 173) verkauft Rudolf I von Juvalt seinem Schwager Hans dem Aelteren von Valendas Güter zu Feldis und Scheid für 138 Reichsgulden, und zwar Aecker und Wiesen genannt „ Melysenda, Spundatza, sül afelu, rosenazt, manewla sut und sura, zwÿschent der gresten“. Eine ausführlichere Aufzählung der verbliebenen Güter der Herrschaft JUVALT geben uns ein Lehenbrief von 1448 und 1456 und zwei Verkaufsbriefe der Herrschaft von 1462 durch Barbara von Juvalt, (die eigentliche Erbin ihres Vaters Rudolf II, da ihre ältere Schwester Ursula bereits verheiratet war, und zwar mit Pedrut von Wannis, dem Käufer des Schlosses und der Herrschaft) und durch Elsine von Heidelberg, der Wittwe Rudolfs II, welche die Güter und Rechte, die ihr ihr Gatte Rudolf als Heimsteuer und Witwenrente überlassen hatte, „an ihrem lieben Tochtermann“ dem Gaunern Pedrut von Wannis verkaufte. 1448 februar 1 [Codex Diplomaticus Juvaltorum, Band 3 S.156] Wir die nachbenempten Ursula und Barbara von JUFALT, Geschwistergit Rudolfs von Jufalts (seligen) ehelich töchtern vergehend und thund kunt alermenklichen mit disem offen brieff für uns und all unser Erben, daz wir recht und redlich, Ich Ursula mit Willen und Wissen meines ehelichen Manns und erkhornen Vogts Pedrutten von WANNIS und ich Barbara mit willen und wissen meins erkhornen Vogts Flurins Gatuken, […]bestätten einen immerwaerenden Erb=lehens gelichen und verlichen [zu] haben denen fúrnemen Tysch ULLIN und siner ehelichen Wÿb Elsen, Martins Bargaetten uos Schambs ehelihen Tochter und allen iren Erben, Ob sÿ nit waeren, unser aigen Hoff und Gütter gelegen zu Schaÿd/: die Gütter halteren an Maβ [7] Stück und ein Juchart Acker und 10 Stub Wissen, verstoβend mit Herman Basiel: Gongeruns, Gwalonga, Panwick, Gÿr Gossaw, Pagarolas, Surclavadel[s?], Danieder de plattas, Schynutta, Ploundermons, Bargas, Seras, Entsur Velden oder Sains sutt, Spondatch, Widrâwls, Widrawls pra davos, anstoβend an der Herrschaft von Sangans, und die von JUFALT [……..] Symon, Thöni, Ullÿ, Allmeinde, Flurin Gatuck, Heinrich von Plesden, Ganchen Erben, Gotthûs, Gaucken Erben, [?]schotschen, Thöni Farena, Hans Maffew, Alle mehrmals; Zins :/ gen JUFALT in unser eigen Huos zuo einem rechten redlichen Zins alle Jar und jedes Jars besuonders an Sant Martinstag oder darnach ungefehrlich zwolff Schôffel korn und ein Viertail [Striffen] Churer Mass und solches zemal unser Erben [….] von VALENDANS oder iren Erben die obgenanten zwôlff Schôffel Korn richten und geben, all die wÿl und Zÿt wir oder unser Erben nit gelöst hand, von irer und iren Erben/: […] Verkaufsrecht um 1 Mark billiger. Erbetener Siegler Petrutt von Wannis. dieser brief ist geben ze JUFALT am donstag vor unser frauentag ze Lichtmess in dem Jar seit Christi geburt Tusent vierhundert und darvor im einvierzigen und acht jahr.

1456 Februar 26 (StAGR :Codex Dipl. Juvaltorum Bd III S 174) Abschrift : Wir die nachbenemten Ursula und Barbara von JUFALT, Rudolfs von JUFALTS seligen, eheliche töchtern vergehend und thund kund allermenglich mit disem offnen Brief für uns und all unser erben und mit Urkund und krafft dis Briefs, das wir recht und redlich mit Willen und Wissen unser beiden Vögt mit Namen Petrutt von Wannis und Tschin Botten eines bestaten, immerwärenden Erblehen verlihen habendt nach Erblehenrecht denen frommen Dyschen ULLIN und Janutt ULLIN und allen ihren Erben, Ob sÿ nicht enwärend, unseren eigen Hoff und Gütter gelegen ze Schaid / : [nämlich] Duleus Longcons, Paschnairas, Flÿsch , Pawazalia, Maius, Gÿr Streil, Swarmons, Gÿr bursa, Gÿr Rasch, Guoles, Fantanas, Wallonga, Avalatz, Bentla, Clavadatsch, [G]saÿs, Surgampleÿ, Palü, Deriedas, Welldanägen [das oben erwähnte Waldoniga ?], Schleÿss, Mistrüyns, Palü Musteins, Sprüns, Dirauls, Kalgarolas, an Mass geltend : /1 Stük 5 ½ Juchart und 17 Mal Acker; 3 Stück und 28 Manmad Wisen; Anstösser: Allmeinde mehrmals, Zitzis guot, herrschaft, ihr eigen guot, Sigberg mehrmals; Ullin Sintzi, Herrschafft von Sanegans, Patalien guot , Ulrich [L]uganien, Uli Janutt[ der die Alp Waldoni(c)a von den Juvalter zu Lehen hatte] , Faliven kinder, Janugken Erben, Hans Lienharts Erben, die von [G]well guot, Ritzi's guot, H Sÿmon unser swaren guot, Ursula von Pull guot, Margaretha's Erben guot, Faliven nytt guot, Heinrich von Flerden, dem [....] Wuls von Masantz guot, [G]ratten erben, [.]ardätzen guot, Solären guot, Galtenhaus, Trÿnserr Erben guot, Christoffels [...] guot, Wilhelm Jacum guot, Jan Berben Erben, Sant Diepold guot, Jan frener guot, Preta Maffurinen guot. [das Wort guot wird in der Abschrift Wolfgangs von Juvalta durchgestrichen]. […] unlerserlich Das Gut Flÿsch hat wahrscheinlich der Familie Flysch von Scheidt gehört, welche seit Altersher auf dem Scheidnerberg lebten und nicht erst zur Zeit der Reformation mit Ammann Pargetzi Caflisch von Trÿnns,dem es gelungen ist die Reformation in Schied einzuführen. Die Flysch waren keine Eingelüt der Herren von Juvalt, der Vazer oder der Werdenberger da sie friie Walser waren.Das weiss ich von meiner Mutter Elsine, die eine Flÿsch war. 1462 März 11 [Wartmann 198] die "edle junkfrow Barbara von Jufalt "wylent junkher Ruodolfs [ÏI] von Jufalt sailigen elichen tochter" verkauft mit Zustimmung ihrer Verwandten (Hartmann Planten, Albrecht und Hannsen von Vallendâns gebruedern, Hannsen Wasellen und siner geswystrigen , Hannsen von Mundt und siner elichen frowen ...der êgenanten unser vogttochter elichen vetern, basen und gegenschwaegeren, und andern iren naechsten und angebornen frúnden".." ) dem junkher Petruten von Wannis... die indern Jufalt daz bergkschlos, darzu dise nâchgeschribne stuk und guetere gehoerend: - item huß und hofraite unter dem selben schloß Jufalt gelegen, und darzuo den infang daby gelegen und dadurch die lantstrâs gât, stost oben an Scheider guot, vorzuo an unsers gnaedigen herren von Chur [dem Churer Bischof oder dem Gotthus Chur ?] guot und sust allenthalb an die gemainen waid; -item ainen vierdentail des zechendes zuo Tummils gelegen, als denn der jaerlich zuo zyten, als sich daz geburt [so wie es sich gebührt], an lemmern, an win und an korn vallet; - item die muli in Tumilser tobel gelegen, gilt jaerlichen acht schoeffel gerstenkorns zuo rechten zinse; - item dru manmad wysun, genant Brada Bottes, amm Rin gelegen, -stosent oben an des gotshuss von Chur guot und sust allenthalb an die gemeine waid ; -item nuntzehenthalben schoeffel gerstenkorns ewigs zinns, so wylent Hannsen Valwen sailigen erben von irem innhabenden hofe zuo Scheid gelegen zu geben schulding und die denn mitsammpt den obgenanten drin manmad wysun umb ain summ geltz verpfandschaftet sind dem êgenanten junkher Hannsen Wasellen und sinen geswystrigen, nâch inhalt irs pfandbriefs. -item ain stuck agkers, ouch daselbs gelegen, -stost allenthalb an den gotzhuss von Chur guot; daz erstgenant stuk akgers und ouch die obgenanten gueter, ußgenomen die êgenant pfandschaft, als vor stât, sind alle ledig aigen und von menglichem unverkumbert; [also Allodialgut der Friien von Juvalt] -item zwaig mannmad wysun, genant Mardernella, hât yetzent Hainrich Pfluder umb ainen pfandschilling inn, ouch lut sins pfandbriefs – stost hinden an den bach, unden, oben und nebenzuo uff an die gemainen waid -item ain stuk akgers gelegen an dem berg, als man gen Scheid gât -item zwaig viertal gerstenkorns ewigs zinss ab Gregoris von Scheid hus und hofstatt, und waz zu dem lechen [Lehen] gehört, jaerlichen gânt und gân sollent ; -item die subenthalben schoeffel gerstenkorns zinns, so wylent Eglis Latugken erben von irem innhabenden hofe zuo geben schuldig sind und die denn frow Ursula Plentin umb ain summ geltz verpfandschaftet hât, nâch lut irs besigelten pfandbriefs -item die zwen schoeffel gerstenkorns ewigs zinss, so Disch Uely von sinem innhabenden hofe zu geben schuldig ist und die ouch der êgedachten frow Ursulen [Plentin] umb ain summ geltz versetzt worden sind -item und ain viertal waißen, so ouch uff dem êgenanten hofe zuo rechten zinse gelegen ist; -item und die drig schoeffel gerstenkorns ewigs zinss, so denn Flury Janikg von Scheid von sinen innhabenden guot zu geben schuldig und die denn den genanten von Vallendâns ouch verpfandschaftet sind [von Rudolf I, wegen der Heimsteuer seiner Schwester Verena, die sterile Germahlin des Hans d. Älteren von Valendas]. item funf schoeffel gerstenkorns, so jaerlichen die êgenant frow Ursula Plantin in libdingwyse innimpt und aber nach irem tode an den êgenanten Petruten [von Wannis ?] und sine erben gevallen haißen und sin soellent ; -item alle di albrecht [Alprechte], so denn das êgenant schlos die ynder Jufalt in Scheider bergk und alb hât und daz ye und ye von alter herkomen ist [Allodialgut] -item und waz ouch unser vogttochter [Barbara von Juvalt] hinfuro ir leptag guotz anfielle ald sy sust ueberkaeme, wie sich das fuogte :das alles und ône mindrung sol von stuenden dem êgenanten von Wannis und sinen erben mit diesem koufe beliben, zuogehoeren und guetlichen vervolgen und werden, von menglichem ungesummpt.[...] Die êgenanten gueter allesammpt, aigen für aigen, lechen für lechen, pfand fur pfand, libding fur libding, habent wir im und sinen erben also zuo koufen gegeben mit grund, mit grât, mit wunn, mit waid, mit steg, mit weg, mit infart, mit ußvart, mit wasser, mit wasserlaiten und ouch mit allen andern iren êhafftinen, rechten, frighaiten [freiheiten], gewonhaiten und gentzlichen mit aller zuogehgoert, so denn thains [keines] wegs zuo dem êgenanten schlos Jufalt und den guetern, als vorstât, gehoert, gehoeren sol, kan und mag von bilichem oder von rechtz wegen .... Und ist diser uffrechter, ewiger kouf also redlich geschechen umb funffhundert Rinischer guldin, gueter an gold und volleswaerer an rechtem gewicht... 1462. September 28 (Wartmann 199) Elisatha (Elsine, Elsi = Elisabeth) von JUVALT geborene von HEIDELBERG (bei Bischofzell) Wittwe von Rudolf II von JUVALT, verkauft ihrem lieben Tochtermann Junkern Peter von Wannis mit Genehmigung ihrer Vögte Fluri Latagk von Scheidt und Hans von Patzen sowie der Verwandschaft (Planta, von Valendas) alle ihre Rechte an den Gütern zu Juvalt ( an hus, hof, hofstatt, hofraite, an muli, muligeschier, mulistatt, mulirecht, an agkern, wysan, an holtz, an veld, an grund, an grât, an wunn, an waid, an steg, an weg, und mit namen an allen den guetern, so mir denn der obgedacht min lieber elicher gemachel Ruodolf von Jufalt sailig, dem Got der allmaechtig gnâdig sin woelle, zuo den zyten, als er und ich elich zuosammpt komen, umb und fur subenthalbhundert pfund haller, gueter Churer werung haimmstur, morgengaub und êrecht benennpt und ingesetzt hât, daselbst zue Jufalt…“ .) für „dieselben obgenanten subenthalbhundert pfund haller obgenanter wertung ône all mindrung“ . Siehe 1440 Ehevertrag zwischen Rudolf II von Juvalt und Elsine von Haidelberg . Die Herrschaft Juvalt bestand also aus vielen verstreuten Güter, welche meistens auf der Naturalwirtschaft begründet waren. Wie alle andere Hoch- und Niederadlige, wurden auch die Herren von Juvalt vor allem durch den Übergang von der Natural- zur Geldwirtschaft ruiniert, und mussten ihre Herrschaften, Burgen, Rechte, Freiheiten, Gewohnheiten, Privilegien usw. an städtischen Kaufleuten und reich gewordenen Bauern, Verwalter, Meier (wie die Demont), Vögte (wie die Beeli) verkaufen oder verpfänden, welche sich mit dem neu aufgekommenen Titel „Junker“ schmückten , und sich die Prädikate der gekauften Burgen und Herrschaften anhängten (Demont „von Löwenberg“, Beeli „von Belfort“, Sprecher „von Bernegg“ (vormals die Burg Unterwegen“), Scarpatetti „von Unterwegen“ nur weil diese die Pfandschaften der erloschenen Herren von Unterwegen im Oberhalbstein vom Bischof von Chur übernommen hatten…Bezeichnend für den Wertverlust der Burgen ist, dass die Burg Hochjuvalt ein Jahrhundert zuvor dem Bischof von Chur für 3500 Gulden verkauft wurde, während die Burg und Herrschaft Inderjuvalt 1462 nur noch 500 rheinische Gulden wert war.Zum Vergleich wurde die Herrschaft Haldenstein mehrmals um 2500 bis 3000 Goldgulden verkauft.

13..Die Familiengruft der Herren von Juvalt in der Crypta des Churer Domes In seiner „Kurzen Anzeigung der Herkunft und Adels des Stammes von JUVALT,schreibt Fortunat von Juvalta .“ [Die Herren von JUVALT] haben in der Thumkirche zu Chur ihren eigenen Altar, und vor dem Altar ihr Begräbnis gehabt, darzu sie einen Caplany gestiftet. Hat darzu gehört der Weingarten in der Ebne unter der Hofkirchen zwischen dem Mülbach und Felsen gelegen, samt einem andern Weingarten hinter S. Luzi, und etlichen anderen Renten. Der Altar ist CORPORIS CHRISTI in der Gruft genamset, mitten in dem finstern Gewölb under dem Chor. Ist ongefehr vor 25 Jahren (1617 ? 1642 ?) das Juvaltische Wapen an der rechten Seiten des Altars an der Maur, worin wenig leuchtere hat, gestanden. Seithero haben die Thumherren daselbst einen eisernen Gattern den einen Altar damit einzuschliessen machen lassen, dadurch das Wapen hinweggekommen. Zu diesem Altar haben die von JUVALTA Ihnen das Jus Patronatus behalten, und jederzeit gebraucht und geübt. Die Collatur und Jus patronatus des Altars haben die Zuozer von Juvalta übernommen und weiter an verschiedenen Leuten verliehen. So 1487 von Adam von Juvalta an den Hochgelehrten Meister Ulrich Juvalt (vermutlich ein Bankart), und 1526 von Gilli von Juvalta an den ehrsamen Priester Johansen Meler. Später (Datum fehlt) von Cuonrad von Juvalta, Gillis Sohn, an den Domherr Johannes Colani von Camogast (Chamues-ch) und nach dessen Tod von Wolfgang und Hans von Juvalta an den Domherrn Hartmann Planta. „Aus diesem continuierten possess der Colatur, und Juris Patronatus der Caplaney des Altars“, entnimmt Fortunat von Juvalta die rechtmässige Abstammung der Zuozer Juvalta von den Domleschger Edelfreien von Juvalt. Heute sind der Altar Corporis Christi und die Grabplatte mit dem Wappen der Herren von Juvalt zu meinem Leide verschwunden. In seiner Kopie der Necrologium Curiense schreibt P. Zarn unter dem 11 Januar (S.11) in einer Notiz :"Plura altaria in crypta invenio, de quibus nullum superest ad praesens vestigium. Principale vocatur altare Corporis Christi" Daneben, auf der rechten Seite, ist jedoch die Grabplatte derer von Castelmur erhalten worden.

14.Offene Fragen

Sind die Friien von Juvalt um 1456 mit dem Tode Rudolf II von Juvalt im Mannestamm ausgestorben ? Wir wissen dass -Friedrich von Juvalt und seine Frau Anna Gasser von Dornbirn Erben hatten in Thusis und im Schams -Andreas von Juvalt könnte von Anna von Fontenâs Kinder gehabt haben : unter denen Andres von Juvalt in Scharans der im Mai 1441 mit Zustimmung seiner Söhne insbesonders seines Sohnes Janut, Vogt zu Rodels (Rietberg?), dem Wilhem Murer (Castemur) von Misox, sesshaft in Scharans, für 31 Rheinische Gulden ein hinter Scharans unter dem Vazer Weg bei…liegendes Gut verkauft (StAGR D V/37 A Nr 174) -Wir wissen nicht was aus Eglolf III (der Jüngere) von Juvalt geworden ist, der von seiner Mutter Ursula von Juvalt geb. von Unterwegen, Güter in Obervatz, eine Burg im Schanfigg und andere Unterwegische Güter ererbt hatte, da diese Güter beim Verkauf von Burg und Herrschaft Indere Juvalt 1462 nicht mehr erwähnt werden. - Falls Rudolf II von JUVALT Elsine von HEIDELBERG erst im Jahr 1440 geheiratet hat, dann können Ursula und Barbara, welche bereits im 1448 beginnen die Hersschaft auszuverkaufen, nicht ihre Töchter gewesen sein, sondern die einer ersten Gattin, die wir nicht kennen.

-Die Mär von einer ersten Heirat des Rudolf I von Juvalt mit einer Plantin, und eines Sohnes Conradin aus dieser Ehe wurden von Fortunat Juvalta in seiner Kurze Anzeigung der Herkunft und Adels des uralten angesehenen Stammes von JUVALTA erfunden und sind nirgends dokumentiert. Dass die Zuozer von Juvalta im Besitz der Kaplanei des Altars Corporis Christi im Churer Dom gelangten, beweist nicht ihre Abstammung von den Friien von Juvalt. Ebenfalls die andere Mär, dass Rudolf I, nach Verzicht auf das Vizdumamt 1413, mit seiner Gattin Lutiera erborene Planta nach Zuoz gezogen wäre, die sich hartnäckig vom HBLS ins neue HLS erhalten hat, wird durch die Anwesenheit Rudolf I auf der inderen Juvalt bis zu seinem Tod ~1440 widersprochen.

  CHRONOLOGIE DER HERREN VON JUVALT 1223-1462 Vorbemerkungen Es muss berücksichtigt werden, dass die Knaben mit 14 Jahren stimm- wehr- und heiratsfähig waren (C. Erni. Germanisierung in Rätien.BM 9/10 (1984)214) -1228-1244- = urkundlich zitiert das erste mal 1228, das letzte mal 1244 -1228- ein einziges mal zitiert 1228 † 1150 : gestorben im Jahr 1150 † < 1150 gestorben vor 1150 † > 1150 gestorben nach 1150 [Bemerkung oder Angabe vom Verfasser] 1. Ungedruckte Quellen: Aufzeichnungen zur Genealogie aus der Handschriftensammlung Salis-Haldenstein / Marschlins. StAGR AB IV 6 33

Codex Diplomaticus Juvaltorum. Chronologisch geordnete Sammlung von Kopien und Regesten von Urkunden betreffend die Familie von Juvalt zusammen gestellt von Wolfgang von Juvalta. Handschrift : 3 Bd.(StAGR CAVIEZEL Hartmann (1836-1910) Urkundensammlung, Regesten und geschichtliche Notizen betreffend das ehemalige Altgericht Ortenstein im Boden und im Berg, gesammelt und chronologisch zusammengestellt von Hartmann Caviezel Willÿ von Rothenbrunnen und Tomils. Chur 1900 (StAGR B 668/1 (Handschrift) JÄCKLIN Dietrich. Burgen und Schlößer in „alt fry Rätia“ Bd III: Stammtafeln.(StAGR B 158) Ungenaue und unvollständige genealogische Tafel derer von Juvalt, jedoch sehr nützlich, da jedes Familienmitglied mit allen seinen (meist ungenauen) Erwähnungsdaten aufgeführt wird, wobei gleichnamige Mitglieder (z.B. Siegfried) zeitlich nicht voneinander zu trennen sind. ZARN Johann Peter : Necrologium Curiense ex vetustis codicibus collatum. Handschrift, Chur 1849. BAC 751.05. In einer kristallklaren Schrift Kopiert nach dem Verlust der Codices A, B und F. Domherr von MONT Christian Leonhard. Bearbeitung des Necrologium curiense (BAC 417.08.01).Leider befindet sich das Document nicht mehr in der capsa.(Dr A Fischer, 2016) 2. Gedruckte Quellen: BUB I-VII Bündner Urkundenbuch. Band I- II, II neu, III neu, IV, V, VI,VII BUCELINUS Gabriel OSB: Rhaetia Ethrusca Romana Gallica Germanica … Sacra et Profana Topo- Chrono- Stemmatographica. Ulm 1666. (Google). Von fragwürdiger Zuverlässigkeit insbesondere was die Herren von Juvalt und die Zuozer Juvalta betrifft BÜHLER Linus. Die Freiherren von Rhäzüns. Quelle und Forschungen zur Bündner Geschichte Band 28. Staatsarchiv Graubünden. Chur 2012. CLAVADETSCHER O.P. Rätien im Mittelalter. Disentis, Desertina Verlag, 1994 Der Katalog des Bischofs Flugi vom Jahre 1645. Mit Urkunden neu herausgegeben von Joh. Georg Mayer und Fritz Jecklin. Chur, Sprecher & Valer 1901. HBLS Dictionnaire Historique et Bibliographique de la Suisse, Neuchâtel 1921 HLS. Historisches Lexikon der Schweiz JUVALTA Fortunat von: "Kurze Anzeigung der Herkunft und Adels des uralten angesehenen Stammes von JUVALTA,... numehro samt Fortsetzung der Stammtafel dargestellt und herausgegeben von Petro Dominco Rosio a Porta, Chur 1777" (Als Photokopie im StaGR vorliegend). F. von Juvalta hat versucht die Zuozer Juvalta von den Herren von Juvalt abstammen zu lassen, jedoch ohne jeglichen standhatfen Beleg. Er musste eine erste Heirat des Rudolf I von Juvalt erfinden, aus der zwei Töchter je einen Planta von Zuoz geheiratet hätten, und einen Sohn aus der „zweiten“ Ehe mit Luteria Planta, einen Rudolf (III) einschieben, der nach Zuoz übergesiedelt sei und als Gründer der zuozer Linie gelten sollte. JUVALTA Wolfgang von. Forschungen über die Feudalzeit im Curischen Raetien. 1871 MAYER J. Georg Geschichte des Bistums Chur, V, allgemeine Zustände des 12. und 13. Jahrhunderts MOOR Conradin von (Hrsg) Die Urbarien des Domkapitels zu Chur (XII,XIII,XIV Jh) 1869 MÜLLER Iso. Frühes Mittelalter in Graubünden und der Schweiz. Ausgewählte Aufsätze. Verlag Desertina 2001 NC : Necrologium curiense das ist: Die Jahrzeitbücher der Kirche Chur. Bearbeitet und herausgegeben von Wolfgang von Juvalta (1838-1873). Chur 1867.Die Libri A, B und F existieren nicht mehr. C :erste Hälfte des 12. Jh; D erste Hälfte des 12. Jh; E :im 13. Jh angelegt.G: 2. Hälfte des 14 Jh (Nach Angaben der Internetseite des Bischöflichen Archivs Chur (BAC), welches die übergebliebene Codices gescannt hat und den Forschern zur Verfügung stellt. SCHRECKENSTEIN, Karl Heinrich Freiherr Roth von -. Die Ritterwürde und der Ritterstand. J.B.C Mohr, Freiburg in Brisgau 1886 Schweizer Geschlechterbuch 1. Jg. 1905 S. 238-ff TUOR C.T. Reihenfolge der residierenden Domherren in Chur. JHGG 34(1904)1-69 StAGR B 158. Die Reihenfolge fängt erst im 16. Jh an und enthält keinen von Juvalt, da das Geschlecht um 1462 mit Rudolf II von Juvalt im männlichen Stamm ausgestorben ist. WARTMANN H. : Rätische Urkunden aus dem Centralarchiv des fürstlichen Hauses Thurn und Taxis in Regensburg. Basel 1891. Enthält viele Urkunden (von 1342 bis 1462) die Herren von Juvalt betreffend.   CHRONOLOGIE DER FRIIEN von JUVALT 1024-1125 : Zeit der Frankenkönige 1123 (Necr Curiense: Note im Verzeichnis basiert auf Helvetia Sacra: erste urkundliche Erwähnung der frÿen Herren von Juvalt unter Bischof Konrad I von Biberegg (1123-1144 nach A. Fischer, Chur 2008) < 1141 Mai 19 (Necrologium Curiense S. 50) die Herren von Juvalt erwähnt unter Bischof Konrad I von Biberegg (1123-1144 oder Konrad II von Biberegg (-1145-1150) Helvetia Sacra oder 27 März 1150 (BUB 316, Note) ) 1149 Albrecht I, Sohn des Sigriefd I und Bruder des Sigfried II 1149 Mai (ohne Tag) (BUB I Nr 316) Guta von Zizers wird im Vogtgericht von Chur auf Klage gegen Rainard von Castrisch der Kirche Chur zugesprochen . " sub testimonio bonorum virorum Liutfridus de Castrisis, Sigifridus [I] de JUVALTA et filii ejus, Sicherius de Asperomonte, et filius eius Odalricus de Asperomonte ... viri boni, testes.- Hier waren die Herren von Juvalt als boni viri (d.h. als adelige Richter des Pfalzgerichts) und nicht in der Funktion von Ministerialen zugegen. Siegfried I hatte also mindestens zwei Söhne, Albrecht I im Mai 1149 noch am Leben und Sigfried II (-1149-1260,-70 ) 1150 Mai 19 (Necrologium curiense) Albertus fil. Sigfr † als Erwachsener am 19. Mai. Sein Vater Siegfried hat ein Anniversar zu Zeiten Bischof Conrads I [von Biberegg] von Chur (1123- 1142, oder Konrad II ~1142-1150) gestiftet : Albertus de Juvalto ob[iit] qui unum pratum ad Mairans S. Mariae ad serv[itium] fr[atruum] dedit. Pro eius remedio anime Sigifridus pater suus etiam decimam, quam Rautine [Rodels] in beneficio habuit, cum manu dom. episcopi Chuonradi eisdem fratribus dedit". Sigfried I wird also zitiert in : Urbarien des Domcapitels zu Chur ( C von Moor, Chur 1869 S . 3) : "X modios grani de decima quam Sigifridus [I] dedit nobis pro anima filii sui Alberti [Albrecht I ]. 1152 Friedrich I Barbarossa, Kaiser 1159 Februar 22 (Necr curiense, sowie in der Kopie von Zarn S.53 besser leserlich )" a) Wecilo de Vazzis obiit Cod 1.5. b) Sigfridus obiit, qui praedium in Vazzis et pratum in Mairans S[anctae] M[ariae] ad S[ervitium] F[ratruum] dedit. Unmittelbar danach kommt der dritte Eintrag von derselben Hand geschrieben : c) Gotfridus subdiaconus et Canonicus obiit, qui pro remedio animae suae praedium quod habuit Curiae S.M. ad S. Fr d[edit] Cod 1.2. anno Dni 1159 C.5. Dieser Eintrag erlaubt den Tod des Sigfrid I von JUVALT am 22 Februar vor dem / oder im Jahr 1159 festzusetzten. Das bereits 1150 Mai 19 erwähnte pratum in Mairans erlaubt diesen Familiennamenlosen Sigrid als Sigfrid I von Juvalt zu identifizieren. Dass er ein praedium in VAZZIS besass würde bedeuten, dass er mit einer Tochter von VAZ (oder des obigen Wecilo de Vazzis ?) hätte verheiratet sein können. Im NC unter Octobris D iiii i-j steht : Sigifridus de Uaze ob[iit] anno dominic[ae nativitatis] mcLi (1151). Dieser Sigfried von Vaz könnte ein Bruder der Mutter von Sigfrid I von Juvalt gewesen sein.Daher das praedium de uazze, das lange Zeit in der Familie verbleiben wird.. 1160 März 25 : (BUB I, Nr 341) Ulrich III von Tarasp schenckt der bisch. Kirche Chur Dienstleute (unter denen Andreas de Marmorea, seine eigene Burg (Allodialgut) und seine Schwester Mathilda) coram testibus Waltherus de Uazes [Vaz] et filius suus, Waltherus de Lowenberc [ein Montalt] , Albertus de Castris, [ein Belmont] , Reingerus de Sacches [Sax], Chuonradus de Castris [noch ein Belmont], Marquardus de Tinezun... et ministeriales Swikerus [von Reichenberg] vicedominus, frater eius Odalricus, Sifridus de IUFALT, alter Sifridus, Chuonradus de Midizine [Masein], Ludewicus de Salugo [ein v. Fontana wie in der Stemmatographia der Raetia sacra vom Bucelin ?]. Sigfried von JUVALT [hier Siegfried II ( -1149-1160-) der zweite Sohn von Siegfrid I ( † 22 Februar 1159) mit seinem eigenen Sohn Sigfried III (-1160,1170- ] scheint der erste Frye von Juvalt unter den Ministerialen des Fürstbischofs von Chur gewesen zu sein. Vorher waren die JUVALT noch Edelfrye, was später mit Freiherren – jedoch erst im 14. Jh in Churrätien- bezeichnet wird. Sogar Ulrich Walter von Belmont bezeichnet sich am 25. April 1358 noch als „friie“ und nicht als Freiherr (BUB VI Nr 3235). Ein Siegfried erscheint um 1170 in einem Tauschbrief des Domcapitels mit derer von Matsch, an allerletzter Stelle hinter "presentibus testibus Gebardus de Traspes, Rodulfus de Uazz,[Vaz] Henrichus de ruzunne [Rhäzüns]) et suus frater Albero, Sicherus de Asperomonte, Odalricus frater suus, Sicherus de Malle [Mals], Conradus de Medezene [Masein]... " Sigifridus de JUVALTO et allii quamplures fide digni"... Sein letzter Rang ist offenbar bedingt durch seine Jugend, und / oder, weil er noch ein ganz frischer Churer Ministeriale war, also sehr wahrscheinlich war es hier Sigfried III (-1160-1170-) 1170 Mai 15 Mengen (Würtemberg ,S Daulgau) Kaiser Friedrich I beurkundet die Übertragung der Vogtei Chur als Lehen an seinen Sohn Herzog Friedrich V. von SCHWABEN (1167-1191), durch Bischof Egino [von EHRENFELS [ geweiht 16. April 1167], befreit diesen für seine Lebenszeit von Hof- und Reichsdienste und nennt ihn Princeps noster (der erste Reichsfürstbischof von Chur) In nomine sancte et individue trinitatis. Fridericus divina favente clementia Romanorum imperator augustus.Quoniam quecumque utilia ac necessaria ex deliberatione consilii tractantur, tenaci memorie sunt commendanda specialiter cum per nos et dilectum fidelem nostrum Eginonem venerabilem episcopum Curiensem in presentia principum ac multorum aliorum fidelium nostrorum, de advocatia Curiensi ex concilio ordinatum est, ne in oblivionem transeat presenti scripto iussimus commendari. Noverit igitur tam presens etas quam successura posteritas, quod prefatus PRINCEPS NOSTER Egino episcopus feodum advocatie Curiensi cum ipsa avdocatia filio nostro Frederico duci Suevie eo iure concessit, quo eam comes Rodulfus de BREGENZE et postmodum comes Rudolfus de PHULLENDORF obtinuisse dignoscitur. Predictus autem filius noster hoc modo advocatiam possidebit,ut nec ipse nec aliquis heredum vel successorum ipsius eam vel ex parte vel ex toto cuiquam hominum umquam concedere attemptet.Quod si non observaverit omni iure in ea privetur et episcopus in quemcumque alium velit transferat. Nos vero benivolentiam prefati episcopi et multimoda eius servitia attendentes ab omni servitio curie nostre et imperii nostri quamdium vixerimus penitus eum absolvimus et si forte nos contigerit universe carnis viam ingredi prefato episcopo superstite filius noster rex Heinricus vice nostre eandem conditionem episcopo dum vixerit non infringat. Huius rei testes sunt : Rudolfus Leodiensis episcopus [Rudolf von ZÄHRINGEN ,Bischof von Lüttich -1167-1191-], Bertoldus dux de Ceringe [B IV von ZÄHRINGEN + 1186] Hugo palatinus comes de Tuwingen [Hugo Pfalzgraf von TÜBINGEN antenatus meus], comes Rudolfus de PHULLENDORF, comes Vlricus de LENZENBURG, comes Hartmannus de KIRBERG [Kirchberg, Würtemberg], comes Manegoldus de VEHRINGEN [etim antenatus meus], comes Burcardus de ZOLRE [HOHENZOLLERN ,similiter antenatus meus]], Cuonradus de Szutzenried [Schussenried, Würtemberg], Godefridus de Gundelvingen [Gundelfingen Würtemberg], Egnolfus de Vrselingen [Ürslingen Würtemberg, Rottweil] Swicherus de ASPERMONT et Vlricus frater eius , Heinricus et Vlricus filii ejus, Cuonradus de MEDEZEN [Masein] et alii quamplures. Ego Heinricus cancellarius vice Cristiani Moguntini archiepiscopi recognovi. Signum domini Frederici Romanorum imperatoris invictissimi. BUB I identifziert fälschlicherweise Heinricus et Vlricus filii eius mit Heinrich und Ulrich II von Aspermont. Es handelt sich aber hier um Heinrich I von JUVALT und sein Sohn Ulrich I von JUVALT ,beide zusammen nur hier zitiert, da der kaiserliche Richter Ulrich I (-1170, 1192-1237 ) der Vater von Heinrich II (1194-1232) und Ritter Ulrich (-1219-) war. Aus dieser wichtigen Urkunde kann man die Genealogie eines Astes der von Juvalt skizieren Heinrich I (-1170- vor dem Kaiser in Mengen mit seinem Sohn Ulrich I ↓

Ulrich I kaiserlicher Richter (1170,1192-1210,1219, 1237 quondam 1252) ↓ Heinrich II (1194-1232) und Friedrich (1208-1252) , kaiserliche Richter (Como 1219) ,Miles Ulrich II /-l2129- ) Gebrüder

Der Kaiser befreit Bischof Egino [von Ehrenfels] vom Hof- und Reichsdienste, und nennt ihn Princeps noster. Der erste und der letzte Fürstbischof von Chur Imperatoris gratiae,Carl Rudolf von Buol Schauentein (Fürstbischof 1794-1833) waren beide direkt oder indirekt aus dem Geschlecht derer von SCHAUENSTAIN EHRENFELS. Carl Rudolf von Buol wurde von N von Schauenstein adoptiert, unter der Bedingung, dass er den Namen Schauenstein weiter führen würde. vor 1170 Juni 28 /August 9 ( BUB I Nr 375 ) Bischof Egino von Chur weist dem Kloster Münster verschiedene Güter, Kirchen und Eigenleute zu. Unter den ministeriales: Swicherus de Asperomonte, Cuonradus de Rialt, Vdalricus de IUUALT (-1170- 1237-), Nannes de Ramuscia, Andreas de Marmore, Swickerus de Richenberc, Burchardus de Malles [Mals] ,Gotfridus et Marquardus de Laude [Laatsch], Siebandt de Flies [Flies bei Landeck] et alii quamplures … vor 1170 Juni 28 / August 9 (BUB I 376) Das Domkapitel von Chur und ein ungenannter Vertragspartner vertauschen untereinander Güter in Schuls, Ems und Mals (Vinschgau). Testibus: Gebardus deTraspes [Tarasp] , Ruodulfus de Uazz [Vaz], Henricus de Burgus et suus frater Albero [Burgeis, Wangen] ,Sicherus de Asperomonte, Vodalricus et suus frater Sicherus de Malle, Cuonradus de Medezene [Masein], Henricus de [Curia], Gottifridus, Sigifridus de IVVALTO [Sigfried III], et alii quam plures: . Wahrscheinlich Siegfried III (-1160-1170-) an letzter Stelle wegen seiner Jugend oder frischer Ministerialität ? 1170 (G.Buccelinus Rhaetiae Chronica S 240) Rudolpho Brigantii & Rhetiae comite mortuo, ab Welfonem Ducem in Syriam sequuto, Fridericus Imp. cognomini filio Advocatiam committit Episcopatus Curiensis. Quo ipso anno Eginonem Episcopum ejusdem Ecclesiae Baronem ab Ehrenfels, in Diplomate dato in oppido Engen Principem appellat" . 1176 (G.Buccelinus Rhaetiae Chronica S 241) : Insigne Rhaetiae nostrae decus Joannes Comes â Monteforti ne Caesari [Fridrich I] obsequens manus tam impio bello temeraret, praelia domini in Palaesthino contra infideles pugnans, hoc anno in reditu correptus morbo in Cypro Insula sancte vita defunctus est & Famagustae sepultus, miraculorum gloria a numine illustrari meruit. Caesar obsidionem Alexandriae solvere cogitur , & congressus cum foederatis turpius profligatur, haud paucis Rhaetorum ea etiam pugna desideratis. Dass soviele Rhaeter in Palestina gekämpft haben erklärt warum die urkundlichen Quellen in dieser Zeit in Rhätien seltener wurden. ~ 1180 Ulrich I StAGR B 158 (identisch mit dem obigen Vdalricus = Ulrich I oder seinem Sohn miles Ulrich II ?) 1184 Mainzer Hoftag und Turnier 1190. Tod des Kaisers Friedrich I Barbarossa 1192 Januar 17 † Domherr Heinrich (StAGR B 158; Zarn : „Hainricus de Juvalt canonicus obiit ,qui nobis 10 libras ad s[ervitium fr[atruum] d[edit]. Gehörte wahrscheinlich einer dritten Linie der Friien von Juvalt. Kaiser Heinrich VI 1192 Februar 15 Hagenau (Kaiserlicher Hof) (BUB I Nr 456) Kaiser Heinrich VI bestätigt die Urkunde seines Vaters Kaiser Friedrich I, wonach dieser nach Klage der schwäbischen Grossen und auf Grund eines durch Spruch des Grafen Gottfried von Zollern angeordneten Zeugenbeweises die Grafschaft Chiavenna dem Herzogtum Schwaben erstattet und unter Wahrung der Rechte des Herzogs den Konsuln von Chiavenna verliehen hatte : unter den Zeugen Rodulphus de Vazzes, Ulricus de IUVALD [ als kaiserlicher Richter (HBLS)] , Andreas de Marmore… 1194 Mai 22 (BUB I Nr 467) Chur . Kaiser Heinrich VI überträgt die ihm von Rüdiger von Limpach zu Gunsten der Mönche von St Luzi aufgegebene Kirche in Bendern an dieses Kloster : testes sunt Cuonradus dux Sveuorum, comes Fridericus de Zolre [Zollern], comes Bertoldus de Zolre, comes Ulricus de Berge, Ruodolfus de Sagennes [Sagogn], Rudolfus de Vazzes [Vaz], Henricus de Saccis [Sax], Henricus de Asperomonte, Cunradus de Metzins [Masein], Uolricus de IUUALT et alli quamplures". [ dominus Ulricus de JUVALT (-1170,1180-1190 -92- ,94, 95-1210 -19 -- q. 1237)) testis]. Kaiser Heinrich VI, sein Bruder der Herzog von Schwaben und sein jüngerer Bruder, der künftige König Philipp , waren auf dem Weg über die Alpen nach Sizilien, wo Heinrich VI als König von Sicilien gekrönt wurde, mit des Kaisers "mobilen" Hof : die Bischöfe von Bamberg und von Augsburg, drei schwäbische Grafen, darunter zwei Zollern, die fine fleur der rätischen nobiles (Sagens, Vaz, Sax, Aspermont, Masein) und Vlrich von JUVALT als kaiserlicher Richter ! 1194 Heinrich II (StAGR B 158 falsch ! ) (-1219,1232-) der Bruder des Friedrichs (-1208-1252-), Söhne des Kaiserlichen Richters Ulrichs von JUVALT. Im 1194 vor Kaiser Heinrich VI erscheint nur Vlricus de Iuualt. Erste Erscheinung von Heinrich II war 1219 beim Friedenvertrag zwischen FBvC und dem Stadtstaat Como 1195 Juni (BUB I, Nr 470) Kaiser Heinrich VI ,König von Sizilien, bestätigt der von seinem Vater Kaiser Friedrich I, von den Ministerialen der Kirche Chur gefällten Spruch, wonach Swiker von Ramosch seinem bruder Nanno in das Lehen des Meierhofes von Ramosch nicht folgen dürfe. Unter den ministerialbus : Heinrico de Asperomonte, C[uonradus] de Mecen [Masein], Kaiserlicher Richter V[lrico] de IUUALT, A[ndreas] de Marmora et aliis compluribus. Ende XII Jh. F II Kal . VIII Michaelis Archangeli September 29 [Necr. Curiense] . Obiit Gisila de JUUALT, que caminatam in castro Curiensi sitam S. Marie ad serv[itium] fratruum]. dedit. Cod. C 5/5 XII sub tali forma ut semper aliquis canonicus de genere Juvaltensium habeat eamdem Gallettam de eadem caminata. [galleta = Weinmass = octo pocula]. Diese Gisila de JUUALT war vermutlich verwandt mit Domherr Heinrich † 17 Januar 1192, vielleicht gar seine Mutter .

 Im NC Codex C p. 8 steht " xii B X K[alendas] :
        - ?rmust[?] ob[iit] qui p[re]d[i]u' suu' de brinzolis q[uod ?] ibi habuit s[ancta] m[aria] ad s[er]vicium f[ratrum] de[dit]
        -Victor P[res]b[ite]r ob[iit]. GISELA ob[iit] an[no] d[om]i[nice] i[n[car[nationis] m.c.L.ix (=1159) Handelt es sich um dieselbe Gisila  die hier oben  unter dem 29 September erwähnt wird ? War  sie die Gattin des Sigfried I von JUVALT gestorben am 22 Februar 1159 ?

1208 Mai 30 (BUB II Nr 520) Friedrich von JUVALT (-1208,1210 -19-27-28-31-32-) , Heinrich von BELMONT und Walter von RIALT hielten sich während den Pfingsttagen im alten Turnierort Friesach auf, wie aus dem folgenden Dokument ausgeht : 1208 V 30 Friesach. Bischof Walter von Gurk verleiht auf Bitten des Ortolf von Montpreis das von diesem innegehabte Lehen unter genannten Bedingungen auch dessen Leibeserben. Friedrich I von JUVALT, Zeuge an vierter Stelle nach Walter von Klingen, Heinrich I von Belmont und Walter von Rialt.

"Friesach (Kärnten) was the place of an enormous tournament amplified by the Babenberg Duke Leopold VI of Austria in 1224. Pretty much every decent knight from all over Central Europe came to Friesach on this occasion. This event, was impressive enough to inspire the knight and poet Ulrich von Lichtenstain to write a series of epic poems on the tournament, which is considered to be among the most important pieces of medieval literature that originates in Austria. Richard the Lionhart travelled via Friesach on his way back from a crusade in 1192, before he was imprisoned by the Duke of Austria " .(Wikipedia) 1210 vor Juni 21 (BUB II Nr 539) St Gallen. Propst Swiker von Churwalden tauscht mit Albero von Tinizong ein dem Bischof von Chur gehörendes Gut im Schanfigg gegen einen dem Abt von St Gallen zustehenden Hof in Maienfeld durch die Hände ihrer Eigentümer und ihrer Vögte. Testes Uolricus et Fridericus de IUUALT [Richter Ulrich [~1170- q1237] und sein Sohn Richter Friedrich [-1208-1253] an erster Stelle vor Chuonradus de Rialt, Egino de Aspermont, Chuonradus de Aspermont, Heinricus de Scames [Schams], Uolricus de Mureizens [Morissen], und den Dienstleuten der Abtei St Gallen : Chuono de Sataines [Satteins, Vorarlberg], Dietricus de Uiggon [Juggen, Vorarlberg], Eberhardus de Balga [Balgach, Unterrheintal].... 1218 / 19 Weingarten (nördlich von Ravensburg) (BUB II Nr 610, BUB IIn 588] Dietrich von Chilsenberg bestätigt von seinem Herrn, dem Grafen Hugo von Montfort, die Übertragung einer Schuposse [Aeckermass = 12-13 Jucharten = etwa 400 Hektaren] in Ettmannsschmid [bei Bavendorf, nahe Ravensburg] an das Kloster Weissenau [ein reichsunmittelbares Chorherrenstift der Prämonstratenser nahe der ehemaligen Freien Reichsstadt Ravensburg in Oberschwaben] . "Erant etiam ibi presentes : Reingerus de Seganes [Reinger von Sagogn], Waltherus de Rialt, Sigefridus Ellende de JUUALT, Dietericus de Muntefort, Heinricus de Houen [Hofen / Bregenz] , Fridericus de Zwirgenberc [Zwirkenberg, Bayern], Dietericus de Horwen [Horben, bayr. Lindau] [Nach dem MHD Taschenwörterbuch von Lexer : Ellende = "der aus einem fremden Lande gekommene, der Auswertige " ] Laut BUB IIn 588 handle es sich hier um Siegfried I von Juvalt . Es haldelt sich auch nicht um Ritter Siegfried II (-1149, 1160, -) da Siegfried I am 22 Februar 1159 gestorben ist laut Necr Curiense und in der Abschrift von Johann Peter Zarn].Es kann aber auch nicht Siegfried [III] (1160- 70) gewesen sein, sondern es muss also ein Sigfried IV der Ellende (1218. Sohn des Sigfried III) gewesen sein, hier in Oberschwaben inmitten von lauter Schwäbischen, Bayrischen und Rätischen nobiles auftretend weshalb die Bezeichnung der "Ellende" ? 1219 Arderich (StAGr B 158) Verschreibung für Uolrich I oder II (siehe unten ArderiCus de ZUOLTA)? 1219 August 17/18 (BUB II neu Nr 593 S 103) Beim Friedensvertrag zwischen dem Fürstbischof von Chur und dem Stadtstaat Como treten Heinrich II (1219-1232-) und Friedrich I (1208- 1219,-1232-53) Gebrüder von JUVALT (Söhne des Ministerialen und kaiserlicher Richter Ulrich von Juvalt) (-1170-92-95,1210,-19,-24,-27,-28,-37) auf : "Item convenerunt ut nullus homo Curiensis episcopatus debeat dare iura et actiones alicui homini Cumani episcopatus ... exceptis Onrico et Federico fratribus de Ziualto qui possint facere et constituere procuratorem quem voluerint de epicospatu Cumano ..." Am Ende des Dokuments : „ iuraverunt... dominus Gualterius de Uaze, ser Ardericus de ZUOLTA [verschrieben für Ulrich II miles v. Juvalt Bruder der obigen Heinrich und Friedrich ] et Oldericus de Spermonte [Ulrich IV v Aspermont) et Nanus de Mannorera [v Marmels] et Fredericus de CIVOLTA ... et ser Anricus de CIVALTA (was zeigt welche grosse Mühe die italienischen Notari imperiali oder ihre Scribani hatten, mit deutschen Namen und deren Latinisierung umzugehen) . Erst in der Urkunde BUB IIneu Nr 924 vom 18 Mai 1252 erfahren wir, das Federicus de Ciualta filius quondam domini Olderici de Ciualta“ war. Also ist auch Heinrich (1219-1253) von Juvalt ,Bruder des Ritters Friedrich (1208-1253), ein Sohn des Ulrich I (1170-1219-37). Und Ulrich II (-1219- 1224-25 1237) ist der dritte Sohn von Richter Ulrich I. welcher hier als ser Ardericus de ZUOLTA nach Walter von Vaz und vor Ulrich IV von Aspermont auftritt. 1222 Sigifridus (- 1218, 1222-28-29 -31), (D[omin]n[us] S[igifridus] et Dn Albertus filius eius) 1222 -32- 36 37 -39- † vor 1258). Sigfried IV der Ellende, wird hier als Vater des Ministerialen Albrecht III (-1222-1251-) genannt 1224 Dezember 25 – 23 September 1225 Chur (BUB II neu Nr 629 (646). Bischof Rudolf von Chur erlässt einen Spruch über die Teilung der Zehnten der Kirche von Bendern zwischen dem Pfarrer dieser Kirche und dem Kloster St Luzi. Interfuerunt testes... hinter den Brüdern Chonradus, Walterus et Ruodolfus de Rialt, Uolricus de IUVALT miles (Nach BUB II neu: Ulrich II -1219 - 1237-) Dieser Ritter Ulrich II ist der dritte Sohn des kaiserlichen Richters Ulrich I von Juvalt als Ardericus de ZUOLTA 1219 zitiert 1227 Februar 22 (BUB IIn 651) in einem Rechsstreit zwischen den Domherren von Chur und Ulrich v Aspermont wegen dem Zehnten eines Hofes in Sagogn, presentibus ...laicis vero F de IUUALT, eodem Ol [rico [de Aspermont ] …[ Nach BUB IIn: Friedrich I von Juvalt -1208-1253-]

Auch hier (Bucelinus ut supra) gibt es keine Dokumente welche eine Teilname der Ritter von Juvalt unter den "non paucis Rhaetorum comitantibus" an diesem Kreuzzug erwähnen. 1228 Juni 4. (BUB II neu Nr 665 (672) ) Hermann, der Meier von Ragaz, überträgt dem Benediktinerkloster Pfäfers zu seinem Seelenheil Güter in Ragaz. Testes harum transactionum sunt: de JUVALTO dominus Henricus [-1219-1232-] et dominus Fridericus [I] [-1208-1253- ] et dominus Uolricus I [ -1170, 1237-] et dominus Albertus. vgl Stammbaum (BUB II, Nr 665(672) S 161). Nach StAGR B 158 war Albertus III (zit -1222, 1228-29-31-37-39-44-46-) der Sohn des Siegfried III (-1160-). Meiner Meinnung nach ist er der Sohn des Sigfrid IV des Elenden (-1218,1222,-28,29,31,39), Sohn der Sigfried III .und Vater dieses Ministerialen Albrecht III und des Domherren Ulrich III (-1237 †1255) 1228 November 11 Glurns (BUB II Nr 679 p 163) Bischof Berthold von Chur und Graf Albert von Tirol treffen Vereinbarungen über die Burgen Montani und Steinsberg sowie über Rechte und Einkünfte im Unterengadin und Vintschgau. cum ministerialibus eiusdem eccl [Curiense] Chuonrado de Rialto, Uolrico de Aspermunt, Friderico et Alberto de Ivvalto …Andreas I de Marmora [von Marmels] , Ottone de Scrouenstein [Schrofenstein] ... Nach BUB II neu S. 167: Friedrich I (-1208-1253-) und Ritter und Ministeriale Albert [III] (-1222-1251-) Sohn des Siegfried [IV] (-1218-22,28,29,31,39) 1229 MaI 15 St Luzi (BUB II, Nr 680, S 165) Propst Albert von St Luzi tauscht mit Walter von Vaz ein Gut in Malix gegen ein bischöfliches Lehen in Maladers. Ein Hügel in Maladers wird in vier Viertel geteilt, alternierend dem Walter von Vaz und dem Kloster St Luzi gehörend, so dass eine Partei ohne Zustimmung der anderen darauf keine Burg hätte errichten können. Testes Sifridi de JUFALT, Alberchti de JUUALD canonici curienses (StAGR B 158) . Domherr Sigfried (zit 1229 V 15, 1236 VI 17, 1237 III 8, 1244 VIII 30 , 1247 XI 22 , 1251 XII 13, 1253 XII 27 "Ulricus custos et Sifrido nepote suo" † 1258). Sigfried war der Neffe des Domcustos Ulricus de Juvalt (-1237- 1243 Dompropst , ab 1253 Domcustos, † 26. 11. 1255 NC ) welcher als Onkel des Canonicus Sigfried auch ein Bruder des Albrecht III Sohn des Sigfried IV der Ellende gewesen sein muss.. Canonicus Albrecht II ( -1229-) nicht zu verwechseln mit miles Albrecht [III] (-1228-1251-) wird hier zum ersten und letzten mal erwähnt .Er war der Sohn des Sigfried III und Bruder des Sigfried IV des Ellenden. 1231 Juli 5. Chur (BUB II Nr 693 S. 172) Heinrich von Belmont schenkt dem Kloster St Luzi nach einem Rechtsstreit ein Viertel der Alp Ramoz. testes … Albero de Wângin [Wangen, Burgeis] Hainricus de Belmvnt, Fidricus de JUUâLT, Volricus de Aspermvnt et Ebirhardus filius eius… Fidricus ( -1208-31-32-53) ,Sohn des kaiserlichen Richters Ulrich I von Juvalt (-1170-1237- quondam 1252) 1231 August 21 (BUB IIn Nr 696) ) Chur: Bischof Berthold von Chur gibt Probst Swiker von Churwalden Güter in Mals gegen solche in Chur in Tausch; interfuerunt : Dominus Waltherus III de Vaces [Vaz], dominus Sifridus de JUVALT et dominus Albertus filius ejus. Die hier auftretenden Siegfried und sein Sohn Albrecht werden im BUB IIn fälschlicherweise als Siegfried I (-1218-1231-) und Albert II (1228-1251) identifiziert . Siegfried I hat aber am 19. Mai 1150 seinen erwachsenen Sohn Albert I verloren und ist am 22 Februar 1159 gestorben. Wenn Albert mindestens volljährig, also 14 gewesen wäre, dann wäre sein Vater Siegfried I im 1231 mindestens 95 Jahre alt gewesen. Es handelt sich hier also um Siegfried IV der Ellende (-1218-31,-1239) und seinen Sohn Ministeriale Albrecht III (*1222, -28 -29, -31,-46). In der handschriftlichen Copie vom Necrologium curiense von Domherrn Johann Peter Zarn 1849 S. 139 steht unter Maius 19 : „ Albertus de JUVALT obiit, qui unum pratum Amairans [korrigiert ad Mairans Codex 5] S(ancta) M(aria) ad s(ervitium) F(ratruum) dedit. Sifridus pater ejus decimam quam Rautine [Rodels] in beneficio habuit, cum manu Dni Episcopi Conradi [Conrad I von Biberegg (-1123-1144) ? oder sein Nachfolger Conrad II (1145-1150) ? ] eisdem Fratribus dedit. Cod 1.2.5.“ Die hier erwähnte Siegfried und Sohn Albert waren nicht Siegfried III sondern Siegried I , also der Grossvater, der am 19 Mai 1150 beim Tod seines erwachsenen Sohnes Albert erwähnt wird Es handel sich hier also um eine zweite spätere Eintragung unter dem 19. Mai desselben Textes von 1150 betreffend Siegfried I und seinen Sohn Albrecht I . „: Albertus de Juvalto ob[iit] qui unum pratum ad Mairans S. Mariae ad serv[itium] fr[atribus] dedit. Pro eius remedio anime Sigifridus pater suus etiam decimam, quam Rautine in beneficio habuit, cum manu dom. episcopi Chonradi eisdem fratribus dedit". Dieses pratum ad Mairans wird auch S. 53 leider ohne Jahr zitiert „ Februarius 22 Sifridus obiit, qui predium in Vazzis et pratum in Mairans S(ancta) M(aria) ad s(ervitium) Fr(atruum) dedit. Codex 1,2,5.“ Unmittelbar unter diesem Eintrag steht: „Gotfridus subdiaconus et Canonicus obiit.Cod 1.2. ano Dni 1159 C S“ was erlaubt den Tod dieses Sigfrieds vor 1159 zu setzen, denn es kommt in diesem Manuskript vor, dass Todesdaten des 10. und 11.Jh nachträglich eingetragen wurden. Immerhin erlauben diese zwei Einträge, mit demselben pratum ad Mairans , den Cognomenlosen Sifridus S. 53 als einen von JUVALT zu identifizieren, und zwar als Siegfried I. † < 1159. Was erklàrt dass im 1160 sein Sohn Sigfrid II mit seinem eigenen Sohn Sigfried III als bischöfliche Ministeriale auftreten ). 1232 Juni 10 ( BUB IIn 703) beim Kreuz zwischen Chur und Domat schenkt Ritter Hugo v Richinberg zu seinem Seelenheile dem Kloster Churwalden ein Gut in Göfis (Vorarlberg) . Testes Albero de Rizunnes, Walterus de Uaz, Heinricus de Belmont, Albertus de Rialt, Fridericus de JUVALT, Ropertus de Malles, Ebirhardus de Aspirmunt, Heinricus de JUVALT [Heinrich II, Bruder der Friedrichs beide Söhne des Ministerialen und kaiserlichen Richters Ulrich I von Juvalt] , Albero de Ruhinberch milites. 1236 Juni 17 Lantsch /Lenz . (BUB II neu 742) Walter III von Vaz, sein Sohn Walter IV und sein Brudersohn Marquard übertragen ihre Zehntrechte in Nußdorf an das Kloster Salem. In presentia testium … Sifridi Curiensis canonici [Domherr Siegfried V von Juvalt [ -1229- 36, †1258] 1237 März 8 ( BUB II neu Nr 749, S. 212 und Urbarien des Domcapitels zu Cur S 24 , nach Abschrift B2 von 1464 wobei die Namenformen dem 15. Jh. angepasst sind). Walther von Vaz, sein Sohn Walther und sein Neffe Marquard schenken dem Kloster Churwalden Güter mit dem Patronatsrecht der Kirche Paspels, Lehen vom Bischof von Chur, dem sie dafür zwei Höfe in Muldain übertragen und von ihm sogleich zu Lehen empfangen. ...interfuerunt testes Sifridus V (-1237,-38-†1258) Domherr ] et Olricus [ III (*1237-1255 Domherr , 1242-3 electus in prepositum (Domprobst) und späterer Custos] de JUVALT... canonici curienses. Olricus miles senior de Aspermunt, Albertus de Rialt, Conradus de Slaunis [Schlans] , Albertus [ III -1222-37] et Olricus (-1170-1237-) de JUUALT ministeriales ecclesie Curiensis, Philippus de Muntforti, Vol. Boemus de Niuwenburch [Ulrich genannt behaim THUMB von NEUBURG], Olricus de Schalun, Albero de Ruhunberc ...milites. Letzte Erscheinung von Ulrich I von Juvalt, Sohn des Heinrich I (-1170-) und Vater der Brüder Heinrich II , Friedrich und miles Ulrich II. Bei Albertus handelt es sich um Albrecht III (-1222 -37, 1251-) Bruder des Domprobstes Ulrich. (siehe BUB IIn Nr 696) 1239 September (3./10 die saturni) Müstair. (BUB IIn 779 ). Bischof Volkard von Chur verpfändet Hartwig von Matsch den Markt von Müstair. Testes :..... Ministeriale Albertus [ III -1222,- 37,-39 ] de JUVALT unter lauter Vinschgawer und Tiroler Adligen. Letzte Erscheinung von Ministerialen Albrecht III 1242 Oktober 21 (BUB IIn 799) Mainz. Die Mainzer Richter beauftragen den Propst von Churwalden und den Dompropst von Chur Ulrich von Juvalt [*1237- 1242 Dompropst , ab 1253 Domcustos, † 26. 11. 1255 NC ], vom Boten des Kosters Oberried erschlichene Urkunden als ungültig zu erklären. 1242 Oktober 31 :Domdekan und Dompropst Ulrich von Juvalt und der Propst von Churwalden vidimieren die Urkunde vom 21 Oktober 1242 1243 Januar 8 Chur (BUB IIn 802) Der Propst von Churwalden und der Dompropst von Chur Ulrich von Juvalt„ iudices delegati a sede Maguntina“ erklären alle Prozesshandlungen des Abts von Altdorf und des Scholasters von Strassburg im Streit zwischen den Klöstern St Gallen und Oberried als nichtig, die sie trotz Verbot und Excommunikation vorgenommen haben. Das Bistum Chur unterstand dem Erzbistum Mainz. 1243 undatiert (wohl nach 7 Februar) (BUB IIn 804) Der Propst von Churwalden und der Churer Domherr Ulrich von Juvalt heben die gegen Abt und Konvent von St Gallen ausgesprochene Suspension und das Interdikt auf und exkommunizieren die Richter. 1243 Februar 16 (BUB IIn 806) Der Scholaster von Strassburg und der Abt von Altorf fordern den Propst von Churwalden und den Dompropst von Chur Ulrich von Juvalt auf, die Exkommunikation von Aebtissin und Nonnen des Konvents Oberried zu widerrufen, und zitieren sie auf den 20. März nach Strassburg. 1243 März 21 Strassburg (BUB IIn 809) Der Abt von Altorf und der Scholaster von Strassburg verbieten dem Propst von Churwalden und dem Dompropst von Chur [Ulrich von Juvalt] „sub pena excommunicationis „ gegen die Nonnen von Oberried vorzugehen, und zitieren sie auf den 20. April wieder nach Strassburg. 1243 März 27 Chur (BUBIIn 809a) Der Propst von Churwalden und der ehemalige (olim in prepositum Curiensem electus) Dompropst 1242-43, von Chur Ulrich von Juvalt beauftragen den Leutpriester von Hügelheim, die Nonnen von Oberried zum dritten Mal auf den 29. April nach Chur zu zitieren. „Ego Uolricus de Iuualt proprium sigillum non habens sigillo decani mei usus sum“ 1243 undatiertt, (wohl nach 27.März) (BUB IIn 809b) Aebtissin und Konvent von Oberried bitten die Pröpste von Churwalden und Chur, die Exkommunikation aufzuheben, da ihr Spruch unrechtmässig sei und die Zisterzienserprivilegien missachtet hätten. 1243 (ca Ende März) (BUB IIn 810). Propst Swiker von Churwalden und der Churer Domherr Ulrich von Juvalt „ „iudices a sede Maguntina delegati“ ermahnen den Bischof von Konstanz, das Urteil des Scholasters von Strassburg und des Abts von Altorf zu vollziehen. Wahrscheinlich wegen dem Streit zwischen den Klöstern St Gallen und dem Zisterzienserinnenkloster Oberried um emphyteeutischen Besitz in Norsingen wurde Ulrich von Juvalt, Dompropst 1242-43 durch Burkart von Wittinbrunn ersezt. Zu den Streitigkeiten siehe noch BUB IIn 810a, 810b, 811, 811a, 811b, 811c, 813. 1243 August 21 (BUBIIn 815) Chur. Walter von Vaz, sein Sohn und sein Neffe übertragen dem Kloster Salem ein Lehengut in Danningen und schenken ihm Zehntabgaben aus Rengoldhausen. Testes Rudolfus comes de Monteforti, Reingerus de Sagannis, Symon de Montalt, Hainricus et Albertus de Griffinstain, Hebiradus et Ruodolfus Boemi de Nvwenburg [Thumb von Neuburg], Fridericus de Juvalt [-1208- 43,-1253-], Gozewinus et Burcardus fratres, Wernherus et Arnoldus fratres de Amedis [ Embs, Hohenems ?]. 1244 Mai 19 Bischof Volkart von Chur verleiht Andreas PLANTA das Kanzleramt im Oberengadin, welches Tobias von PONTRESINA wegen „culpis“ entzogen worden war. Testes: Ulricus de Juvalt canonicus Cur. [ Ulrich III *1237 Domherr ,-1242-43 Dompropst , -44,-46 Domherr, 1252-1255 Domcustos † 26.11.1255 ] 1244 August 30 Chur : (BUB IIn 829) Dompropst Burkhard [von Wittinbrunn], Walter von Vaz und Heinrich von Ramschwag entscheiden den Streit zwischen Bischfof Volkart von Chur und Ulrich von Aspermont um die Einkünfte des Viztumamtes). Unter den Zeugen : ... Siuridus de JUVALT (*1229-† 1258) Domherr von Chur Sohn des Albrecht III und Neffe des gewesenen Domprobstes Ulrich, ein Bruder des Albrecht III. 1244 Conrad I StAGR B 158 1246 Mai 14, Chur. (BUB IIn, 839) Bischof Volkard setzt den Propst von Churwalden als Pfarrer von Paspels ein. Testes : Ulricus de JUUALT [-1237 † 1255] canonicus curiensis ...et Walter senior et Walter iunior de Uaz nobiles, Albertus [IV -1246-51,-56] miles de JUUALT, Ruediger de Lichstenstain [bei Haldenstein], Conradus de Ruhinberg, Rodolfus de Escans [Eschen, im heutigen Fürstentum Lichtenstein], Sifridus de Sciraunis [Scharans] milites… Albrecht IV tritt hier zum ersten mal auf, unmittelbar nach den nobiles und vor den übrigen Ministerialen und zwar als miles ! Es kann sich also nicht um den Ministerialen Albrecht III (1222,1239- handeln) 1247 Oktober 17, Lyon (BUB II Neu Nr 859 S. 316) Papst Innozenz IV fordert Dompropst und Domkapitel von Chur auf, den Chorherren Rudolf von Beromünster, Schreiber der Grafen von Kyburg, als Domherrn aufzunehmen. Testes : Hainricus decanus, Hermannus cantor, Vl[ricus] et Siuridus de Juvalt canonici curienses. (Domherren Ulrich und sein Neffe Siegfried V v Juvalt ( *1229-†1258 ]. 1247 Nov 22 Chur (BUB II n 860) : Dompropst Burkhard [von Wittinbrunn] von Chur überträgt das Patronatsrecht der Kirche von Bludenz an Bischof Volkard von Chur, welcher diese der Dompropstei inkorporiert. Testes: Uolricus et Siuridus de JUVALT canonici curienses. [ Ulrich *1237,-1242-43 Dompropst , ab -44,-46 wieder Domherr, 1252-1255 Custos + 26.11.1255) und sein Neffe Siegfried V (-1229 -† 1258) ] 1250 Adam StAGR B 158 1250 Albero (-1250-90-1298- ) StAGR B 158 .Es könnte sich hier um Albrecht IV (-1246 -50,,-51,-58 tot ), der älteste Sohn von Albrecht III handeln. Und Vater von Albrecht V, Eglolf I und Sigrief VI 1251 Swiger StAGR B 158 1250 Hermann StAGR B 158 1251 November 2 (BUB IIn 911) Albertus de Juuvalta verpfändet der Gemeinde Bormio Abgaben aus dem Gebiet von Bormio (Eintrag um 1344 im Quadernum eventariorum S.2 , Archivio di Bormio) „Cartam unam, sicut dominus Albertus de JUUALTA investivit pro pignore dictum comune de fiscariciis et de omnibus aliis iuribus et honoribus, quos habebat in teretorio de Bur(mio) ex parte dicte investiture libr(arum) CCLVIII, factam per Johannem Claudum in MCCLI, die jovis secundo mensis novembris. Erster Auftritt von Albrecht V von Juvalt , der in Bormio Geschäfte macht, 1258 ausdrücklich als der Sohn eines verstorbenen Albrecht und als Bruder des Eglolf I und des Siegfried VI von Juvalt bezeichnet wird . Siehe BUB IIn 1012] Er ist also der Sohn des miles Albrecht IV 1251 November 8 (BUB IIn 911a) Albertus de Juvalta verkauft der Gemeinde Bormio Vieh : „bestias LV et bovem unum et medietatem unius vaze…“(Eintrag um 1344 im Quadernum eventariorum S.2 (Archivio di Bormio) 1251 November 8 (BUB IIn 911b) Albertus de Juvalta verkauft an Johannes Gervaxius 10 Stück Vieh. (Eintrag um 1344 im Quadernum eventariorum S.2 , Archivio di Bormio) 1251 Dezember 13 Chur : (BUB IIn 916 (878)) . Bischof Heinrich von Chur weist den Mönchen von St Luzi und den Nonnen von St Hilarien zu ihrem Unterhalte die Kirche Bendern, deren Patronatsrecht St Luzi besitzt , zu. Testes sunt hii ... Siuridus de JUVALT… canonicus curiensis ( Sigfried V-1229- † 1258) 1252 Juni 23, Reichenau (BUB IIn 926) Heinrich von Rhäzüns schliesst mit der Gemeinde Chiavenna einen Friedensvertrag auf 15 Jahre. „Interfuerunt testes dominus Henricus frater dei gratia Curiensis electus filius condam domini comitis Ugoni de Monteforte et dominus Simon de Montalto filius condam domini Gualterii [Walter I] de Montalto et dominus Anricus de Guilimbergo [Wildenberg] filius condam domini Alberti de Griffensteino et dominus Anricus de Grinec [Grüneck] filius condam domini Rangerii de Seganio [Reinger von Sagogn] et dominus Albertus de Belmonte filius condam domini Anrici de Belmonte et dominus Federicus de Ciualta filius condam Domini Olderici de Ciualta et dominus Conradus de Rialta filius condam domini Alberti de Rialta omnes de episcopatu Curie. Hier haben wir ein Stück Genealogie des oberländischen Adels , und erfahren, dass Friedrich (-1208,1253-) und sein Bruder Heinrich II (1194 -1219-1232-) von Juvalt Söhne des Ministerialen und kaiserlicher Richters Ulrich (*1170-1210-10,-19,-24, 27,-28,-32-37 + < 1252)) waren. Die Urkunde wurde von einem Notar aus Prosto geschrieben, der sich bemüht hat, die barbarischen deutschen Namen zu latinisieren ,weshalb „ Guilimbergo“ für Wildenberg und „Ciualta“ für Juvalt). Wir erfahren auch, dass Heinrich von Grüneck der Sohn des Rainger von Sagogn war, und Heinrich von Wildenberg der Sohn von Albrecht von Greifenstein. 1253 Februar 27 Chur (BUB IIn 933; Jerger, Regesten S 345) ) Graf Hugo von Montfort und Friderich von Wanga vermitteln in der Fehde zwischen dem BvC und den Vögten von Matsch einen Vergleich.¨Zeugen des Vertrags waren der Thumbpropst Vlrich * , der Decan Hartlieb von Schamiss, H. von Sax, Vlrich von Juualdt alle Thumbherren zu Chur, Friederich von Juualdt, Egilof von Sigberg, Rudolph Boemus [THUMB von NEUBURG], Hainrich von Sagannis [Heinrich von Grüneck], Wernherus von Asilingen vnd Heinrich von Castris alle Ritter. [* irrt statt Burkhart von Wittinbrunn, der an Stelle von Ulrich Domprobst 1242-43 von Juvalt hier als Dompropst auftritt ]. 1253 Dezember 27 Chur: (BUB IIn 953). Heinrich, Erwählter Bischof von Chur bestätigt Schenkungen von Walter III von Vaz an das Kloster Salem. Presentibus: Uolrich von JUVALT Custos zu Chur (-1237,-44,46,47 ,1253,1255, † 26.11 1255 Necr Cur) et Sifrido nepote suo [Domherr Sigfried V ( -1229-† 1258). Hier wird erstmals erwähnt, dass Sigfried V der Neffe von Domcustos Ulrich (-1237-1255) war, was erlaubt Dompobst Ulrich als Sohn des Sigfried IV des Ellenden ( -1218-1239) mit seinem Bruder Ministeriale Albrecht III (-1222-1239-) einzureihen. 1254 Februar 2 Chur (BUB IIn 959) Erwählter Bischof Heinrich von Chur überträgt dem einstigen Vizdum Heinrich von Flums die Mühle bei der Meztg in Chur. Nach den milites Eberhard Behaim von Neuburg, Conrad von Ruhenberg und Ludwig von Winegg testet ein nicht besser identifizierter R de IUUALT, zitiert nach den milites und vor den Gemainlüüt Swicherus dictus Maistirlli, Andrea de Curia et allii quamplures. Herkunftsname ? Ein Bankart von Juvalt ? ein Höriger aus Juvalta ? Der Vorname Rudolf escheint in der Familie erst nach der Heirat von Eglolf II mit Ursula von Unterwegen, Tochter Rudolfs von Unterwegen. 1255 August 16. Die guelfische Partei (Rhäzüns, Belmont, Friberg, Rialt, Orelli) erleidet eine schwere Niederlage in der Schlacht bei Ems. Es ist nicht erkundlich, ob die Friien von Juvalt , als Ministerialen des Fürtsbischofs von Chur welfisch oder als treu gebliebene Vasallen des Kaisers ghibellinisch waren. 1255 November 26 † Domcustos Ulrich ( StAGR B 158 und Necr Cur). Das Datum entspricht dem Sterbedatum des Domherrn, Dompropst und Domcustos Ulrich von JUVALT im Necrologium curiense. "Ulricus de JUUALT custos Cur. obiit anno dni. MCCLV [cod C] qui predium suum apud Amides S. Marie ad serv[itium]. Fr[atruum] dedit, quod dicitur de mala veschiga. Socra Jacobi de Salas persolvit integrum servitium". [socra -ae f, socrus, -us f : Schwiegermutter ?] 1257, indictione prima, Reichenau. (BUB II, Nr 923 S 359; BUB II neu Nr 1001 S. 447) Albrecht von Sax verkauft dem Kloster Pfäfers die Burg Wartenstein und die Vogtei über Pfäfers, Valens, Vättis und Untervaz. Testes : Heinrich II von Sax de Clanx et Ulricus suus frater de Sax, Simon I de Muntalt et Walterus suus filius, dominus H[einrich] III de Ruzuns, Heinrich I de Belmunt, H[einrich I] miles de Vrovinberch (Frauenberg) et dominus Fridericus suus frater, C[onradus] de Grueninuels, Egilolf de IUUVALT, Konrad de Ruhenberg [Trimmis], H. Karamamma milites, C. de Rialt, C. de Herinuels [Ehrenfels] , C et Bartolomeus fratres de Bernburch [Bärenburg], Cvno de Richinstein... Bei seinem aller ersten Auftritt erscheint Egilolf I von Juvalt an erster Stelle nach den nobiles. Es handelt sich um den 1258 erwähnten Bruder des Albrecht V und des Siegfried VI von Juvalt, alle Söhne des miles Albrecht IV (-1246, -51 1258 tot). H. miles de Vrovinberch ist nicht der Minnesänger Heinrich von Frauenberg (*1257 - 1314) sondern eher sein Vater oder Onkel. 1258 † Domherr Sigfrid. (StAGR B 158) ( -1229-1258) der Sohn von Albrecht III und Neffe von Dompropst dann Domcustos Ulrich III ( -1237- † 1255) 1258 Juli 5 oder 6 (BUB II neu , 1012) . Albertus de Juvalta bestätigt die Verpfändung von Abgaben an die Gemeinde Bormio. (Eintrag um 1344 im Arch vio comunale di Bormio, Quaternus eventariorum S 2. ) Cartam firmacionis suprascripte investiture pro pignore, sicut ser Albertus filius condam alterius Alberti de JUUALTA per se [...] ser Gufredum et Ingilliolfum fratres eius firmaverunt investituram, traditam per Johannem Claudum et [scriptam] per Otonellum eius filius in MCCLVII, die veneris VI intr(ante) iull(io) (Siehe 1251 November 2, Nov. 8, Nov . 8,) Gufredum ist hier 80 Jahre später von Ottonello verschrieben für Sigifridus und Ingilliolfum für Eglolf I von JUVALT. Der verstorbene Ritter Albert IV (-1246,-51) war also der Vater der Gebrüder Albrecht V, Eglolf I und Siegfried. VI.. Eglolf I tauft seinen erstgebohrenen Sohn ebenfalls Albrecht. Und da Eglolf einen älteren ? jüngeren ? Bruder Sigfried hatte, ist die Abstammung von der Linie Albrecht IV (1246-1251-1258 tot ) → Siegfried IV der Ellende ( 1218-39) Siegfried III ( -1160-70,) → Sigfried II -1149-1160) → Siegfried I (-1123- †1159) gesichert., Eglolf I und sein Bruder Siegfried VI werden erstmals 1286 zusammen mit Ministerialen Conrad von Juvalt zitiert.

______________________________________________________________________________________________ Genealogie der Friien von JUVALT 1123-1467 Sigfried Ast

1.Sigfried I (-1123 -49, -50- † 22. Februar 1159 ) ↓ 2. Albrecht I (-1149 † 19. Mai 1150) --------- Sigfried II (-1149,1160-) ↓ 3. Sigfried III (-1160-70-) Ritter u Ministeriale

↓ 4 Sigfried IV der Ellende –---------- Albrecht II (-1229-) (-1218-39-) Churer Domherr ↓ 5 Albrecht III (-1222-1239- ) --------------Ulrich III (-1237- †1255) Ritter und Ministeriale Churer Dompropst 1242-43 ↓

6.Albrecht IV miles (-1246 1251-58 tot)—---------------Sigfried V (-1229-† 1258) ↓ Domherr, Neffe des Domprobstes Ulrich III

7.Albrecht V (-1258-)--- Eglolf I (-1257, -58,-86, 1311 † <1333 ) --- Sigfried VI (-1258,- 86-) ----- Anastasia (-1299-) miles Erbt die Burg Hochjuvalt &Joh Conrad v Mohr ↓ 8.Berchta († < 1331)-----Ursula -----------Elisabeth (+ < 1367)---------------Albrecht VI -------------Berchtram & Andreas IV Planta (1348 †1349)) & Hans II von Unterwegen (-1331,-48,q. 1352) (-1331-1372-) & Pagan Patte 6 Söhne BUB VI 3583 & Anna ? von Marmels o.N. ↓ 9. Eglolf II d. Äeltere---------------- Friedrich II---- -------- Ulrich IV ----------Guta (-1369-) & Ursula v Unterwegen 1340,.63 1406 Vizdum Klosterherr & Rudolf v Schauenstein (-1352 -1406) >1389 Vizdum & Anna Ringasser Churwalden Eherenfels ↓ ↓ Nachkommen 1361 Hans v Schauenstein

10. Rudolf I --------- Andreas ---- Eglolf III d. Jüng. ----Verena------------Barbara --------- Ursula ------------ Anna (-1379 + <1440) † <1388- -1388- -1388- -1388- -1388- -1388- Burggraf & Anna Vizdum 1407-13 v Fontenâs &Hans d. Ae & Uoli Faltzüll & Ott & Raget & Lutiera Planta ↓ v. Valendas vf Hochjuvalt v. Castelberg v Lumerins ↓ BUB VI 3672 -1331-33- Nachkomen ? Juncker Johann BHBS,S.607 ↓ 11. Rudolf II ------------------------------------- Amalia † 1452 in der Familiengruft im Churer Dom beigesetzt (-1440 † 1448 oder 1456) & Elsine v Heidelberg (-1462-) & Rudolf Schuoler von Castelmur, Vizdum im Domleschg (1413-28) ↓ ↓

Ursula -------------------Barbara Swicker Schuoler von Castelmur--------------- und 22 Geschwister Vizdum im Domleschg ,Vogt auf Strassberg &Pedrut v Wannis ledig & Anna Bürser († 2.08.1431 Necr Curiense) 1448,-56,-62 1448,-56,-62 ↓ Clara von Castelmur --------Elisabeth von Castelmur- & Joachim von JOCHBERG & Uoli BEELI "von Belfort" ↓ Zahlreiche Nachkommen der Friien von JUVALT Also di ganze Linie auf Hochjuvalt, und nach dem Verkauf der Feste Hochjuvalt durch Eglolf I, mit Albrecht VI auf der Inderen Juvalt

Ast II 1. Heinrich I (-1170-) q. Mengen vor Kaiser Friedrich I mit Uolricus filius ejus ↓ 2 Ulrich I (-1170 Mengen -1192 Hagenau vor K. Heinrich VI ,-94,-95,1210,1219- quondam 1237) Miles und Kaiserlicher Richter (unter Friedrich I, Heinrich VI) BUB IIn Nr 926 Heinrich erstmals als Vater Ulrichs erwähnt ↓ 3.Heinrich II ( -1219-38-)--------Friedrich (-1208-1253-)---------Ulrich II miles (-1219- Kaiserliche Richter 1219 Friedensvertrag zw BvC und dem Stadtstaat Como 1228: Vergleich zw BvC Berchtold u Graf Albrecht v Tirol 1252 Friedensvertrag zw Heinrich v Räzüns und Chiavenna

↓? 4Conrad (-1275-1286-) BUB III Miles et ministerialis (1286 mit Eglolf I u Sigfried VI v Juvalt)

Mittwoch, 12. Oktober 2016 _____________________________________________________________________________________________ 1260 März 16. Churburg.(BUB IIn 1036) Bischof Heinrich von Chur investiert den Propst des Klosters Steingaden mit der Kirche Tschars. „presentibus … domino E[gilolfo] milite de JUUALT, Andrea, Suigero fratribus de Marmalans [Andreas III (-1260 + 1299) und Swiker I (-1260-1300-) von Marmels], Gotfrido de Scowenstein [Schauenstein] et aliis quampluribus „ 1262 März 30. Müstair (BUB IIn 1060). Bischof Heinrich von Chur überträgt aufgrund kaiserlicher Schenkung das Seelsorgenrecht der Kirche Schlanders dem Deutschordenhaus Bozen und investiert den Bruder Konrad. In beysein… Egilolfo de JUBALD (*1257 ,1258, -60, -62- 1311- † <1337) Hermano de Berstens rittern, [Hermann von Peist (Schanfigg)]…. 1275 Juli 6, Chur (BUB IIIn 1228) Bischof Conrad von Chur überträgt Walter von Vaz als Leibgeding die Burg Aspermont alle Leute und Besitzungen die Ulrich IV von Aspermont (-1244-1274-) pie memorie hinterlassen hat, sowie die Höfe Molinära, Trimmis und Tomils für den als Schadenersatz zurückgegebenen Pfandbesitz : es werden, nach den Rittern zitiert : Conrado de IUVALT (-1275, -81, -83, -85, -86- † 1290) et Alberto de Shovenstain ministerialibus ecclesie Curiensis. Nach StAGR B 158 Conrad II zit. -1275-81- 83-85-86- † 1290) 1281 Dezember 10 (BUB IIIn 1302; BUB III 1101) Conradus miles de JUVALT (*1275, -81, -83, -85, -86- † 1290) ministerialis eccl. Curiensis verkauft dem Bischof von Chur Conrad von Belmont eine Eigenfrau: Berta, uxorem legitimam Johannis de Schirans, civis curiensis...cum omnibus suis infantibus"..... Nos C[onradus] episcopus Curiensis, R. Abbas Desertinensis,..capitulum Curiense et H. de Belmunt ad peticionem predicti Conradi militis de Juvalt sigilla nostra huic cedule fecimus apponi et apendi. Nur Adlige durften Eingenleute besitzen, kaufen oder verkaufen. Conrad ist also ein Adliger und ein Ritter.Er könnte von Heinrich oder Friedrich von JUVALT, kaiserliche Richter abstammen. 1283 Februar 10. Laas (Vinschgau) ( BUB IIIn 1331). Graf Rudolf von Montfort als Vormund seiner Neffen und Ulrich von Matsch verzichten zugunsten Graf Meinhards von Tirol auf die Feste Eyrs und andere rechte des verstorbenen Grafen Konrad von Moosburg. Testes sunt ... Eberhardus de Asperomonte, Volricus de Flumens, Andreas de Marmore, Hainricus de Wagenberc [Wagenburg, Bülach,Zh] , Volricus de Wanprehts [Wohmbrechts (nw Lindenberg, bayer. Schwaben) ] Ruodolfus de Schowenstain, Cuonradus de JUUALT (-1275-† 1290), Swigerus de Richenberch (Reichenberg, Vinschgau), Hainricus de Rotenburch [Rottenburg (Öesterreich) ] … milites… 1285 Juni (14-30) Vicosoprano ( BUB IIIn 1374) Jakob von Castelmur (Sohn des Jacobinus (-1282-1285-) überträgt der Kirche Chur die Hälfte der Erbschaft, die er von seinem väterlichen Onkel (patruus) Konrad von Castelmur zu erwarten hat. Testes: comes Ůlc. de Monteforti, H[einrich II] de Wildenberg iunior (-1259-1285-), Eglolf (-1275-1303-) et Eberhardt II (-1255-1288-) fratres de Aspermont, Ulrich II de Flummis, Conradus de JVFALT (-1275-† 1290 ) , Andreas [III – 1260 † 1299] de Marmorea, Albertus de Schowenstain (1275-1286-) .... 1286 Juli 29 Chur (BUB IIIn 1392) Propst und Kapitel der Kollegialskirche S. Vittore versprechen Ulrich und Simon von Rietberg einen Zins für die Rückgabe der Kapelle St Peter und weiterer Besitzungen im Rheinwald. „ testes rogati interfuerunt : zitiert nach Ruodolfus, Albertus, Gotfridus et Burkhardus fratres de Schowenstain : Conradus (*1275 † 1290) , Egilolfus I (-1257, -58, -86- 90, 98, 1311- † < 1337 ? ) ac Sifridus de JUFALTO » . Dieser Sigfried ist der 1258 erstmals zitierter Bruder des Egilolf I. Dieser und Sigfried tauchen hier zum ersten Mal mit dem Ministerialen und Rittern Conrad (-1275-† 1290) als Zeugen auf: könnte auf enge Verwandschaft hinweisen. 1288 Fehde zwischen König Rudolf von Habsburg und dem Bischof Friedrich von Chur. Bischöflicher Zug in den Walgau mit Zerstörung der Feste Blumenegg und anderer Besitzungen der Grafen von Werdenberg-Sargans. Beim Treffen bei Balzers, unweit der Frauenbergischen Feste Gutenberg gerieten der Bischof und Heinrich von Grieβenberg in Gefangenschaft im Turm der Burg Werdenberg. Am 2. Juni 1290 fiel der Bischof zu Tode nachdem er versucht hatte aus seiner Gefägnisszelle mit einem aus Bettzeug gefertigten Seil zu flüchten. 1289 Ulrich (StAGR B 158, Notiz von Hartmann Caviezel Op. Cit. S. 21) Jacob da Porta von Castelmur und Uolrich von JUVALT (unbekannt) schenken dem Hospitz St Peter auf dem Septimerberg Weiden für je 30 und 20 Schäfe und 2 Kühe. 1290 Egil[olf] StAGR B 158 wahrscheinlich identisch mit dem obigen Egilolf I (-1257- 58, 86, 90, -98, 1311- † < 1337) 1299 Anastasia (StAGR B 158 und StAGR IV 25e2 ). Anastasia ist die Schwester des Egilolf I und Gattin des Johann Cuonrad von Mohr, Castellan auf Heinsberg [bei Bad Rappenau, Baden-Würtenberg] im Jahr 1299]. 1300 Burkha[rdt] . StAGR B 158 1311 September 18. Chur.(BUB IV 1975) Ritter Cuonrad von Mor gewährt dem Bischof von Chur das Lösungsgeld für verpfändete Einkünfte in Ftan und Gonda. Testes: Simon de Bernburg miles [Bärenburg] (-1299-1327-), Egilolfus I de JUVALT ( -1257- † < 1337 siehe unten) , Anselmus de Castromuro, Conradus Plant ( 1311-1338) et quamplures alii fidedigni. Anastasia von Juvalt, soeur d’Eglolf I, était mariée en 1399 avec un Conrad MOR ( MOHR, von MOOR) et l’on trouve dans la famille Moor un Eglolf, qui tenait en hypothèque en 1416 le château de Steinsberg (DHBS IV S 771) 1320 Januar 13, Rietberg (BUB IV 2179).Freiherr Heinrich Brun von Rhäzüns schliesst mit seinem Schwiegersohn Johann von Rietberg einen Ehekontrakt für seine Tochter Berchta. Johann von Rietberg schenkt „siner elicher frown.. die burg Rieberc und Alberten bastarden von Juvalt vnd sinu kint, diu in an horent“ als Morgengabe. Nach dem Gesetzt der Ärgeren Hand gehörte die Proles geboren von einem Freien und einer Unfreien oder umgekehrt, dem Besitzer des unfreien Teils :hier gehörte der unfreie Teil in [ihm] Johann von Rietberg. 1322 März 16, Untertagstein (BUB IV 2229). Bauern streiten sich um Wiesen. Unter den zeugen : Alberte bastarde de Rietberch 1323. Oktober 22, Chur (BUB IV 2274). Ulrich, Kirchherr von Rialt und seine Mutter Ita verkaufen an Albert den Bastard von Juvalt ein Haus in Chur und zwei Wiesen. Hec omnia pertinencia vendidimus, tradidimus et donavimus discreto viro Alberto bastardo de JUUALTA, sibi suisque heredibus. Die Bastarden hatten eine besondere Stellung zwischen dem Stand der Adligen und dem der Unfreien. Unser discretus vir Albrecht durfte als Zeuge auftreten, und Güter kaufen. 1331 (BUB V 2488) Albrecht VI ( -1331-1348-1369 tot) und Berchtram (Bartholomäus) (- 1331-1372-) Gebrüder von JUVALT, Söhne des Eglolfs I, verpfänden an Andreas III PLANTA (-1310-1365-) Zinsen aus Gütern unter anderem in Samaden für eine Schuld von 45 Mark " die zwanzig umb sein heimsteur von unser schwester selig [Berchta] wegen, die ehewürtin [des Andreas PLANTA ] war….und die andere fünf und zwanzig an baaren pfennig, so er uns geleichen hat“ . Nicht nur konnten die Gebrüder Albrecht und Berchtram von Juvalt die Heimsteuer ihrer Schwester nicht bezahlen, sondern sie mussten sich von Andreas Planta auch noch Geld leihen lassen ! Sie versetzen dem Andreas Plant „unser gut zu Samaden, so wir von dem gottshaus Chur zu lehen haben, als seynd zwey saum weins und sieben wertschaffe ein drittel mehr „ Sie versetzen auch „zwölff schilling gelds aus Planadeges. Beide Brüder siegeln, was bedeutet, dass die Teilung der Herrschaft bereits geschehen ist und dass ihr Vater Eglolf I vor 1331 gestorben sein muss. 1331-33. DHBS S. 607. Raget von Lumarins, Gatte der Anna von Juvalt, Tochter von Eglolf II erhebt Ansprüche auf die Burgen und Herrschaften Rietberg und Hochjuvalt. Sein Angriff auf die Hochjuvalt wurde niedergeschlagen. Trotzdem erhielt er von Bischof Johannes I Pfefferhard 2500 Gulden als Entschädigung ! 1335 April 2. Heinrich und Simon Straiff verpflichten sich, an Walter, Christoph, Heinrich und Donat von Rhäzüns, wenn ihr Bruder Hans die bei der Lösung aus der Gefangenschaft festgesetzten Bedingungen nicht erfüllt, 350 Mark zu bezahlen, wofür sie Bürgen stellen. Unter den Bürgern Aeblin von Jvfalt vmb vierzig march (wohl Albrecht VI, der älteste Sohn von Eglolf I) 350 Mark sind eine sehr grosse Summe (1 Mark = 8 Pfund) 1337 Ulrich (-1289, 1337-63-) StAGR B 158 1337 Februar 10 Rhäzüns (BUB V 2586). Walter, Christoph, Heinrich und Donat von Rhäzüns entlassen Simon von Bärenburg gegen Sicherheit von 100 Mark und Stellung von zwei Bürgen befristet auf der Gefangenschaft. Simon von Berenburg „ het gesezet zven Burgen vnseren oehen voget Volrich von Maesche vmb zehen march vnd Albreht von JUUALT vmb zehen march „ Um 1337 (StAGR 1137/20) Nach dem Tod des Eglolf I , erste Erbteilung zwischen Albrecht VI und Berchtram (=Bartholomeus) von JUVALT (- 1331-72- ) siehe 1342.. Albrecht behält die Feste die indere Juvalt, Berchtram erhält ze Rotels und ze Pasqual 9 Schilling an Wert. 1340 Juni 21 (BUB V Nr 2677 ) Bischof Ulrich von Chur bestätigt einen Kaufvertrag zwischen Eglolf I selig von Juvalt und den Herren von Rietberg und nicht, wie es im BUB V steht, „ zwischen Albrecht und Berchtram von Juvalt und Gotteshausleute in Samedan“ . ..Noverint omnes, quos nosse fuerit opportunum, quod nos ad petitionem fidelium nostrorum Alberti et Bartholomei filiorum quondam Eglolfi (I) de JUVALT contractum emtionis seu pignorationis initum inter praedictum quondam Eglolfum de Juvalt ex una et fideles nostros homines curiae vicedominatus dicti de Rindberg [Rietberg] in Samadeno ex parte altera, iuxta pacta in littera ipsius quondam Eglolfi supradicta et confecta plenius continentur, approbavimus et confirmavimus approbamus et praesentibus confirmamus. Et in evidentia confirmationis nostrae seu petitionum praedictorum de Juvalt sigilla nostrum et praedicti Alberti de Juvalt suo et sui fratris Batholomaei nomine praesentibus sunt appensa. Dat. Zuoz anno domini MCCCXL feria quarta ante festum beati Joannis Baptae, indictione quarta. " Eglolf I von Juvalt hat also seine Feste Hochjuvalt direkt an die Herren von Rietberg verkauft oder verpfändet . Merkwürdig ist, dass diese Urkunde überhaupt nicht erwähnt WAS verkauft wurde. Wir müssen auf die Retia von Johann Guler "von Wynegg" greifen um zu erfahren (folio 148) ,dass : "Unter dises bischoffs (Ulrich Schuldheiss, aus dem stettlein Lentzburg im Ergöuw bürtig) verwaltung nam das bistum an einem ort zu, am andern hingegen ab. Zu nam es im Domleschg, das es hohen Juvalt (ein schloss also genant, das seinen eignen adel dis namens gehabt) an sich bracht ". Die Festen Hochjuvalt und Inderejuvalt und die Güter und Gülten der Herrschaft Juvalt waren also immernoch Allodialgut derer von Juvalt, und kein bischöfliches Lehen ! Die Hochjuvalt kam zum Bistum aber erst 1352 als die Landenberg, welche die Feste von Johann von Rietberg 1348 geschenkt bekommen hatten, diese dem Bischof von Chur um ( 2500 oder 3500 ?) Gulden verkauften (siehe unten). 1340 Friedrich (-1340-1363-) StAGR B 158 1340 Egino (-1340-62-63-72-) StAGR B 158: 1342 Mai 12 "in unser burg ze Cur" stritten sich die Gebrüder Albrecht VI (-1331-1348- +<1352) und Berchtram (Bartholomäus) (-1331-1372-) , Söhne des Eglolf I (-1257- 58,86,90,98, 1311 gestorben < 1337) von Juvalt um das Erbe der Burg Indere Juvalt die sie „von ir vordren geerbt hant“ : das Schiedsgericht [bestehend aus Graf Ruodolf von Sangans, Ritter Ulrich von Montfort, Johans von Ringgenberg und Buercli von Kropfenstain] beschloss, dass die Burg Juvalt "mit Lüt und Gütern "ewecklich als sin aigen guot"* (Allod) dem Albertus gehöre, dem Bartholomäus aber die Zehnte und die Gülten" und zwar „driu pfunt and werd des clainen werdes [wertes] an korn vnd an kaes,… vf du gueter: -ze Schrans 13 schilling –ze Lumins [Almens] 5 schilling -ze Pascual 9 schilling –ze Tumils 12 schilling vff dem zehenden vnd von ainer hofstat –ze Tumils 6 schilling , 2 virtali minder vss dem guot, das Kafatz buwet – ze Maus [Moos] 5 schilling an kaes vnd 2/4 kornes – ze Valdonica ain wis 3 schilling –ze Veldes [Feldis] 7 schilling; dazu – ein Höriger mit lib vnd mit guot vnd mit kind -20 pfund mailisch an pfenigen; vnd noch : 3 pfund, 24 pfund an pfenigen vnd ein kneht sinu kint, sin lib vnd sin guot“. Wenn aber Berchtram „nit enist“ [keine Nachkommen haben sollte oder gestorben ist] so sol diese gult (3 pfund, 24 pfund mailisch und der Knecht) wieder an Albrecht und seinen Erben vallen, an alle widerrede“ . Nach dem Verkauf der Burg Hochjuvalt mit Güter, Zinsens und Eigenleute, ist diese Teilung eine weitere Verminderung der Herrschaft Juvalt. 1348 Januar 10 (BAC 30.V.1348) Johann von Rietberg schenkt „mine vesti Rieperg vnd mine vesti die hohen Jufalt... als ich vnd mine vordern dieselben vestinan baide ...gehept und genossen habint“ [da lügt er] seinen Oheimen Hermann und Beringer von Landenberg vor dem Gericht des Grafen von Werdenberg Sargans. Diese Schenkung überrascht umsomehr als Johann von Rietberg mit Berchta von Rhäzüns seit 1302 verheiratet war, der er - auf Geheiss von seinem Schwiegervater Heinrich Brun, Freiherr von Rhäzüs-, „siner elicher frown.. die burg Rieberc und Alberten bastarden von Juvalt vnd sinu kint, diu in an horent“ als Morgengabe und Leibgeding überlassen musste ( siehe BUB IV, 2179); da Berchta erst 1356 stirbt und da aus deser Ehe ein Sohn Johann entsprungen ist. Die einzig logische Erklärung für diese Schenkung ist, dass er sein Erbe gegen die Appropriationsgelüste seiner hungrigen Rhäzünser Kelmagen sichern wollte. Vielleicht könnte sein Sohn Hans krank, gebrechlich oder gar bereits gestorben gewesen sein, da dieser keine dokumentarische Spuren hinterlassen hat und auch im Testament seiner Mutter Berchta geb. von Rhäzüns ( † 1356) nicht erwähnt wird. Als Neffe des Ulrichs Brun, hätte er erbliche Ansprüche auf die Herrschaft Rhäzüns gehabt. 1348 Februar 20 Chur (BUB V 2898) : Ursula von JUVALT [verspricht] die 40 Mark Morgengabe von ihrem Gatten Pagan Patte, Bürger zu Chur, und alle den sonstigen Güter ihrem Bruder Albert (VI) von Juvalt (*1331-1348- 1352 tot) nicht zu entfremden. (Verzicht oder Mannesvorteil ?) Für das „hvs ze Curtischella“, die Ursula und ihr Gatte von ihrem Bruder Albrecht empfangen haben, so sollen sie dafür, „die wile sie lebent“ als zins „zween nuwe hentschuohe ierlich vf sant Martins tag… richten“ . 1349 April 16 Chur (BUB V, 2960) . Beim Verkauf von „siben manmat an wisen gelegen ze Kur vor der stat, da man da sprichet vber die brucge der Plassur“ erfahren wir, dass eine Wiese „an frovn Vrselen von JUUALT ( † < 16 April 1349) wisen, du des vorgenannten Patten [Pagan Patte, Bürger zu Chur] elich wirtin was“ stosst. 1349 September 5 Johann von RIETBERG († 05.09.1349) stirbt nachdem er all seine Lehen und Güter seinen Onkeln von Landenberg übergeben hatte. Necr Cur p 89 : " Anno Dni MCCCXXXXIX ob. Joh de Rietberg, qui reliquit capitulo Cur. Equum suum et arma, quae vendita fuerunt pro LIV flor. quos recepit capitulum, de quibus debet dare annuatim ad suum anniversarium X libr. Mez[zanorum]. Etc. Requiescit in Rautels. Seine Wittwe Berchta von Rhäzüns († 17 März 1356) wird noch ein Jahrhundert später in einem Nachtrag erwähnt :1456 "nobilis domina Berchta de Rutzzuns relicta quondam Johannis de Rietberg dedit Capitulo eccl. Cur. XXV flor. aureos in remedium animae sue, ita ut canonici Capituli predicti annuatim in die beatae Gertrudis anniuersarium celebrent [Mathilde] sororis domine Berchte predicte pro quatuor libr. Mez. etc quamdiu dom. Berchta vixerit supradicta. Ipsa vero dom. Berchta de Ruzzuns defuncta de predictis quatuor libr. die obitus sui eius anniuersarium perpetuo celebretur. Etc. Requiescit ante altare S Georii sub lapide minori“ Necrologium Curiense : Cod G (NC S. 27) 1352 Januar 28 (BUB VI Nr 3040) Egnolphus (Egolfo) II et eius FRATRES [filii q. Alberti de Juvalt] resignaverunt Zinsen (3 somas vini,11 oves,10 solidos, 8 mezanorum reditus, qui datur anno quolibet in festo S. Johannis Baptistae nativitatis de coloniis Curiae Samadeno consignandis ad castrum de Juvalt". Diese Zinsen werden vom BvC Rybi dem Andreas IV PLANTA, Wittwer der Berchta von Juvalt, und "ministro in Zuoz et suis heredibus in feudum" übertragen. Die Existenz dieses Egnolphus et eius fratres erklärt den Verzicht ihrer Schwester Guta, Ehefrau des Rudolf von Schauenstein Ehrenfels, 1369 XII 20 auf ihre Erbansprüche von väterlicher Seite, solange der Mannestamm von Juvalt nicht ausgestorben ist. (siehe BUB VI Nr 3672). Die fratres von Eglolf II sind Friedrich ( *1340, -52, -63,) , Klosterherr Ulrich IV (-1363-) und Guta 1352 Juni 30 : (CD III S 72, BUB VI Nr 3049) Die Brüder Hermann, Beringer, Pfaff Hermann und ihr Vater Hermann der Äeltere von Landenberg-Greifensee verzichten zu Gunsten des Fürstbischofs Ulrich von Chur auf die Festen Rietberg und die Herrschaft "dú vesti,dú man nemmet dú Hohe JUUALT, vnd die lúte vnd guett, die darzů gehoerent" für 2500 Gulden (nach Äemterbücher für 3500 Gulden), eine recht hohe Summe verglichen mit den 500 Gulden für den Verkauff der restlichen Herrschaft samt Burg Indere Juvalt 1462 durch Barbara III von Juvalt an ihrem Schwager, dem Gaunern Pedrutt von Wannis). 1361 März 16 (BUB VI, 3335) Gräfin Vrsella von Werdenberg Sargans [geborene von Vaz] und ihr svn graf Johans ..erwerben durch Tausch von dem frommen Knecht Eglolf II von JUVALT "dz hus vnd die hofstat ze Scheide [Scheid] und ain mal akers in dem aker ze Kresta ze rechtem wechsel vmb siben mal ackers gelegen ze nidrost in der Quadren [quadra romanisch : fette Wiese] ze Usche [Dusch] bi dem see" [Canovasee]. Hier bedeutet Knecht nicht Höriger sondern Dienstmann. Eglolf II von Juvalt war aber kein Dienstmann des Grafen von Werdenberg-Sangans oder der Vrsella (gebohrene von Vaz) , da er auf seiner eigenen Burg und Herrschaft (Allodialgut ) sass. Gräfin Vrsella bezeichnet mit „ erbern knechtz“ auch ihren Vogt Ulrich von Haldenstein, den Bruder des Vogtes von Chur Liechtenstein von Haldenstein, aus viel älterem Adel als die Vazzer, der über die Umstände des Verkaufs des Tales Schanfigg an Graf Friedrich von Toggenburg entscheidet (BUB VI 3413, 3414) . 1363 Februar 24 (CD III Nr 105 und BUB VI 3407) Eglolf II und Friedrich von JUVALT gebrüder schenken dem Kloster Churwalden zwei Wiesen oberhalb Churwalden (Rabacasca, Praun de Girliang) die ihrem Bruder Ulrich von JUVALT, Klosterherr des Gotzhus Churwalden als Leibgeding dienen sollen. Eglolf siegelt für seinen [jüngeren] Bruder Friedrich der ihm daran bittet „wan ich eigens Insigels nut enhan“ ~1364 : vermutliches Datum der Heirat von Eglolf II von JUVALT mit Ursula von UNTERWEGEN, Erbtochter des Rudolfs von UNTERWEGEN und der Anna von ÜBERCASTEL, da der erstgebohrene Sohn Rudolf [I] im Jahr ~1365 geboren worden sein dürfte. Er war ja 1379 sehr wahrscheinlich volljährig , da sein Vater beginnt ihm Güter zu übertragen. Mit 14 Jahren waren die Söhne stimm- wehr- und heiratsfähig. (C. Erni. Germanisierung in Rätien.BM 9/10 (1984) 214) Im 1367 wird Elisabeth von Juvalt, die Gattin des Hans II von Unterwegen als gestorben zitiert , die zusammen sechs männliche und wahrscheinlich ebensoviele Töchter gezeugt haben. Also kann sie nicht die ältere Schwester des Rudolfs I von Juvalt gewesen sein (wie in der Genealogie der Herren von Unterwegen von Anton Moser (Bündnerisches Monatsblatt 1923 S. 323), sondern eher eine Schwester des Eglolf II oder eine Tochter des jüngeren Bruders des Albrechts V, Berchtold von Juvalt von dem wir aber nicht wissen ob er verheiratet war. 1368 März 5. (BUB VI 3607) Viztum Georg Planta erklärt die Kolonin Anna Marendana, Gemahlin von einem nicht näher identifizierten Chunratz Plant, mit Zustimmung des Bischofs Peter von Chur und ihrer Hofgenossen für frei von der Sklaverei. Nach Anna-Maria Deplazes-Haefliger (Die Planta im 13. und 14. Jahrundert JHAGG (1992) 77-157) identifiziert auch das BUB VI diesen Chunratz Plant mit dem wohlhabenden Ser Conradin Planta von Zuoz (-1368-1390-), dem Vater der Lůtiera Planta, welcher eine Eigenfrau des Stiftes Chur geheiratet haben soll. In einer Zeit in der die Plantanen am Aufsteigen waren, wäre eine solche Mésaliance mit dem Auswurf aus dem Familenverband bestraft worden. Das ist sehr wahrscheinlich mit dem Chunradtz Plant-Marendana passiert, der keine Spuren mehr in den Schriften hinterlassen hat. Conradin (-1369- -77 -78 1390- † vor 1392 Juni 10 ) von Zuoz hingegen tritt wiederholt in Dokumenten auf . 1372 September 6 erwirbt er mit seinen Brüdern Johann (Hans) , Ital und Simon vom Hochstift Chur den Zoll im Bergell (CD III,170). Am 12 Februar 1377 stiftet er mit seiner Gattin Anna [von MARMELS] und seiner Tocher Lůtiera eine Jahrzeit (Anniversari da Zuoz). Am 21 Oktober 1377 wird er vom BvC mit der Alp Zharbella belehnt. Am 9 November 1378 quittiert er für 600 Fische und 75 Lämmer aus dem Puschlav. Siehe auch die Liste seiner Güter, Rechte, Einkünfte und Pfandschaften, die seine einzige Tochter Luteria ererbt hat und die von ihren Onkeln Hans und Ytel Planta für sich beansprucht und ihr zur Hälfte entrissen wurden (CD IV Nr 165) . Der Chunratz Plant der Urkunde BUB VI 3607 dürfte eher der eigene Sohn des Viztums Georg Planta (A30 bei A-M Deplazes Häfliger) gewesen sein, der alles Interesse hatte, sich beim Bischof zu bemühen, damit seine Schwiegertochter aus der Sklavenschaft befreit würde ! Ser Conradin Planta von Zuoz, genannt „ de Marmorera“ war mit Anna von Marmels verheiratet. Über ihre Mutter stammt Lůtiera PLANTA vom ganzen Rhätischen und vom Schwäbischen Hochadel ab (Grafen von Montfort, Bregenz, Pflazgrafen von Tübingen,Veringen, Pfullendorf, Calw, Zollern, Habsburg, Staufen weiter hinauf bis zu den Berchtoldingen und Welfen, und weiter noch zu den Merovingischen Könige ! Diese Verwandtschaft erklärt ,dass sie Rudolf I von JUVALT heiraten durfte, da die Planta noch lange nicht zum Adel gehörten. 1369 Dezember 20. (BUB VI, 3672) Guta von JUVALT Gattin des Rudolf von SCHAUENSTEIN EHRENFELS verzichtet auf ihre Erbansprüche von väterlicher Seite, solange der Mannestamm von Juvalt nicht ausgestorben ist . Guta war die Tochter des Albrecht VI von Juvalt . Rudolf I (- 1379, 85, 88, 92, 96, 97, 1409 † 1413), Sohn des Eglolfs II nennt 1407 Hans von Schauenstein, den Sohn der Guta und des Rudolfs v Schauenstein Ehrenfels, seinen Neffen (hier mit der Bedeutung Schwestersohn und nicht Enkel oder Vetter) 1372 Oktober 15 [Wartmann 67] Erbteilung der Brüder Eglolf II und Fridrich von JUVALT vorgenommen durch ihren Oheim Andreas von Marmels [ihr Vater Albrecht VI war mit einer Schwester des Conradin von Marmels verheiratet] und Peter II von Unterwegen, Vogt zu Chur und Pfandinhaber der Burg Trimons : Eglolf II von Juvalt, erhält "die vesti genannt Jufalt ...mit.... wisen genant Rungk, mit wingarten... hofstatt, ainer muoli, die von alter zuo der vesti ghoert“". Der Rest der Güter und Gülten wird durch 5 geteilt: 3/5 gehen dem Eglolf, 2/5 dem Fridrich zu. In dieser Urkunde wird auch iro oehen Berchtram erwähnt, der 1372 noch lebt, und zwar kinderlos (?) da "wenn er von tod abgât " sein Erbe auch durch 5 geteilt werden soll, 3 Teile für Eglolf und 2 Teile für Fridrich. Mehr noch : "alles husgeschierr, daz su hand, es si vehe [vieh? ] bettgwand oder vasmues [Hülsenfrüchte], wie es genant ist, es si in hus, in hoff oder under beslossem kalt [gehalter, verwahrsam], klain oder gross, lutzel [wenig] oder vil, ân gewerd, da sol Egloff und sin erben in dir obgeschriben wîs dry tail behaben und Fridrich die zwen tail innemen". Eglolf II, der Älteste Sohn Alberts VI, sitz also ab 1372 auf der Inderen Juvalt, nachdem die Hochjuvalt von seinem Grossvater Eglolf I den Herren von Rietberg vor 1331 verkauft oder verpfändet worden war. Die Siegel der beiden Brüder zeigen zwei Varianten des Juvaltischen Wappens: † S‘ EGLOLFI.DE.IVFALT : schrägrechts geteiltes Schild: in der linken oberen Hälfte in Blau ein sechstrahliger silberner Stern; in der rechten unteren Hälfte in Silber ein schrägrechts liegender roter Adler. † S‘ FRIDRICI.DE.IVVALT : Dasselbe Wappenschild aber schräglinks geteilt. Das Andreas von MARMELS der Oheim der Brüder von JUVALT war, bestätigt wiederum, dass Albrecht V, ihr Vater, mit einer Tochter von Marmels verheiratet war. Sehr zu bedauern ist, wie Wartmann anmerckt, dass der eigentliche Teilbrief der Besitzungen uns nich auch erhalten wurde ! 1377 Februar 12 stiften Conrad/in PLANTA, seine Ehegattin Anna und ihre junge Tochter Lůtiera eine Jahrzeit in der Kirche Zuoz (Anniversari da Zuoz In: Annalas da la Società Retorumantscha IC (1986) S.182-184). Luteria (oder Lůtiera wie in den drei Kopien des verschwundenen Originals), die künftige Ehefrau von Rudolf I von JUVALT war 1377 wahrscheinlich volljährig, (also mindestens 14 Jahre alt ), somit dürfte sie um 1363 geboren worden sein. Dies wirft, die These von Anna-Maria Deplazes-Haefliger betreffend, neue Fragen auf. Die Samedaner Kolonin (Eigenfrau des Stiftes Chur) Anna Marendana, die von ihr als Gattin von Conradin Planta bestimmt worden ist, wurde erst 1368, als sie schon mit einem Chunratz Plant verheiratet war, für frei erklärt. Luteria wurde aber nach der obigen Berechnung 5 Jahre vorher geboren. Nach dem mittelalterlichen Gesetz der ärgeren Hand wurden die Kinder von Unfreien für Unfreie gehalten, und gehörten dem Besitzern des unfreien Anteils der Eltern. Also hätte Viztum Georg Planta mit der Mutter auch die Tochter Luteria als freie erklären lassen sollen. Wie oben aufgeführt war nach den Genealogien der Planta Ser Conradin Planta „dictus de Marmorera“ aber mit Anna von MARMELS verheiratet, der einzigen Tochter des Nannes (Johannes), Schwiggers Sohn von Marmels, seit 1350 Vogt und Burgherr auf Reams und Viztum auf dem Septimer. Am 10. Mai 1372 findet zu Vicosprano eine Vereinbarung über Güterteilung im Bergell und im Avers, zwischen Gubert von Salis genannt Sussus, Sohn des Rudolfs von Salis- Soglio einerseits, und Johann, Schwiggers Sohn von Marmels, für sich und seine Tochter Anna anderseits, deren seligen Mutter Catterina de Salis, Tochter des Guidottus († 1362) Sohn des obigen Gubertus Sussus de Salis) gewesen war. 1379 Februar 3, Chur [Wartmann 79] Eglolf der Aeltere von Juvalt verkauft seinem „lieben Sohn Rudolf " sein Gut zu Livizona, das er von sinem „ oehem Chuonradin saeligen von MARMELAS, Cuonrats saeligen sun von Marmelas, vogtes ze Ryâms“ ererbt hat, um 80 Mark. Das Siegel Eglolfs von Juvalt hängt. Wenn hier Oheim den Bruder der eigenen Mutter und nicht den Gatten einer Mutter – oder Vaterschwester, einen Neffen oder irgend einen Verwandten bezeichnet, dann war Albrecht V von Juvalt, der Vater des Eglolfs II, mit einer von Marmels verheiratet. Die Genealogie derer von Marmels (E. Trösch. Die Burgruine Marmels, Beilage , Personen, Quellen & Daten: de Marmorea. Lizenziatsarbeit U. Basel 1996) führt einen Conradin (-1357, 1367 Vogt auf Reams, 1377-) Sohn des Conrad III (-1338-1377-) seit 1359 ebenfalls Vogt auf Reams und der Elisabeth auf. Im Necrologium Curiense 1346 Mai 2 stiftet derselbe Conrad III „ vivus et sanus“ ein Anniversar für seine Grosseltern Ritter Andreas IV und dessen Gattin Licta, seinen seligen Vater Simon I „quondam advocatus supra lapidem“ [Vogt], seine Geschwister Andreas V, Symon II, Gaudenz, Jacob, Luna, Catharina, er selber (Conrad) , und einer Nepotin Anna „Anne neptis eorum, nec non Elisabeth uxoris predicti Conradi“ . Am 18 Juni 1359 hatte Bischof von Chur Peter von KOUNICE genannt Gelyto an "Chuonrat und Symon gebruedern von Marmlos" Vizdumamt und Feste Riom verpfändet. (BUB VI 3279) was bedeutet dass Nannes (Johann V) von Marmels das Vizdumamt nicht mehr inne hatte, oder bereits gestorben war. 1379 Juni 28 Chur (Wartmann 81). Konrad von UNTERWEGEN verkauft allein und gemeinsam mit seinem Bruder Hans an seinem lieben oehem Ruodolfen von JUVALT zwei von seinem verstorbenen Bruder Peter II ( †1379) von Unterwegen ererbte Forderungen , die erste von 60 Mark Meraner muntz an Konrad von Pasquay [bei Eppan], für hundert und vier mark, Kurwaelscher marken, acht phunt Mailesch fur ein mark ze raitend; die zweite von 10 Mark an Jakob den Wirt von Schluderns „ umb siben mark, acht phund Mailesch fur ein mark ze raitend.“ Konrad II ( -1379, -97 †1399) und Hans III (- 1357- 67- -79 †1383) von Unterwegen waren die Söhne des Hans II ( † 1367) und der Elisabeth von Juvalt († vor 1367), die Tochter des Albrechts VI von Juvalt und der Anna von Marmels, und väterliche Tante von Eglolf II) Im selben Jahr 1379 stellt Hans III von Unterwegen einen Kaufbrief aus, über etliche an Rudolf von Juvalt, seinem Oheim, verkaufte Güter. (Siehe A. Moser: Genealogie der Ritter von Unterwegen, Bündnerisches Monatsblatt 1923, S. 323-ff) 1380 Dezember 6. Chur (Wartmann 84) Eglolf von Juvalt der Aeltere [hiers heisst er erstmals "der Aeltere", weil sein Sohn Eglolf III, der Jüngere, bereits geboren worden war] verkauft seinem „lieben sun“ Rudolf von Juvalt 10 Pfund Mailesch und einen Scheffel Gersten jährlich aus Gütern in Cur vor der Stadt, um 16 Mark, mit Vorbehalt des Rückkaufsrechts. „Dis sint du selben gueter: -zwo manmat wisen ze Kur uf Brugger wisen gelegen –und stossent an Sant Lutzier wisen;und dabi aber -zwo manmat wisen, stossent och an Sant Lutzier und an Kurwalder wisen; aber -zwo manmat wisen – stossent och an Sant Lutzier wisen und an der Schenkinen wisen; aber -ein manmat wisen – stossent an der korherren von Kur wisen; aber - ze Asina zwo manmat wisen – stossent an Gaudentzen von Canal wisen; - in Tyd ain manmat wisen, stosset an Hansen von Underwegen wisen; und - davos Casas ain halb mal ackers – stosst och an der korherren guet. Dis obgeschriben zehen phunt Mailesch und ain scheffel gersten jaerlichs gelts us disen obgeschriben guetern hab ich dem obgnanten minem sun Růdolfen und sinen erben ze kouffen geben umb sechtzehen mark, acht phunt Mailesch fuer ie ain mark ze raitend“… „ „Die Brugger Wiesen lagen westlich von Cur in der Nähe der alten Kaserne; Tyd, jetzt Titt, liegt nördlich vom Bahnhof. Die Lage der andern Oertlichkeiten wird am ehesten in der Ebene zwischen der Stadt Cur und dem Rhein zu suchen sein… Die Güter selbst, aus welchen die hier verkauften Einkünfte flossen ,wurden unterm 22 April 1385 von Eglolf von Juvalt käuflich seinem Sohn überlassen (Fussnote in: Wartmann 96) „ 1382 Februar 17 (CD IV Nr 47) Ursula von JUVALT, Tochter des Rudolf sälig von UNTERWEGEN (und der Anna von ÜBERCASTEL) „nu Eglolfs von JUVALT elichü hußfrow“ , stiftet für sich ein Anniversarium im Kloster Curwalden wo Eglolfs II und Friedrichs Bruder Ulrich Klosterherr war. Eglolf siegelt den Brief "für si für mich und für unser erben" ... "der geben ist uff miner Vesti Juualt". 1384 October 17 (CD IV Nr 77, Original im BAC) Eglolf II von JUVALT, Burggraf auf Ryetperg verzichtet für sich und seine Erben zu Gunsten des Bischofs (Johannes II (Ministri) von Ehingen (1376-1388) und Hochstiftes Cur auf alle Forderungen die er aus dem [Aus]Bau von Feste und Vorhof von Fürstenau, Dächern, Städeln und Ställen geltend machen könnte. Schloss Fürstenau wurde 1252 von Fürstbischof Heinrich III von Montfort erbaut, also müssten die Ausbesserungen mehr als hundert Jahre später ziemlich viel gekostet haben. Es ist nicht das erste mal dass ein Herr von Juvalt auf seinen legitimen Interessen verzichtet hat. Es fehlen nur noch 78 Jahren bis zum Verkauf des Schlosses und der ganzen Herrschaft für miese 500 Gulden ! Aber eben, die Juvalter waren Adlige, Ritter, getreue Ministerialen des Fürstbischofs von Chur und keine Geschäftsleute. 1385. JUVALT, Brandis, Matsch, Schauenstain, Thumb, Rietberg, Ringg …waren Mitglieder der Ritterbruderschaft des Hl. Christoph und der Hl. Katharina auf dem Arlberg zum Schutz der Reisenden. Ihre Wappen sind im Buoch der Bruderschaft abgebildet. (K u K Hof- und Staatsarchiv Wien; Ströhl : heraldisches Atlas) 1385 April 22. Chur (Wartmann 96) Eglolf II von Juvalt der Aeltere verkauft seinem lieben Sohn Rudolf von Juvalt Güter zu Cur auf dem Feld um 46 Mark. „min aigen gueter“ aus welchen die 1380 verkauften Einkünfte flossen, wurden hier „minem lieben sun Ruodolfen von Jufalt und sinen erben, so er nit ist " …. umb sechs und vierzig Curwaelsch mark… geben“. Zur Sicherheit lässt Eglolf von Juvalt „minen lieben brueder Fridrichen von Jufalt“ „sin insigel henken an disen brief,,, und erklären “das dir obgeschribner kouf mit minem gueten willen, rat und wissent beschehen ist“. Das Siegel Eglolfs ist abgerissen, dasjenige Friedrichs hängt, ziemlich abgenutzt. Bedeutet "so er nit ist" das im 1385 Rudolf I von Juvalt noch keine Kinder hatte ? Weiter unten heisst es "Ich obgenanter Egloff von Jufalt und min erben, so ich nit bin, sullent och des obgenante mins suns Ruodolfs von Jufalt und siner erben, so er nit ist, umb disen obgeschriben kouff und gueter guet weren sin nach recht….“.wenn er gestorben ist“ ? 1385. Die von Lumerins (Lumbrein), Untervögte der Grafen von Sax Misox im Lugnez, erheben Ansprüche auf die beiden Burgen Hochjuvalt und Rietberg (Raget von Lumerins war nämlich mit Anna von Juvalt (-1388-) , Tocher des Eglolf II verheiratet) und versuchten sie gewaltsam durchzusetzten "und vielend in die hohen Jufalt darumb, und die wurdent abgewist" . Darauf habe Bischof Johann die Ansprüche mit 250 Gulden abgelöst (Ämterbücher S. 13: CD III, 19). Nach der erhaltenen Urkunde von 1385 betrug die Ablösungssumme für die beiden Burgen (Rietberg und Hochjuvalt) 125 Mark (CD IV 81). Bischof Johann kann eine Ablösungssumme nur für die Hochjuvalt gelöst haben, die seit dem Verkauf durch Eglolf I von Juvalt an die Rietberg (< 1331), der Schenkung durch Johann von Rietberg an seinen Onkeln von Landenberg (1348) und den weiteren Verkauf (1352) durch die Gebrüder von Landenberg an den Bischof Ulrich von Chur seitdem dem Bistum gehörte, nicht aber für die indere Juvalt, die immernoch Allodialgut der Herren von Juvalt war und bis zum Verkauf (1462) bleiben wird. 1386 Mai 25. Hänsli, Hensli (Hans VI) von Unterwegen stiftet auf seiner Feste zu Cavaraissen für seinen Vater (Hans III, Sohn des Hans II und der Elisabeth von Juvalt († < 1367) eine Jahrzeit ab seinem Gut Campadyel (im Schanfigg) das seiner Můhme Ursula von UNTERWEGEN, Eglolfs II von Juvalts Hauswirthin, gehörte (Reg. der Landschaft Schanfigg Nr 20. Zit. in A. Moser: Die Burgen und Türme und der Feudaladel im Schanfigg. Bündnerisches Monatsblatt, Nov. 1923, S. 325) . 1387 Januar 25 Chur ( StAGR A I/18a (Z/I) Nr 5; CD IV,104) Freiherr Ulrich Brun von Räzüns, kauft am 25 Januar 1387 von Jakob Planta und seiner Gattin Elisabeth von Schauenstain-Tagstain um 600 Goldgulden die Burg Untertagstain, Eigengüter in Thusis und das Viztumamt im Domleschg (RU Nr 101). Elisabeth von Schauenstain wurde nach ihrer Heirat und durch den Tod ihres Vaters Albrecht und ihres kinderlosen Bruders Hans um 1385 Erbin eines Teiles der Burg Untertagstain und des bischöflichen Viztumamtes im Domleschg. Ihre Schwester Anna von Schauenstain, Klosterfrau zu Lindau, hatte 1385 ihre und ihres verstorbenen Bruders Hans Rechte auf das Erbe ihres Vaters Albrecht , insbesondere auf die Burg undere Tagtstain an Ulrich Brun von Rhäzüns für 400 Gulden verkauft (Wartmann R.U. 97) . Aber da die Erbansprüche Elisabeths auf das Viztumamt (als Frau) umstritten waren, verspricht Ulrich von Rhäzüns in einer Urkunde gleichen Datums, Jakob Planta, dem Gatten der Elisabeth von Schauenstain, noch eine Summe von 50 Mark zu bezahlen, falls es ihm (Jacob) als „unbestrittener Inhaber des Amtes“ gelingen würde, bei der gerichtlichen Durchsetzung seiner (Ulrichs) Ansprüche auf das Viztumamt im Domleschg zu unterstützen. Dieser miese Trick ist dem Ulrich Brun jedoch nicht gelungen, und das Viztumamt wurde vom Bischof von Chur (Johannes II Ministri von Ehingen) seinem getreuen Eglolf II von Juvalt übertragen. Der getreue Eglolf II hatte zugunsten desselben Bischofs und des Stiftes auf alle Forderungen verzichtet die er aus dem [Aus]Bau von Feste und Vorhof von Fürstenau, Dächern, Städeln und Ställen hätte geltend machen können. [StAGR A I/3b Nr 8(a) und A I/5 Nr 3 (b) vom 17. Oktober 1384]

1388 März 23, Chur (Wartmann 103; StAGR B 1137/4) : Teilung der juvaltischen Güter zwischen Egli (Eglolf III) und seinem Bruder Rudolf I von JUVALT, des alten Eglolfen von Juvalt ehlich sun geschehen durch Spruchleute (vetter und oehem Ragetten von Funtâna * , Hainrichen Planten, Frydrichen von Jufalt, Petern [IV] und Hansen [VI], gevetter von Underwegen **, Hansen und Oswalten, gevetter von Marmles“) … "mit willen und gunst unsers lieben vatters Eglolfs von Juvalt " . Die Teilung erfolgt vor dem Tod der Mutter Ursula geb. von Unterwegen und des Erblassers Eglolf II der erst 1406 stirbt. Rudolf von Juvalt erhält „vestina, luet und guet , ligendendes und varendes guet, aygen und lehen, gesuechtz und ungesuechtz, gewunnes und ungewunnes“… Er muss „alle die gult und geltschuld, so sin vatter und mueter untz uff disen hutigen tag… gemachet hand“ übernehmen. Er soll „alles das guet, so …Eglolf von Jufalt der alt untzher versetzet oder verkuembert hât.. wider ans sich loesen „ ân allain das guet ze obren Vatz, das siner mueter stât umb hainstuer und morgengab“ … die will sy lebt“ . Die „gult und geltschulde, so man dem …Eglolfen von Jufalt schuldig ist ze gelten“ , soll Rudolf „inziehen und für aigen haben. Der Bruder Egli [Eglolf III] von Jufalt soll „siner mueter guet und erb… es syent verstina, lut und guet,…was sy nach ihrem tod lât, erben, als iedwedru sin elihu swester „ während Rudolf von Jufalt „mit siner mueter guet und erb nut ze schaffen haben“ soll. Falls die Schwester Ursula, Otten von Kastelberg elich wip und Anna, Ragetten von Lumarins ehlich wip, ihre brueder umb ihr vaetterlich guet und erb … oder ihr muetterlich erb .. ansprechen wurdint“ so sollen sie die Gebrüder „gemainlich …geben und usrichten, ân alle widerred“. Sollte einer der Gebrüder ohne Erben vor dem anderen sterben, „so soll der ander brueder … wider umbhin stân an sinu recht zu sinem vatter oder muetter erb und guet“ . Sollte Rudolf oder Egli eine Erbschaft anfallen, so „sond baide brueder och gelichlich erben und tailen, ân [ohne] alle widerred und ân geverd“. Die Spruchleute behalten für sich das Recht, das Testament zu korrigieren „nach unser erkanntnuessen und nach baider tailen nutz und notdurft … ze mindren oder ze meren“. Siegel : S' RVODOLFI.DE.IVVALT: schrägrechts geteilt ; im linken oberen Teil fünfstrahliger Stern im rechten unteren Teil schrägrechts liegender Adler S' EGLOLFI.DE.IVF(AL)T.IVNIOR: schrägrechts geteilt; im linken oberen Teil sechstrahliger Stern im rechten unteren Teil schrägrechts liegender Adler. Vergleiche die Brisuren zwischen Eglolf II und seinem Bruder Fridrich bei ihrer Erbteilung. Das Siegel Eglolfs Junior ist grösser und besser ausgeführt, was darauf hinweist, dass er Zeit gehabt hatte, sich für Sigillographie zu interessieren. Aus der Urkunde ist nicht klar ob Egli theoretische oder echte Erben hatte. Egli hat das Erbteil seiner Mutter Ursula von Unterwegen wahrscheinlich geerbt, da diese Güter im Verkaufbrief von Schloss und Herrschaft Juvalt 1462 nicht mehr aufgeführt wurden. Diese Urkunde ist dazu ein weiteres Beispiel dafür, dass der Erstgebohrene das vaterliche Erbe mit seinen Geschwistern teilen musste und dies erklärt den unaufhaltsamen und raschen Untergang nicht nur der Feodalität sondern auch des freien Bauernstandes im Churrätischen Staatsgebilde. Das guet ze obren Vatz wird bereits 1159 beim Tod des Sigfried I von Juvalt (-1123-1159) als Familiengut erwähnt (N.C in der Abschrift von J.P.Zarn), und ist also in der Familie geblieben und nach dem Tode von Ursula von Unterwegen von ihrem Sohn Eglolf III von Juvalt geerbt worden.

  • Nach dem Lilienwappen im Siegel, handelt es sich um einen von FONTANA und nicht einen von Fontenâs
    • Hans VI (-1371-82- 83- 86 , gefallen 1388 in der Schlacht bei Näfels) und Peter IV (-1388-1405 † 1406) sind die Enkeln des Hans II von Unterwegen und der Elsbeth von Juvalt,eine Tochter Albrecht VI von Juvalt, da sie 1367 als Gattin des Hans II von Unterwegen bereits gestorben ist. Hans II und Elisabeth hatten sechs Kinder gezeugt (Heinz III der Alte, Cuonrad II, Hans III, Rudolf II, Peter II und Jakob und sehr wahrscheinlich auch namentlich nicht benannten Töchter). Wenn sie bei ihrer Heirat mindestens 14 Jahre alt war, muss sie um 1325-30 geboren worden sein. 1389 März 23 Chur (Wartmann 104) Eglolf von Juvalt der Alte übergibt seinem Sohn Rudolf I von Juvalt seinen ganzen Besitz, wogegen Rudolf alle Schulden des Vaters und die Verpflichtung übernimmt, ihn in Ehren zu unterhalten. Die Verschuldung Eglolfs II (er hatte die bischöfliche Burg in Fürstenau auf eigene Kosten restauriert und ausgebaut) erklärt die Mühe, die Rudolf I von Juvalt haben wird z.B. mit der Auszahlung der Heimsteuer seiner Schwester Verena an Hans den Aelteren von Valendas und mit der Einheiratung seiner drei anderen Schwestern an stammesgemässen Adligen (Siehe 1388 März 23 „ Ursula, Otten von Kastelberg elich wip und Anna, Ragetten von Lumarins ehlich wip“. Die vierte Schwester Barbara wird dem Rittern Uoli Faltzüllen vo Stalla als ehlich wip konzediert, -welchem Uoli die nunmehr (seit 1356) bischöflich gewordene Feste Hochjuvalt gepfändet werden wird.Barbara von Juvalt hat das Glück gehabt auf ihre angestammte Burg Hochjuvalt gelebt zu haben. 1389 Friedrich von JUVALT und seine Gattin Anna RINGASSER verkaufen ihre (der Anna) zu Torenbüren [Dornbirn] gelegenen Güter (Baum und Weingarten) um 100 Lb [Pfund] Pfennige dem Rittern Ulrich von Ems . Die Familie Ringasser hatte den ursprünglichen Sitz in der Riedgasse. Auffallend ist der Flurname „Ringassers Grab“ im Zentrum des Niederdorfs von Dornbirn.

1389 September 26 Chur (Wartmann 106) Schiedsleute sprechen über Forderungsstreitigkeiten zwischen Rudolf I von Juvalt und Uoli vom STAIN als zweiter Gatte Anna’s von Fontnâs , der Wittwe des Andreas von JUVALT, Bruder des Rudolfs I. Es ging „ umb zwaintzig Curwaelsch mark, die er ira und Andresen, sinem buoder saeligen, inen baiden unverschaidenlich geluhen hett, und umb die verlegnen zins, die sy im jerlich davon geben soeltint“ als sin brief wol wisti und saiti….und och umb zwelf guldin Curer werschaft, die er inen och bar geluhen hett, darumb er niena brief hett“. Die Schiedsleute entscheiden, dass der Brief betreffend die erste Schuld „guot und vest sy, kraft und macht soll haben“. Was die zweite Schuld betrifft, „darumb Rudolf von Juvalt nit brief hât“ so soll er sie vergessen ! „der alt Eglolf von Jufalt nach Andresen von Juvalt, sinez sunes saeligen tod, ist mit Uoli vom Stain uberainkommen, „daz du selb Anna… mit dehainer [keiner] geltschuld, waz sy und Andres von Jufalt saelig, ir man, gelten soelint und sy baidu mit enander gemachot hettint, nut ze schaffen soelt haben“ . 1391 April 18. Chur (Mohr CD IV ) Friedrich von JUVALT siegelt ein Erblehenrevers um den Hof zu Masein zu Gunsten Junker Burkhardt von Schauenstein. Unter den Anstössern der Güter werden genannt : der Herr von Räzüns, Rudolf von Caflisch, Hänsli sel. von Schauenstein, derselbe Friedrich von JUVALT, Hermann von Ehrenfels und Mart. von Serlas sel. 1391.Die Grafen von Werdenberg Sargans veräussern einen Hof in Scheid dem Eglolf II von Juvalt. (P. Barandun, Bitter T. Igl cudesch da Sched mit dem vollständigen Inventar der Flur- und Ortsnamen. Scheid 2004.S 143)

Fortunat von Juvalta berichtet in seiner "Kurzen Anzeigung…., veröffentlicht im Jahr 1777)" " Rudolf von Juvalt hat anfangs zu dem Rothen Brunnen gewohnet und daselbst bei seiner ersten Gemahlin zwo Töchtern erzeüget, deren eine dem von Mont, Herrn zu Löwenberg vermählet gewesen: hat von ihrem Vater neben anderen Heuratsgut gehabt die Erblehen Zins zu Scheid und zu Feldis welche Gilli von Mont ihr Sohn hernach dem PredigerKloster zu Chur verkauft hat. Die andere Tochter hat einen von Wannies [Pedrut von Wannis, der Gatte des Ursula von Juvalt, Tochter des Rudolf II ?) gehabt so auch den Hoff zum Rothen Brunnen bewohnet hat. Hernach hat Rudolf von Juvalt des Conrad Planta von Zuotz Tochter Entiera [= Lůtiera] zu der Ehe genommen, bei deren er einen Sohn Conradin und ein Tochter Clara gehabt". Den erfundenen Sohn Conradin benützt Fortunat von Juvalta dazu, die Legende zu unterstützen, dass die Zuozer Juvalta Nachkommen der Domleschger Friien von Juvalt waren. 1392: Rudolf I, Sohn des Eglolfs II und der Ursula von Unterwegen ist mit Lůtiera PLANTA (verschrieben Butiera und Entiera in späteren Kopien die offenbar auch Fortunat von Juvalta und C v. Mohr benutzt haben, die sie Entiera oder Butiera nannten), die einzige Tochter des Conradin PLANTA von Zuoz und der Anna von MARMELS verheiratet. Von einer ersten Ehe Rudolf I ,vom einem Conradin und einer Clara sind keine urkundliche Spuren vorhanden. Das HBLS übernimmt die Legende, das Rudolf I 1414 das Viztumamt abgelegt, und mir seiner Lůtiera Kind und Kegel nach Zuoz gezogen sei. Die Urkunden beweisen aber, dass Rudolf I weiter auf seiner Burg Juvalt bis zu seinem Tod um 1440 gelebt und gewirkt hat. 1392 Juni 7 Chur ( CD IV Nr 165). Spruchbrief in Anständen zwischen den Gebrüdern Hans und Ytel († 1423) PLANT einer- und Rudolf von JUVALT und Entiera [= Lůtiera] seiner ehlichen Wirthin anderseits. Die Gebüder PLANT, Onkeln (und nicht Brüder) Lutieras, der einzigen Tochter des Conradin PLANTA von Zuoz, verlangen für sich die Hälfte ihres beträchtlichen Erbes. Der Vorwand, dass vieles Mannslehen sei und von einer Tochter nicht ererbt werden kann, wird im Dokument überhaupt nicht erwähnt. Die Spruchleute Peter von Unterwegen, Hainrich von Sigberg und Swigger Scheck geben den geldgierigen plantanischen Emporkömmligen Recht: das Erbe der Lutiera wird in zwei Hälften geteilt; die andere Hälfte wird unter den Planta Bros. geteilt. Wie Rudolf von Juvalt, Burggraf auf Rietberg, diese plantanische captatio ereditatis dulden konnte, ohne die beiden gierigen Aufstreber einfach bastonieren zu lassen, ist mir, seinem Nachkommen, unverständlich. Fortunat von Juvalta (1777) erwähnt à propos der Gründen dieser Frechheit nur " wegen vieler spanniger Puncten". Die Zuozer Juvalta waren eben mit den Planta mehrmals verschwägert und Fortunat konnte sich nicht erlauben seine mächtige Schwagerschaft zu enttarnen oder zu beleidigen ! 1392 Juni 24. Chur (CD IV Nr 166) Friedrich von JUVALT und Hans von Marmels siegeln „für uns und ander des gotshus dienstlüt“ eine Vereinigung und ewiges Bündnis entzwischen dem Hause Österreich einer- und dem Bischof, der Stadt Chur und den Thälern Bregell, Oberhalbstein, Engadin und Tumleschg anderseits. "ietzbenempten Fridrich von Juvalt und Hans von Marmles Insigel wir des Gotshus dienstlüt gemainlich und jeglicher besunder uns verbinden vestendlich alles das vest und stät ze halten so hie vor von uns an disem brief geschriben stat..." Hier vetreten Friedrich von Juvalt und Hansvon Marmels sämtliche adelige Dienstleute des Gotteshauses. 1392 Dezember 24 : Die Zimmersche Chronik zitiert unter den deutschen, oesterreichischen und rhätischen Rittern des St Georgsorden : herr Dietegen und Hanns von Marmels, Ulrich von Marmels, Friderich und Eglof von INFALT [JUVALT], Ruodolf von INFALT [JUVALT], Hanns und Jakob Plandt, Friderrich und Petter Plandt, Gaudenz und Jörg Plandt, Hanns und Hainrich Plandt, Conradt und Lutz Plandt,... Burkhart und Gottfridt von Schowenstain, Herman von Schowenstain, Schweikart schenk... ) Die Zimmersche Chronik nennt alle Deustche, Oesterreichische und Rätische Reichsadlige, die der Einladung Ritters Hans von Bodmann (Stammschloss am unteren Ende des Bodensees) angenommen haben, um ihn gegen die Anschuldigungen der Behaim [Böhmen] zu verteidigen, die bestritten hatten, dass er, Hanns von Bodman, berechtigt gewesen sei, den St Georgsbanner zu führen, und zu seiner Rechtfertigung ein Zeugnus uffgericht und unterschrieben haben. "Kaiser Sigmundt hat anno domini 1392 ain statlichen Türkenzug gethon, in dem doch nit vil ausgericht, ja auch der kaiser selbs schier [fast, beinahe] wer gefangen worden. Allerlai unordnungen haben sich in dieser expedition begeben, sonderlich s. Jörgen fanen halb, do ist ain zank umb gewesen, welches den füeren solle; aber Herr Hanns von Bodman, ritter, hat den in Ungern [Hungarn] als ain Deutscher erhalten und gefiert, gleichwohl nichs fruchtbarlichs ußgericht worden. Es haben auch die Deutschen, so zugegen gewest, bezeugt, das, so das reich wider die ungleubligen und haiden zu veldt ziehe, so solle ain Deutscher sant Jörgen panner zu der handt haben und füeren; darauf sie [sich] für den kaiser Sigmundt, auch die churfürsten. Aber etlich ansehelich Behem [Böhmen] haben herr Hannsen von Bodman seines fürgebens gescholten, uf mainung, als ob er die unwarhait anzaigt, darauf herr Hanns von Bodman im jar 1392 gemaine grafen, herren und der ritterschaft des lands zu Schwaben zusammen beschriben und erbetten. Die sein zu rettung der ehr ires vatterlandts guetwilligelichen erschinen und haben herr Hannsen von Bodman seins fürgebens in Ungern, wie oblaut, zeugnus geben, das sie von iren voreltren auch nie vernommen, und das solchs also herkommen, darbei sie auch bleiben wellen. Darumb sein auch brief ufgericht, die auch ohne zweifel den kitzligen Behem [Böhmen] einsteils sein zukommen und überantwurt worden. Bei diser handlung sein gewesen und die iezgehörte zeugnus ufgericht, namlich des ersten graf Hainrich von Montfort... [liste folgt] ... geschehen uf den hailigen weihennechtabdendt im jar 1392" . 1394 März 27 Räzüns. (Wartmann 112) Uolrich Brun, fryherre ze Rutsuns, verleiht dem Knecht Klaus Tüchelmeister eine Hofstatt „ze Tusens im dorf gelegen, -stosset obnanzue an Fridrichs von JUVALT hus und hof,….Friedrich von JUVALT hatte sich also nach der Erbteilung mit seinem Bruder Eglolf II im Dorf Thusis niedergelassen. 1394 Dezember 23 ( CD IV Nr 189) Vidimus und Transsumpt dreier von König Otto, Friedrich und Carl dem Stift zu Chur ertheilten Diplome : unter den Wappengenossen werden Egloff II und Fridrich von Juvalt gebrüder genannt 1395 Januar 14. (CD IV Nr 190) Spruch in Anständen Wartmann’s Bischof zu Cur mit Vogt Ulrich von Mätsch, dem Alten: unter den Wappengenossen werden Egloff II und Fridrich von Jufalt gebrüder als Richter des Pfalzgerichts Chur genannt 1396 Juni 6 (CD IV Nr 213) Eglolf II und Friedrich von JUVALT gebrüder, Zeugen. Letzte urkundliche Erscheinung von Eglolf II von JUVALT, der erst 1406 gestorben ist 1397 Febr 24. Chur (Wartmann 124) Der Freiherr Ulrich Brun von Räzüns und dessen Söhne Hans, Heinrich und Uolrich verpflichten sich ihre Anstände mit Hans und Friedrich Thumb, Friedrich und Rudolf I von JUVALT, Hansen Ringg und allen Andern die dem Gottshaus Cur gehören, durch ein Schiedsgericht austragen zu lassen. Eglolf II ist hier nicht mehr erwähnt. Onkel Friedrich tritt mit seinem Neffen Rudolf I auf , "der Stöβ zuospruch und misshellung wegen, so wir untz her gehept habent zu Hansen und Fricken die Tumben gebrüdern, Fridrichen und Ruodolfen von JUFALT, Hansen Rinngen" wegen dem streitigen Vitzthumamt im Tumleschg. Um das Viztumamt im Domleschg an sich zu reissen hatte Freiherr Uolrich von Rhäzüns 1387. I. 25 Jakob PLANT 50 Mark angeboten damit er ihn beim Gericht unterstütze, das Viztumamt im Domleschg zu erlangen ! Das Viztumamt wurde aber Eglolf II von Juvalt, nach seinem Tode seinem Bruder Friedrich von Juvalt, dann Eglolfs II Sohn Rudolf I von Juvalt, und nach dessen Tod seinem Schwager Rudolf Schuler von Castelmur verliehen, der Rudolfs I Tochter Amalia von Juvalt geheiratet hatte. 1406 Januar 5 -1407 Januar 13 (StAGR A I/5 Nr 6a) Friedrich von Juvalt Vogt in Fürstenau (Mont / Plattner S. XII vom 5. Jan 1406; StAGR, Archiv Ortenstein 6a vom 13 Jan 1407; Burgenbuch S. 118) 1407 Januar 13 (Codex Dipl Juvaltorum Band I Nr 54 A. 171 ) "ich Fridrich von JUVALT, Vogt zu Fürstenau…" (Nr 55, S 174) Fridrich von JUVALT besitzt Güter auf dem Heinzenberg. 1407 Januar 13., Cazis ( StAGR A I/5 Nr. 6a ) Aebtissin Wandelburg von Cazis urkundet, daß ein mit Willen der Parteien bestelltes Schiedsgericht, bestehend aus Rudolf Bellazun, Domherr in Chur, Leutpriester Hans von Safien, Friedrich von Juvalt, Vogt in Fürstenau, Oswald von Marmels,... Ammann in Räzüns, Ammann Marugg, Hans Müller von Dalin, Ammann Tester von Safien, Hans Fadusser, Jöri Calöri, Peter Brem von Safien und Hans, Jans Sohn ab Glas, über die zwischen den Klosterleuten Hensli des Jonen Eidam auf dem Erblehenhof Bruschgaleschg und Hans Vogel und dessen Ehefrau streitigen Weide- und Allmendrechte entschieden und diese auf Grund von Kundschaften und Urkunden festgesetzt habe.

1407 April 9 Chur (Wartmann 138) Hans von Schauenstein Ehrenfels, Sohn der Guta von Juvalt (Tochter des Albrecht V von Juvalt und Schwester des Eglolf II = Eglolf der Äeltere von Juvalt ) und des Rudolf von Schauenstein Ehrenfels verkauft an „minem lieben oehem“ Rudolf von Juvalt seinen Zehnten zu Almens, Lehen vom Gotteshaus Cur, den er von seinem Vater Ruodolf von Ehrenfels geerbt hat, um 12 Mark. Zwischen 1407 und Februar 1409 muss Friedrich von Juvalt, Vogt in Fürstenau, gestorben sein (siehe 1421 Juli 26) 1409 Februar 7. ( StAGR AI/5 Nr 6b). Rudolf I von JUVALT bestätigt, von Bischof Hartmann II „die Burghut von Fürstenau und das Viztumamt im Domleschg beidseits des Rheins übertragen erhalten zu haben, und verspricht eidlich Veste und Vogtei unter genannten Bedingungen* und umschriebenen Rechten und Pflichten zu besorgen, und sie auf Anforderung hin zurück zu stellen. * Rudolf hatte die Feste Fürstenau Tag und Nacht zu behüten, sie dem Bischof offenzuhalten und sie auf Anforderung zurückzugeben und zwar " an all gevärd" . Siegel von Rudolf I von Juvalt eingehängt. 1409 April 10, zu Chur. (StAGR AI/5 Nr 6c) Rudolf I von JUVALT bestätigt das Viztumamt im Domleschg von Fürstbischof Hartmann II um 300 curwelsche Mark zu Pfand erhalten zu haben. Siegel von Rudolf von Juvalt eingehängt . 1410 Januar 13 (StAGR A sp 111/8n IV.01) Erblehensrevers des Hans von Sarn und seiner Gemahlin Cecile an Burkhart von Schauenstain um Güter im Kirchspiel Sarn. Ayr da mûr. Anstösser: Herr von Räzüns, Friedrich von JUVALT, Hermann von Ehrenfels, Hans von Scheide, Hans Ringg, gemeiner Weg …. drei Mammmahd Wiesen der Kirche St. Martin (Anstösser: der Rhein, das Gut Fridrichs von JUVALT…" Laut HBLS soll im 1414 Rudolf I von Juvalt, der mit Lutiera PLANTA verheiratet war, auf das Viztumamt im Domleschg verzichtet haben, nach Zuoz gezogen sein und die zuozer Linie der Juvalta gegründet haben. Dass diese (von Fortunat von Juvalta erfundene) Mär nicht stimmt zeigen die folgenden Daten und die Angaben desselben Fortunats von Juvalta in seiner " kurzen Anzeigung ". 1413 April 8 (BAC vom 8 April 1413) Rudolf Schuler von Castelmur , Schwager des Rudolfs I von Juvalt, da er mit Amalia von Juvalt , dessen Tochter verheiratet war, Viztum in Fürstenau 1413-28. Dem folgt in derselben Würde deren Sohn Schwiggli Schuler von Castelmur, Viztum ab 1429 (BAC 25 Nov 1429). Siehe Liste des Vögte auf Fürstenau im Burgenbuch von Graubünden S. 118. 1413 September 28 (CDJ S. 493) 1414 März 2 (Codex Dipl Juvaltorumn Bd II S. ?) Anna markysia bittet ihren Vogt Rudolf von Juvalt … an ihrer Statt zu siegeln 1420 Dezember 20 (Codex Dipl Juvaltorum Nr 57 S. 179) Dusch [Romanisch für Rudolf] verleiht ein Gut zu Tumils gelegen an Peter Sturm von Trans Hus, Hof und hofreite, item ain Hofstatt heiβt Silis. Dusch (Rudolf) siegelt " mit minem aigen insigel". 1421 Juli 26 (Katalog des Bischofs Flugi, Urkunde Nr 13S 71) Spruch von Bürgermeister und Rat der Stadt Zürich über Anstände zw BvC Johann III von Chur und Graf Friedrich von Toggenburg: "So dann klagt sich unser herr der bischoff, wie unser herr von Toggenburg Friedrichs von Jufalt erben etwa vil ir eygen lut in Schams entwert hat. Daruff antwurte unser herr von Toggenburg, das im nicht wissent waere, das er inen iemant entwert hat " Da Graf Friedrich von Toggenburg bei jeder Anklage antwortet : dass im nicht wissent waere, das er inen iemant entwert hat, litt er wohl an fortgeschrittene Alzheimerschen Demenz mit Gedächtnisschwund oder aber er hatte den Stoff des echten Politikers. 1423 Juli 8 (BAC) Die Feste Hochjuvalt mitsamt dem Zehnten zu Scheid wurden vom BvC dem Uoli Faltzüll, Fazüll, Vassal, genannt Fritzschilg (Ehemann der Barbara von JUVALT, Schwester des Rudolf I) zu Pfand gesezt, und zwar wegen den grossen Schaden und Ausgaben für die feste Fürstenburg die er als Castellan in den Auseinandersetzungen des Bistums mit den Matschern gehabt hatte. Die Feste sollte dem Hochstift jederzeit offenstehen, eventuelle Bauaufwendungen an der vesty oder an dem gemur vnder der vesty bij der strasz mussten dem Pfandinhaber ersetzt werden , eventuelles Rodland "vss dem gestud oder waide so yetz da vmb erwildert ist ", soll Eigentum des Faltzüllen bleiben. Das "gemur vunder der vesty bij der strasz" ist die Unterburg Hochjuvalt, eine Zollstation mit zwei quadratischen Türmen und zwei Toren durch welche die Reichstrasse passieren musste. Ein Turm wurde 1867 durch Steinschlag zerstört, die übrige Unterburg , wurde später durch Bau einer Waldstrasse und durchs Militär (Panzersperre) weitgehend zerstört und 2011 liebevoll restauriert. Eine Fahne mit dem Wappen der Frÿen von JUVALT weht nunmehr auf dieser ehemals strategisch sehr wichtige Sperre , durch welche Kaiser Friedrich mehrmals und sein Sohn Kaiser Heinrich VI einmal mit seinem "mobilen Hof" im Mai 1194 durchgereist sein muss, als er sich nach Sicilien begab, um sich als König von Sicilien im normanischen Dom von Palermo krönen zu lassen. (StAGR A Ortenstein 22; BAC 9. Mai 1454)

1423 September 29 (“ (Druck Jecklin, Urk. VG,14) . Nach dem Domleschger Bundesbrief vom 29 Sept. 1423 (BAC) hatten mehrere Adlige ihre Burgen dem Gottesbund zur Verfügung zu stellen, so auch Rudolf I von JUVALT„“ mit siner vesty der inder Jufalt“ 1425 August 24. Erklärt Rudolf I von JUVALT, dass er wegen der Heimsteuer seiner Schwester (Verena), dem Schwager (Hans d. Älteren von Valendas) „sibenthal hundert pfund heller, guoter, genämer münß, die dann ze mal ze chur geng und genem ist“ schuldig sei. Als Pfand verschreibt er ihm 29 Scheffel Korn Churer Maß zu je vier viertel ab zwei Meyerhöfen zu Scheid gelegen. Seine Schwester Verena hatte aus einer ersten (Ehe ? ausserehelichen Copulation ? ) eine Tochter Barbara geboren. In (zweiter ?) Ehe hat sie Hans den Älteren von Valendas geheiratet. Diese zweite Ehe blieb aber kinderlos. Aus dieser Urkunde erfäht man, dass die Herren von Juvalt, nach dem Tausch eines Hofes zu Scheid, gegen Wiesen am Canovasee zwischen Eglolf II von Juvalt und Vrsella von Werdenberg-Sanagansa geb. von Vaz, noch 2 Höfe in Scheid besassen. 1428 Januar 13 [Codex Dipl. Juvaltorum Bd II S. 497] "Ich Rudolf [I] v Juvalt für mich und min erben, miner lieben swesteren Barbaren, Ulrichs Fatzüllen von Stallen husfrauen ... mit dem geding das dieselben miner swester Barbara..." Barbara von Juvalt war also 1428 mit Ulrich Fatzüllen [Vasall, Vassal, von Sal...] von Stalla [heute Bivio] genannt Fritzschilg vermählt, der seit 1423 auf der Burg Hochjuvalt sass ! 1432 (Codex Dipl Juvaltorum, Band I Nr 61) Rudolf I von JUVALT verkauft seinem Schwager Hans dem Elteren von VALLENDAS Güter in Scheid und Feldis 1439 April 23 Ortenstein (Wartmann 173) Graf Heinrich II von Werdenberg Sargans vergleicht sich mit Ruodolf I von Juvalt um die Mühle und den Bach im Tomilser Tobel. Rudolf von Juvalt darf an die obere Mühle weiter bauen, unter der Bedingung dass er „ nit sol an den kenerr sumen noch iren und an dem wasser, daz in die kenerr gat, die ob der vorgenanten stras ligend und uf die muly gand, die ich gebuwen hân under der vorgenanten stras“ .Die obere Mühle gehörte, seit Alters her, den Herren von Juvalt; die neue untere, wurde eben vom Grafen Heinrich II von Werdenberg- Sargans gebaut. Um 1440 : Tod des Rudolf I von Juvalt auf seiner Burg die Indere Juvalt. Er muss in der Familiengruft der friien von Juvalt in de Crypta des Churer Domes begraben worden sein. wo 1452 seine Tochter Amalia von Castelmur auch beigesezt werden wird. (Necr cur). 1440 Dezember 2, Fürstenau ( Wartmann RU 178) Ich Růdolf von JUFALT vergich und thůn kunt allermenklichem mit disem offnen brief, mit und kraft disβ briefs fúr mich und all min erben, daz ich enpfangen hon von minem schwager Cůnraten von HAIDELBERG von mines elichen wibs wegen Elsinen von HAIDELBERG fúnfhundert pfund haller Constenzer múntz, Churer werschaft, die der vorgenanten Elsinen worden sind von irem vatter.Darzů so gib ich der vorgenanten minem elichen wib Elsinen ze ainem rechten morgengâb hundert und fúnfzig pfund haller Costentzer múntz Churer waerung. und umb daz vorgenant sum geltz hainstúr und morgengâb so setz ich der vorgenanten minem elichen wib Elsinen und allen iren erben in ze ainem rechten, werenden pfand und zu ainer gůter sicherhait min aigen huss und hôff ze Jufalt, namlich die wissen, die man nempt Runkk, und ander acker und wisen, die umb daz vorgenant huss Jufalt ligend, und die múly, die in dem Tobel lit mit irem zůberhoert, und alles gůt ligends und fârentz; doch mit soelichem geding: die will wir baidiu lebend, so sond wir daz vorgenant gůt nutzen und niessen mit enander ungevarlich; waer och, daz min vorgenant elich wib Elsy von tôdes wegen abgiengi vor mir, daz Got lang wend, so sol ich min lebttag daz vorgenant gůt nutzen und niessen, ungefahrlich; und sol die vorgenanten gůter werder [weder] versetzten noch verkouffen anders, denn mit mines elich wibs Elsinen von HAIDELBERG willen und wissen.Och ist berett und gedingot: wenn ich oder min erben kumend mit als fil geltz, als obgeschriben stat, und daz bezalt hand vor sant Johannes tag ze sumwendi [sonnenwende], so sol mir und minen erben daz obgenant gůt ledig und los (sin), on menklichs widerrêd; waer aber ,daz ich oder min erben daz obgenant gelt gebind nach sant Johannes tag, so ist des selben jares minem vorgenanten elich wib Elsinen und iren erben der zins gefallen, daz die vorgenanten gůter mugend tragen, ungevarlich.Ich vorgenanter Růdolff von JUFALT und all min erben súllend und wellend mines vorgrenanten elichs wib Elsinen und allen iren erben gůt, getrúw waer sin umb daz obgenant pfand und gůt, an gaistlichen und an weltlichen gerichten, nach recht, als dik und wenn sy des nôtdurftig wirt , mit gůten trúwen, ôn all boess geferd. Und des ze urkund und vester sicherhait so henkt ich min aigen insigel an disen brieff fúr mich und all min erben; so han ich gebetten zů ainer merer sicherhait den vesten Růdolfen von KASTELMUR, ritter, daz er sin aigen insigel henkt ôch an disen brieff; des ich vorgenanter Růdolf gichtig bin von siner ernstlicher gebett wegen. Also henkt ich vorgenanter Růdolf min aigen insigel an disen brieff, doch mir und minen erben ôn schâden, der geben ist in dem staetly ze Fúrstennow, in dem jar, do man zalt von Christi geburt tusent vierhundert jar und darnach in dem viertzgôsten jare, an sant Lucien abend. Die zwei Siegel fast bis zur unkenntlichkeit abgerieben: S' RVDOLFI.DE.CASTELMVRO; S' RVDOLFI.DE.IVVALT

Vizdum Rudolf Schuoler von Castelmur hatte Amalia, die Schwester Rudolfs II geheiratet und war sein Schwager.

1440. Dezember 2, Fürstenau (Wartmann Nr 178) Rudolf II von JUVALT sitzt auf der Burg "inderen" oder Niederjuvalt und empfängt von seinem Schwiegervater Ritter Conrad Ultimus von HEIDELBERG (im Thurgau bei Bischofzell) für seine Gattin Elsine (Elisabeth) von Heidelberg die Aussteuer von 500 Heller, setzt diese als Morgengabe und setzt ihr noch 150 Pfund Constanzer Münze, Churer Währung dazu. Und zuo ainer guoter sicherhait geb ich min aigen Huß und Hoff zu Jufalt, namlich die wisen, die man nennt Runkk und ander acker und wissen, die umb daz vorgenannt Huoß Jufalt ligend und die müly die in dem Tobel lit mit ihrem zuogehör“ d.h : Zur Sicherstellung dieser 650 Pfund "hainstür und morgengab" verpfändet er der Gattin einen Teil seines Gutes Juvalt. Sollte der Mann vor der Frau sterben dient ihr dieser als Wittwenversorgung. 1441 Mai ? (StAGR D V/37 A Nr 74) Kaufbrief. Andres von JUVALT zu Scharans verkauft mit Zustimmung seiner Söhne, insbesondere seines Sohnes Janut, Vogt zu Rodels, dem Wilhelm Murer [von Catelmur] von Misox, sesshaft zu Scharans, für 31 rheinische Gulden einen hinter Scharans unter dem Vazer Weg ….bei… liegendes Gut. Dieser Andres von JUVALT (nicht zu verwechseln mit Andreas von Juvalt † < 1388) Sohn von Eglolf II und Bruder von Rudolf I) könnte ein Sohn des Friedrichs († 1409) , wohnhaft in Thusis gewesen sein. Da sein Sohn Janut im 1441 bereits Vogt zu Rodels war, könnte er um 1380-90 gebohren worden sein, was mit einer Vaterschaft Friedrichs von Juvalt wohl passen dürfte, zumal wir wissen, das Friedrich von Juvalt Erben hinterlassen hat.(siehe Beanstandung des Grafen von Toggenburg). 1442 Juni 21.(Codex Dipl Juvaltorum Bd I Nr 61] veräussert Rudolf II von JUVALT, "weilent Rudolf [I] von Jufalt seligen elicher Suen" dem „fromen vesten Hansen von VALENDÖNS, dem Eltern „ ,und seinen Erben 17 Scheffel Gerstenkorn, Churer Maß, jährlichen Zinses „und Ewig Korngelts“ ab seinem eigenen Hof samt Zugehört in Tomils gelegen, item seinen Teil Kornzehnt zu Tomils um 200 churwelche Mark zu je 8 Pfunf mailisch in Churer Währschaft mit Rückkaufsrecht zu gleichen Bedingungen. 1448 Januar 20 (Codex Dipl Juvaltorum Bd II, S. 501): Rudolf II von JUVALT hat die Schulden seines Vaters Rudolf I gegenüber Hans d. Ae. von VALENDAS (+ zwischen 1465 und 1480) wegen der Heimsteuer seiner Schwester Verena, der Gattin des Hans übernommen . Verena habe aus einer ersten Ehe (?) eine Tochter Barbara II , nicht zu verwechseln mit Barbara I von JUVALT, Schwester des Rudolf I von JUVALT und Gattin des Uoli Faltzüllen von Stalla, und mit der gebrechlichen Barbara III, der legitimen Tochter des Rudolf II, welche ihren Anteil an der Herrschaft Juvalt 1462 an ihrem Schwager Pedrut von Wannis verkauft. Die Genealogie von Hans d. Aelteren von VALENDAS wurde von L Joos, Die Herrschaft Valendas, JHGG 1915, publiziert. Hans d. Aeltere und Verena haben keine Nachkommenschaft gehabt.

< 1448 Tod der Rudolf II Ultimus von JUVALT ohne männlichen Erben. Das Problem ist, dass er 1440 geheiratet haben soll, und sich im Jahr 1448 mit einer bereits verheirateten Tochter Ursula befindet.

1448 februar 1 [Codex Diplomaticus Juvaltorum, Band 3 S. 156] Beginn des Ausverkaufs der Herrschaft Juvalt durch die Töchter von Rudolf II

Wir die nachbenempten Ursula und Barbara von JUFALT, Geschwistergit Rudolfs von Jufalts (seligen) [in der Handschrift von Wolfgang von Juvalta durchgestrichen] ehelich töchtern vergehend und thund kunt alermenklichen mit disem offen brieff für uns und all unser Erben, daz wir recht und redlich, Ich Ursula mit Willen und Wissen meines ehelichen Manns und erkhornen Vogts Pedrutten von WANNIS und ich Barbara mit willen und wissen meins erkhornen Vogts Flurins Gatuken, […]bestätten einen immerwaerenden Erb=lehens gelichen und verlichen [zu] haben denen fúrnemen Tysch ULLIN und siner ehelichen Wÿb Elsen, Martins Bargaetten uos Schambs ehelihen Tochter und allen iren Erben, Ob sÿ nit waeren, unser aigen Hoff und Gütter gelegen zu Schaÿd/: die Gütter halteren an Maβ [7] Stück und ein Juchart Acker und 10 Stub Wissen, verstoβend mit Herman Basiel: Gongeruns, Gwalonga, Panwick, Gÿr Gossaw, Pagarolas, Surclavadel[s?], Danieder de plattas, Schynutta, Ploundermons, Bargas, Seras, Entsur Velden oder Sains sutt, Spondatch, Widrâwls, Widrawls pra davos, anstoβend an der Herrschaft von Sangans, und die von JUFALT [……..] Symon, Thöni, Ullÿ, Allmeinde, Flurin Gatuck, Heinrich von Plesden, Ganchen Erben, Gotthûs, Gaucken Erben, [?]schotschen, Thöni Farena, Hans Maffew, Alle mehrmals; Zins :/ gen JUFALT in unser eigen Huos zuo einem rechten redlichen Zins alle Jar und jedes Jars besuonders an Sant Martinstag oder darnach ungefehrlich zwolff Schôffel korn und ein Viertail [Striffen] Churer Mass und solches zemal unser Erben [….] von VALENDANS oder iren Erben die obgenanten zwôlff Schôffel Korn richten und geben, all die wÿl und Zÿt wir oder unser Erben nit gelöst hand, von irer und iren Erben/: […] Verkaufsrecht um 1 Mark billiger. Erbetener Siegler Petrutt von Wannis. dieser brief ist geben ze JUFALT am donstag vor unser frauentag ze Lichtmess in dem Jar seit Christi geburt Tusent vierhundert und darvor im einvierzigen und acht jahr

1451 Schamser Fehde. Im Jahr 1451 erhob sich der graue Bund gegen die Grafen von Werdenberg Sargans. Zum grauen Bund gesellten sich mehrere Gemeinden der Gotteshausleute, besonders die Engadiner. An ihrer Spitze stand Ritter Hans Ringg von Baldenstain, der selbst Lehen von Werdenberg besass. Mit ihren Bannern berannten sie di Bärenburg, und, als sie da Widerstand fanden, zogen sie vor Ortenstein und nach Hohen- und Untersüns. Die drei Burgen wurden ausgeplündert, und niedergebrannt. Die Hoch- und die Niederjuvalt (am Rhein) wurden als bischöfliche Burgen von den thumben puuren emsig zerstört. Es fragt sich ob Uoli Faltzüll, der Barbara die Schwester von Rudolf I von Juvalt geheiratet hatte, und dem 1423 die Hochjuvalt vom Bischof von Chur verpfändet wurde bei der Zestörung der Burg oder früher gestorben ist. Die Burg Indere Juvalt hingegen wurde aber weder angegriffen noch zerstört. 1452 Mai 22 (Necrologium curiense p. 146) stirbt Amalia von Juvalt, (Tochter des Rudolf I von Juvalt und der Luteria Planta), uxor Rudolfi de CASTELMUR und wurde in der Grube " in crypta ante altare corp[oris] Christi sub lapide" im Churer Dom beerdigt. (Das Begräbnis vor dem Altar Corporis Christi in der Gruft unter dem Chor war dasjenige der JUVALT (F v Juvalta, Kurze Anzeige, 1777 ). Ihre Nichte, Tochter des Schwicker, Elisabeth von Castelmur heiratete Uolrich Beeli, aus einer Davoser Walserfamilie, der Vogt der Grafen von Werdenberg auf Belfort war und die Burg Belfort gegen eine Schuld, welche die Grafen ihm nicht zurückzahlen konnten, als Pfand erhielt. Da legte er sich hochselbst das Prädikat „von Belfort“ an. .Eine andere Nichte Clara von Castelmur heiratete Joachim von JOCHBERG. Das Blut der friien von Juvalt fliesst seither über die Juncker von MONTALTA und die Tomilser Ammänner von CAVIEZEL in die Venen der heutigen echten Domleschger, bis auf meiner Grossmutter Maria Veronika Decasper verheiratete Flisch von Scheidt , meiner Mutter Elsine Flisch verheiratete H. ABIS de la CLARA und ich Lanfranco ABIS de‘ CLARI 1454 Mai 9 (StAGR Archiv Ortenstein Nr 22; BAC 9. Mai 1454) Die (Ruine ?) der Feste Hoch Juvalt (welche von den Herren von Landenberg 1352 dem Bischof von Chur verkauft worden war) und 1423 dem Uoli Faltzüll, genannnt Fritzschilg, dem Gatten der Barbara I von JUVALT, Schwester des Rudolf I verpfändet wurde wird vom Bischof Lenhard dem Eberhard RINGG von Baldenstein mitsamt dem grossen Zehnten von Scheydt für 60 Dukaten und 78 Gulden verpfändet ! Eberhardt Ringg hatte die Burg vom Churer Kanzler Claus von Tux ausgelöst. Weder Uoli Faltzüll noch Eberhard RINGG von Baldenstein haben sich das Prädikat "von HOCHJUVALT" zugesetzt. 1456 (Necrologium curiense Codex G, S. 27) [ ein Nachtrag datiert 1456, da die Erwähnte hundert Jahre früher gestorben war († 17 März 1356) ] " nobilis domina Berchta de Rutzzuns relicta quondam Johannis de Rietberg dedit Capitulo eccl. Cur. XXV flor. aureos in remedium animae sue, ita ut canonici Capituli predicti annuatim in die beatae Gertrudis anniuersarium celebrent [Mathilde] sororis domine Berchte predicte pro quatuor libr. Mez. etc quamdiu dom. Berchta vixerit supradicta. Ipsa vero dom. Berchta de Ruzzuns defuncta de predictis quatuor libr die obitus sui ejus anniuersarium perpetuo celebretur. etc Requiescit ante altare S. Georii sub lapide minori" . 1456 Februar 26 (Codex Dipl Juvaltorum Bd III S 174) Abschrift: "Wir die nachbenemten Ursula und Barbara von JUFALT, Rudolfs von JUFALTS seligen, eheliche töchtern vergehend und thund kund allermenglich mit disem offnen Brief für uns und all unser erben und mit Urkund und krafft dis Briefs , das wir recht und redlich mit Willen und Wissen unser beiden Vögt mit Namen Petrutt von Wannis und Tschin Botten eines bestaten, immerwärenden Erblehen verlihen habendt nach Erblehenrecht denen frommen Dyschen ULLIN und Janutt ULLIN und allen ihren Erben, Ob sÿ nicht enwärend, unseren eigen Hoff und Gütter gelegen ze Schaid / : [nämlich] Duleus Longcons, Paschnairas, Flÿsch, Pawazalia, Maius, Gÿr Streil, Swarmons, Gÿr bursa, Gÿr Rasch, Guoles, Fantanas, Wallonga, Avalatz, Bentla, Clavadatsch, [G]saÿs, Surgampleÿ, Palü, Deriedas, Welldanägen, Schleÿss, Mistrüyns, Palü Musteins, Sprüns, Dirauls, Kalgarolas, an Mass geltend : /1 Stük 5 ½ Juchart und 17 Mal Acker; 3 Stück und 28 Manmad Wisen; Anstösser: Allmeinde mehrmals, Zitzis guot, herrschaft, ihr eigen guot, Sigberg mehrmals; Ullin Sintzi, Herrschafft von Sanegans, Patalien guot, Ulrich [L]uganien, Uli Janutt, Faliven kinder, Janugken Erben, Hans Lienharts Erben, die von [G]well guot, Ritzi's guot, H Sÿmon unser swaren guot, Ursula von Pull guot, Margaretha's Erben guot Faliven nytt guot, Heinrich von Flerden, dem [....] Wuls von Masantz guot, p>

Um 1550 wurde die Burg Innerjuvalt als Ruine erwähnt – (Campell Top.lat. S. 103) ) Letzte Revision Dienstag, 25. Oktober 2016. Work in progress ! ¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬-_________________________________________________________________________________ Überarbeitungen 15.12.2012, sechs Monate nach dem Tod meines lieben Cockers, der immer in meiner Nähe schlief solange ich am Computer an dieser Arbeit schrieb. 14.11.2013 8 Juni 2016 09.07.16 21.08.16 Sigfried II (-1149,60,70,1228,31 ( 39,1244- ?). Friedrich bereits 1340 und 1363 zitiert, vor dem ersten urkundlichen Auftritt seines älteren Bruder Eglolf II .Verkauf eines Hofes zu Scheid von 1448 wieder gefunden, welcher erlaubt den Tod von Rudolf II vor 1448 zu setzen. Was ein Problem ergibt. Rudolfs II Heiratskontrakt ist datiert 1340. 1348 beginnen seine zwei Töchter, die Ursula ist bereits mit dem Gaunern Petrutt von Wannis verheiratet, Güter der Herrschaft zu verkaufen :war R II krank ? oder bereits tot ? In der Abschrift von Wolfgang von Juvalta wird 1448 selig durchgestrichen Es bleibt herauszufinden von wem der Ministeriale Conrad der Sohn war und ob es noch mehr Zweige der Familie zur Zeit Sigfrids I gab. -Zweig von kaiserlicher Richter Ulrich und seine zwei Sohne -Zweige denen von Gisila † 1154 und Gisela † 119? von Juvalt gehörten -Zweig von Domherr Heinrich † 1192 Herkunft der Zahlreichen uneinereihbaren Juvalter in der Genealogie des Dietrich Jäcklins .(StAGR B 158) ? Nach Verifizierung der aufgeführten Daten Jàcklins musste ich Canonicus Albrecht IV streichen da die Daten anderen Albrechten entsprechen.Ein Albrecht V wird einmal 1231 als Sohn eines Sigfried erwähnt, könnte aber wohl Ministeriale Albrecht II (-1222-1251-) Sohn des Sigfried II entsprechen.Danach rückten alle Albrechte um eine Zahl zurück. 25.09.16 Sind Albrecht II und Domprobst Urlich Söhne von Sigfried III (1160-70-) Wenn er 1160 mit seinem Vater als bonus vir auftritt ist er > 14 Jahre alt also 1146 geboren. Im 1222 tritt erstmals Albrecht II als Ministeriale auf (Sig II wäre 75 ) und 1237 Ulrich III als Domprobst Sig II wäre 91 Jahre alt. Es fehlt also ein Sigfried, welcher der Vater von Albrecht II und Ulrich III sein muss.Dieser Sigfried könnte dem -1218-1231- erwähnten Sigfried „der Ellende“ entprechen der die Lücke von 58 Jahre zwischen 1170 letzte Erwähnung von S III und 1218 erste Erwähnung von einem Sigfried IV füllen . In dieser Lücke sind Albrecht III und Domprobst Ulrich III geboren worden und sie sind die Söhne des Siegfrid IV der Ellende. 30.09.16. Wiederentdeckung eines Domherren Albrech II, ein einziges Mal 1229 erwähnt! (BUB IIn Nr 680) kann nur ein Bruder von Sigfried IV gewesen sein. Also verschieben sich wieder die Albrechte um eine Nummer mehr. Albrecht II wird Albrecht III >, und Albrecht IV >

12.10.16 Die Albrechte . Ich muss die Karriere des Ministerialen Albrecht II kürzen. Albrecht IV erscheint 1246 als miles, und wird zitiert 1258 als seliger Vater des Albrecht V (welcher auch an diesem einzigen Datum zitiert wird.) und seiner Brüder Eglolf I und Sigfried.VI 1251 betrifft miles Albrecht IV und nicht mehr Ministeriale Albrecht III Albrecht V muss früh gestorben sein , da sein jüngerer ? Bruder Eglolf I die Hochjuvalt erbt. Sigfried II 1149-1160 und nicht mehr 1170 Sigfried III -1160-70- Entdeckt dass ein „nicht einreihbahrer Ulrich von Juvalt,miles der dritte Sohn des kaiserlichen Richters Ulrich I war. Wird 1219 beim Friedensvertrag BvC-Como als Ardericus de Ziuolta erwähnt und nicht zusammen mit seinem Vater Ulrich I und seinen Briider Heinrich und Friedrich. Die Gisila von Juvalt, die um 1199 dem Stift Wein für die Domherren stiftete könnte die Mutter der Domherrn Ulrich ,der 1199 stirbt gewesen sein , laso zwei Vertreter eines 3. Astes. 14.10 16. Versuch Eglolf I und einen vom BUB erfundenen, abgespaltenene Eglolf II zu unterscheiden. Eglolf I erscheint 1257 erstmals in Reichenau als Albrecht von Sax dem Kloster Pfäfers die Burg Wartenstein verkauft, unter dicken nobiles Ulrich von Monrfort (-1257-65) Domdekan, Rudolf III comes de Rapperswil (1210-1262) und den Testes H miles de Clanx, Uolricus suus frater de Sax ,Symon de Muntalt et Ealth suus f, dn H de Ruzuns, H de Belmunt,H miles de Vrovinbech et dn Fr suus frater, C de Grüninfels, Egil de Juualt, C de Ruhinberch, H Karammmamia milites,also war er schon Zeugfähig. 1258 erscheint sein Bruder Albrecht V der bald stirbt Zwischen 1262 und 1286 besteht eine Lücke von 24 Jahren 1286 erscheinen Ministrale Conrad, Egilolfus et Sifirdus de Juvalt: ist es noch der Egl von 1257,58 mit seinem Bruder Sigfried VI oder ist es Egli II mit seinem Vater oder Onkel Sigfried VI (-1258-86) 28 +14 = 42 Jh ? 1299 Anastasia von Juvalt ist mit Conrad Mor verheiratet . 1416 besitz ein Eglolf Mor Schlosss Schiedsberg in Pfand 1311 siegelt Egl I in Chur eine Urkunde für einen miles Conrad Mor : ist es der Gatte seiner Schwester Anastasia ? Oder war Anastasia -1299- die Schwester von Eglolf II ? 1331 verpfänden Albrecht VI und Berchtram, Söhne des Egl. Güter an Conrad Plant, wegen der Heimsteuer ihrer verstorbenen Schwester Berchta. Also ist Egl I mit 88 oder Egl II 1331- 1286 =45 +14 =59 mit 59 bereits tot 1331-1257 =74 +14 Jh bis zur Volljährigkeit. = 88 1340: erst dann erfahren wir ,dass Eglolf ,der selige Vater von Albrecht und Berchtram die Burg Hochjuvalt an die Herren von Rietberg verkauft oder verpfändet hatte. Wann ?

16.10.16. Ich zögere Eglolf I entwei zuspalten, und einen Eglolf II, der 1286 mit Conrad, und seinem jüngeren Bruder Sigfried zum ersten mal auftreten sollte. Seit wann wird der Sohn vor seinem Vater erwàhnt ? Erschienen sind Conrad, Eglolf und Sigfried, und nicht Conrad, Siegfried und (sein Sohn) Eglolf. 1257-14 = 1243..Wenn er 1331 gestorben ist dann wàre er 88 jährig gewesen. Wenn <


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