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Für die Familiennamen wurden zur Vermeidung redundanterDatensätze jeweils einheitliche Schreibweisen gewählt,beiden Ortsnamen zur leichteren Auffindbarkeit die aktuellenBezeichnungen verwendet.

Alle Angaben stehen unter quellenkritischemVorbehalt.


Gunter Ulrich Link
Gunter Ulrich Link
Ahnenkennziffer :4
 Dr. phil. Gunter Link


  • Geboren am 2. Juni 1949 - Stuttgart-Degerloch, Baden-Württemberg, Deutschland
  • Alter: 71 Jahre alt
  • Journalist, Pop-Upper
7 Medien verfügbar 7 Medien verfügbar

 Eltern

 Eheschließungen und Kinder

 Geschwister

 Beziehungen

 Notizen

Hinweis zur Person


Genealogischer Hintergrund:
Gunter Link ist ein direkter Nachfahre der41. Generation von Karl dem Großen

Biographische Notizen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gunter_Link

Mitgliedschaften:
Christian Church International
GolfKultur Stuttgart
Lions International

Weblinks:
https://www.neueswestfernsehen.de
https://www.lions.de/web/lc-stuttgart-neckar
https://gw.geneanet.org/glink1_w

Fragebogen nach Marcel Proust:
Antworten von Gunter Link

Wo möchten Sie leben?
Auf der Insel Reichenau im Frühling, in Stuttgart-Schönberg im Sommer, über den Dächern von Wien im Herbst, wo die Sonne lacht im Winter. Und das ganze Jahr über: in Frieden.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?
Sportlich-kulinarisch: Eine gelungene Golf-Runde, anschließend am 19. Loch zu Champagner ein Wachtelei auf Kaviar-Amuse Bouche, gefolgt von Foie Gras de Canard und einem edelsüßen Sauternes, von Pasta mit Alba-Trüffeln satt und einem Barolo Riserva, danach ein Kobe-Steak an Portweinjus, ein blauschimmeliger Stilton, begleitet von einem Riesling Eiswein von der Mosel. On top: Salzburger Nockerln und eine Wiener Melange.
Alternativ: Nach einer Wanderung auf der Schwäbischen Alb in einer Gartenwirtschaft Alb-Leisa und Spätzle mit Schweinebauch und Saiten, dazu ein trockener Trollinger vom Mundelsheimer Käsberg. Zum guten Schluss: Grüße aus dem Schwarzwald von Herrn Lehmann.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Niemals auf Mallorca gewesen zu sein.

Ihre liebsten Romanhelden?
G-Man Jerry Cotton, der mit dem roten Jaguar E-Type als Dienstwagen, in meiner Jugend; Harry Haller, der faustische Anarchist in Hermann Hesses Steppenwolf, in meiner Studentenzeit; Fabian, Erich Kästners Moralist, der leider nicht schwimmen konnte, in meiner Berufszeit. Heute? Jerry Cotton, Harry Haller, Fabian und, aktueller denn je, Winston Smith, der letzte Mensch in Europa, aus George Orwells 1984.

Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?
Jesus von Nazareth, der erste große Aufklärer.

Ihre Lieblingsheldinnen/-helden in der Wirklichkeit?
Alle, die Familie, Kinder und Beruf freudig unter einen Hut bekommen. Ansonsten: s.u.

Ihre Lieblingsheldinnen/-helden in der Dichtung?
Dr. Heinrich Faust und Margarete, genannt Gretchen.

Ihr Lieblingsmaler? **
Adele Bloch-Bauer I (Gustav Klimt),Monochrome International Klein Blue unvollendet (Gunter Link).

Ihr Lieblingskomponist? * + **
The Star-Spangled Banner, gespielt von Jimi Hendrix 1969 in Woodstock, und dasNeujahrskonzert 1987 der Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Herbert von Karajan.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?
Männlichkeit.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?
Weiblichkeit.

Ihre Lieblingstugend?
Studiositas.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Mich meines eigenen Verstandes zu bedienen.

Wer oder was hätten Sie gern sein mögen?
Wenn´s mit Journalismus nicht geklappt hätte: Gyro Gearloose.

Ihr Hauptcharakterzug?
Langer Atem.

Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?
Diskussionsfreude gepaart mit Trinkfestigkeit.

Ihr größter Fehler?
Den suche ich noch.

Ihr Traum vom Glück?
Die Erfüllung meines Lebensplanes.

Was wäre für Sie das größte Unglück?
Die Abwesenheit von Glück.

Was möchten Sie sein?
Mir weiter treu.

Ihre Lieblingsfarbe?
Das Funkeln von Restaurant-Sternen.

Ihre Lieblingsblume?
Bordeauxrote Rosen mit Dornen.

Ihr Lieblingsvogel?
Naheliegend: mein eigener.

Ihr Lieblingsschriftsteller?
Hier: Marcel Proust.

Ihr Lieblingslyriker? **
Nur zwei Dinge (Gottfried Benn),Die Geschichte der Welt in drei Strophen (Georgi Kratochwil).

Ihre Helden in der Wirklichkeit?
Die den Mut haben, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen. Ansonsten: s.o.

Ihre Heldinnen in der Geschichte?
Stellvertretend: Jennifer L. Howley und ihr ungeborenes Kind.

Ihre Lieblingsnamen?
Riesling und Spätburgunder.

Was verabscheuen Sie am meisten?
Opportunismus.

Welche geschichtlichen Gestalten verabscheuen Sie am meisten?
"Weltretter".

Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten?
Die der Bundeswehr Big Band.

Welche Reform bewundern Sie am meisten?
Die Trennung von Gott und Welt, Religion und Politik.

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
Gottes beste Gabe ist und bleibt der Schwabe. Was will ich mehr?

Wie möchten Sie gern sterben?
Selbstzufrieden gespannt auf das Kommende danach.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?
Passt schon.

Ihr Motto?
"Alles hat seine Zeit" (Prediger 3).

* Louis Armstrong: „Es kommt nicht darauf an, was du spielst, sondern wie du spielst“.
* * Die Werke zählen, nicht ihre Urheber.
So gesehen (Essay aus dem Buch von Gunter Link: Chronik der Familie Link, Band VIII):

"Ab in die Tonne"
Meine (kunst)politische Momentaufnahme der anderen Art

Es war wieder 'mal, an einem trüben Maientag 2019, ein Besuch in der Staatsgalerie Stuttgart fällig. Anlass: Die Sonderausstellung „Die jungen Jahre der Alten Meister“ unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD). Wer bei dem peppigen Titel an Rembrandt und Co. dachte, sollte er wohl auch, zwecks Überraschungseffekt, wer tatsächlich gemeint war, lag total daneben. Um Baselitz, Richter, Polke und Kiefer ging´s, also um Werke - inzwischen in die Jahre gekommener - zeitgenössischer bildender Künstler.
Der schick signalrot gestalteten Pressemitteilung von Götz Adriani, dem Kurator der Ausstellung, konnte man entnehmen: „Baselitz, Richter, Polke und Kiefer schufen die Voraussetzungen dafür, dass die Kunst und nicht mehr der von Paul Celan beschworene Tod ein Meister aus Deutschland werden konnte.“
Boah ey. Das stand tatsächlich da. Fettgedruckt als erster Satz. Deutschland wurde mit ein paar Pinselstrichen vom Todesweltmeister zum Kunstweltmeister. Hurra, wir sind erlöst. Durch die Offenbarungen der heiligen Kunst-Vierfaltigkeit. Halleluja.Kunst zur Erlösung, Künstler als Erlöser. Wenn ich ´mal mit Freunden ein Glas Rotwein zuviel getrunken habe, werde ich diese Erkenntnis locker in die Runde werfen. Das wird Eindruck schinden. Oder? Allerdings, wenn es Nachfragen gibt, was sag´ ich dann? Wie hat Baselitz denn genau Deutschland erlöst? Mit welchen Mitteln? Ich erkenne im nüchternen Zustand und selbst über kopf nicht wirklich den heiligen Geist, den seine Bilder anscheinend beseelen. Hat der Kurator Theologie studiert? Glaubt er, dass die Bilder der "Alten Meister" tiefsinnig klingender, scheinphilosophischer Suaden bedürfen, um eine anerkennende Wirkung beim kunstbeflissenen Betrachter zu entfalten?
Ein vermeintlicher Sinngehalt von Werken der modernen Malerei findet sich tatsächlich meist in der wortgewandten Rhetorik ihrer Deutung. Das kann man bei Museumsführungen ebenso wie auf Vernissagen erleben und in Bilder-Beipackzetteln lesen. Der finanzielle Wert eines Bildes (oder einer Skulptur, einer Plastik etc.) entspricht schließlich der Qualität seines Marketings. Ich kann es noch pointierter ausdrücken: Pseudointellektuelles Geschwurbel sogenannter Kunstsachverständiger bestimmt im Zusammenspiel mit feuilletonistischen Zeitgeistbütteln und smarten Händlern die vorgebliche Qualität und den Preis eines Bildes. Das funktioniert allerdings nur, weil unter den Kunst-Adressaten niemand als Banause oder Dummkopf erscheinen will, wenn er des Kaisers neue Kleider nicht sieht, weil er den behaupteten Sinn des Bildes nicht versteht. Das geht bis zur massiven Einschüchterung durch Museumstempel mit streng dreinblickenden Gralshütern, die dem Besucher signalisieren: Deine Urteilsfähigkeit ist nicht gefragt. Das hier ist alles sakrosankt. Sehen, staunen und im Frontalunterricht bei Führungen gehorsam tun, als würde man verstehen und alles faszinierend, unvergleichlich, zumindest interessant finden. Schließlich geht es um ganz, ganz Großes. Um Kunst! So ist die Bewertung moderner Kunst allzu oft Ausdruck von Kritikunfähigkeit, Orientierungslosigkeit, Geltungssucht, Gesinnung und nicht zuletzt von Profitgier. Ein Spiegelbild des politisch korrekt verspießerten Juste Milieus und des gegenwärtig tonangebenden politmedial-ökoindustriellen Komplexes.

Ein von einem Künstler als Kunstwerk kreiertes und betiteltes Objekt entfaltet nur aus sich heraus im intuitiven Wechselspiel mit dem individuell vorgeprägten Betrachter und seinem augenblicklichen Gemütszustand eine magische, also künstlerische Wirkung. Oder nicht. (Immanuel Kant: Ein „von allem Interesse unabhängiges Wohlgefallen“. Theodor W. Adorno: "Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein"). Dann ist es aus seiner An-Sicht entweder gute oder schlechte Kunst. Ob es sich überhaupt um Kunst handelt, das entscheidet der Künstler, nicht der Rezipient. In diesem Sinne kommt bildende Kunst nicht von Können, im Unterschied zur angewandten, der Erbin der klassischen Kunst. Wer entscheidet, wer ein Künstler ist? Dito. Kunst ist immer subjektiv, fiktional, eine erfundene Welt, eine eigene Wirklichkeit, noch nicht einmal ein Abbild der realen. Sie kann diese adaptieren und/oder versuchen, in sie hineinzuwirken: als Kritik, Warnung, Anregung, zur Erbauung - last but not least auch als spekulative Ware eines Marktes, der längst nicht mehr richtig tickt.

Die Inventar Nr. P 379 der Stuttgarter Staatsgalerie liefert ein inzwischen schon klassisches Beispiel für den herrschenden Kunstjahrmarkt-Mechanismus. Offizielle Beschreibung: „Das plastische Ensemble beherrscht der "Fettstuhl". Die auf ihm ruhende Fettmasse (in der zugehörigen Vitrine konserviert und für den Stuhl ersetzt durch Wachs) beziehen sich auf die Keilformen aus Bienenwachs. Beide sind das Ergebnis eines bildhauerischen Gussverfahrens. Die Gipswände der Negativform liegen, von der erkalteten Wachsmasse abgelöst, am Boden. Innerhalb dieses Arbeitsprozesses spielt der Stuhl die Rolle des Energiezentrums: Er bezeichnet den Mittelpunkt eines Kreises, auf den sich die Wachsblöcke mit ihren gerundeten Außenseiten beziehen. In ihm sammeln sich die oben und an der Erde den Raum durchziehenden geistigen und materiellen Kraftströme. Sie werden durch die Filzrollen zugleich isoliert und kanalisiert. Der Stuhl verweist auf den im ursprünglichen Sinne schöpferischen Menschen. Er fasst die gestaltgebenden Energien in sich zusammen und gibt sie als gestaltete wieder zurück. Das Foto eines Autounfalls des Künstlers und das Dingrelikt des Rückspiegels erinnern daran, dass schöpferisches Gestalten auch den Tod beziehungsweise das Opfer notwendig mit einschließt.“
"Lachen Sö doch nöcht so lächerlöch, Pfeiffer. Sö sönd albern!" Es geht schließlich um eine Schöpfung von Prof. Joseph Heinrich Beuys, für die Gemeinde der rechtgläubigen Sozialplastiker der größte Künstler des 20. Jahrhunderts. Ach nein, warum so bescheiden: der größte der Kunstgeschichte. Als Blender und geltungssüchtiger Selbstdarsteller (ich habe ihn, samt seiner Jünger, 1972 auf der documenta 5 in Kassel persönlich erlebt). Und alle Zeitgeist-Kunstsachverständigen machen selbst heute noch, posthum, sein Spielchen beflissen mit.Im „Fettstuhl“ also „sammeln sich die oben und an der Erde den Raum durchziehenden geistigen und materiellen Kraftströme …“ Wow! Ich seh´ nicht ´mal den Kreis, ich Ignorant. In einem weiteren Begleittext erklärt eine kunstwissenschaftliche Volontärin der Staatsgalerie, warum dieses Beuyssche Meisterwerk ihr „Lieblingsstück“ der Galerie ist: „Nach wie vor faszinieren mich der Mensch und der Künstler Beuys und es lohnt sich die hinter den Objekten stehenden Ideen zu ergründen.“ So ziehen sich die parteipolitisch beschirmten und staatlich ausgehaltenen Kunstverweser ihren stromlinienförmlichen Nachwuchs.
Es geht nicht um die Kunst an sich. Das wäre zu banal und würde nur die Zahl taxifahrender Kunsthistoriker noch weiter in die Höhe treiben. Es geht um den gesellschaftlichen Kontext, um politische Relevanz und Haltung, moralischen Anspruch, historische Dimensionen, den Menschen, den Künstler und die Ideen hinter, ja: hinter, nicht in der Kunst. Jetzt muss die Volontärin nur noch lernen, dieses kopfige Kunstverständnis in entsprechend hochtrabend klingendes Geschwurbel zu packen und politisch korrekt zu framen, dann kommt sie in ein paar Jahren unter Ihresgleichen ganz groß ´raus.
Mein Ignoranten-Urteil: Schoofscheiß. Nix mit Magie, geschweige denn mit Wohlgefallen, selbst destilliert (!) nach Käse schmeckend. Ein Hoax. Im Verständnis von Kunst-Fachverkäufern eine Schöpfung der Superlative. Ich habe recht, die mögen meinetwegen auch recht haben, da bin ich tolerant. Der Haufen Fett wurde 1983 schließlich nicht mit Steuergeldern erworben, sondern mit Lotto-Mitteln. Passt. Für wieviel, darüber schweigt sich die Staatsgalerie aus, über Geld spricht man in diesen Kreisen öffentlich nur ungern. Derweil durchzieht der geistige und materielle Widerhall von Beuys´ Gelächter, pardon: Kraftströmen, unhörbar und unsichtbar wie der heilige Geist, die gebenedeiten Hallen der Kunstwelt.

Wehe, wenn im neuen Deutschland Künstler, anders als der Grünen-Aktivist Beuys, nicht dem linkspopulistischen Mainstream entsprechen. Dann müssen sie samt ihrer Werke damit rechnen, von geschichtsklitternden Gesinnungswächter * : _ schnalz Innen und vom intellektuellen Prekariat, den volkspädagogischen "Kulturschaffenden", pawlowschen Rudeljournalisten, speichelleckenden Hofberichterstattern et alii debili, aus politischen Gründen stigmatisiert zu werden. Neo Rauch jagten sie mit der Nazikeule durch Gazetten, Bilder von Karl Schmidt-Rottluff wurden gebannt, von Emil Nolde abgehängt, von Otto Mueller diskreditiert, von Balthus zensiert und von Axel Krause aus Ausstellungen geschrieben und geschmissen. Gestern "entartete" und "antisozialistische" Kunst, heute "cancel culture". Künstler werden wieder politischer Korrektheit unterworfen, Meinungs- und Kunstfreiheit gezielt geschliffen. Kunst hat erneut, als Vehikel zur Liquidierung bürgerlich-liberaler Werte, der inter-nationalsozialistischen Marschrichtung des politischen Kampfes zu folgen - diesmal auf der Leimrute supranationaler Finanzglobalisten."Viele" Mitläufer lassen sich dafür missbrauchen und huldigen opportunistisch, massenmedial getriggert, blockparteilich befeuert und schwarmideologisch beseelt, mit unterkomplexen #Kampagnen, infantilen @politicalbeauty-Aktionen und mit servilen Ergebenheitsadressen, den herrschenden Zeitgeistzombies und dem denunziatorischen Sittenmob selbsternannter, staatlich geförderter Komitees gegen politisch unkorrekte, willkommenskraftzersetzende Umtriebe.
Vom "Aufruf der Kulturschaffenden" (1934) im "Völkischen Beobachter" und der "Überwältigenden Zustimmung der Kulturschaffenden der DDR zu Politik von Partei und Regierung" (1976) führte, jährlich mit inzwischen über 10 Milliarden Euro steuersubventioniert, die regierungsdevote Schleimspur linientreu geradewegs zum nächsten Kotau, der "Erklärung der Vielen" (2018), einer kulturmarxistischen Hetzschrift bundesdeutscher "Kulturschaffender" gegen politisch Andersgläubige. "Kulturschaffende" ist ein Begriff "Aus dem Wörterbuch des Unmenschen". So wuchs zusammen, was zusammen gehört.
Wer Augen hat zu sehen, der sieht, auf welcher politischen Seite Faschisten heute ihre Opferfeste feiern. Écrasez l’infâme!

Seit ein paar Wochen hängt unweit der Inventar Nr. P 379 eine neue Dauerleihgabe der Staatsgalerie Stuttgart: Das öffentlichkeitswirksam halbgeschredderte Bild "Love is in the Bin" von Banksy. Es war unter dem Titel "Girl with Balloon" 2018 versteigert worden, bei Sotheby´s, einer der ersten globalen Kunstabzocker-Adressen (2019 von einem französischen Unternehmer für 3,7 Milliarden Dollar gekauft. Ich unterstelle, der Mann kann rechnen) und Sponsor der Ausstellung "Die jungen Jahre der Alten Meister". Da schließt sich der korrupte Kreis. Bei den abartigen Preistreibereien auf dem Kunstmarkt, aktuell wieder zu besichtigen auf der Art Basel 2019 (diesmal auch dabei das UNHCR, einen zeitgemäß-scheinheiligen Ablasshandel praktizierend: Instrumentalisierung von Flüchtlingen und von Kunst auf Gegenseitigkeit), spielen Museen eine wesentliche Rolle. Sie sind immer weniger von kommerziellen und politi­schen Interessen unabhängige künstlerische Freiräume. Wen wählte das britische Kunst-Magazin ArtReview 2019 als einflussreichste Figuren im internationalen Kunstbetrieb? Den Direktor des Museum of Modern Art in New York, Lowry, auf Platz 1. Platz 2: die Fotografin Goldin, weil, Trommelwirbel, ihr Protest gegen ein Pharmaunternehmen so erfolgreich war. Und was ist nach Kunstmarkt-Kriterien gute Kunst? Wenn sie mindestens 100 000 Dollar bringt und Schlagzeilen liefert - wie die Banane von Maurizio Cattelan auf der Art Basel.
„Girl with Balloon“ war ein nettes Kindergartenbildchen, nicht mehr, mit einem unpassenden Rahmen, das Kunsthändler und der Künstler, assistiert von Marketingexperten und Feuilletonisten, zu jener Versteigerung auf über eine Million Euro hochgepoppt hatten. 2017 wurde es „zum beliebtesten nationalen Kunstwerk“ Britanniens gewählt: "From a shortlist of 20 works drawn up by arts editors and writers. The poll carried out by Samsung" (BBC). Nach dem Schreddern soll sich der Marktwert noch verdoppelt haben.
Banksy bedient wohlfeil jedes Klischee, das von Kunstkommissaren, der Zeitgeist-Schickeria und von Haltungs-Journalisten gefordert wird. Er lehnt die Fetischisierung seiner Werke ab, spielt, Aufmerksamkeit und Beifall garantiert, die Nazi-Karte, pflegt platte Kapitalismuskritik als Teil des Geschäftsmodells und betreibt, professionell mit Agentur, Manager, Sprecherin, Instagram Account (die ultimative digitale Galerie schlechthin inzwischen und ein neues dankbares Betätigungsfeld für politisch korrekte Zensoren) und Youtube-Kanal ("37.084.471 Aufrufe") organisiert, ein Versteckspielchen als Ghostpainter zu eigenem Nutz und Frommen. Sein Landsmann Shakespeare lässt grüßen. Der hat es schon vor über 400 Jahren als geschäftstüchtiger Ghostwriter zum vorgeblich größten Dichter des Universums geschafft. Allem Anschein nach ist es eine zielführende Marketingstrategie auch und gerade in Zeiten des Internets, in dem die meisten Künstler sang- und klanglos in der Informationsflut untergehen, sich in der Szene als Marke zu etablieren. Banksy hat damit erfolgreich die klassisch konditionierten Sabbermedien weltweit über sein Stöckchen springen lassen („Alle suchen Banksy. Wir haben ihn“, bewirbt selbigen inzwischen die Staatsgalerie Stuttgart), von kommerziellen Interessen geleitete Mechanismen des Kunst- und Medienmarktes vorgeführt und sich mit der Schredderaktion für alle Ewigkeit sein Denkmal geschaffen. Dadurch missbrauchte er aber auch Kunst pharisäerhaft als Mittel zur Mehrung seines persönlichen Renommees und entlarvte sich als berechnender Marketingstratege.
Widersprüche bestimmen das Leben auf vielen Ebenen. Sie aufzudecken und zu hinterfragen, ist ein aufklärerisches Grundprinzip und sie zu thematisieren kann allemal eine künstlerische Herausforderung sein. Dabei sich allerdings als Künstler selber zum großen politischen Aufklärer, gar zum „Erlöser“ zu stilisieren (oder stilisieren zu lassen) und mit einem Heiligenschein versehen, ist, gelinde gesagt, hypertroph. Was bleibt? Ein opportunistischer Moralheuchler, ein spielfilmreifer Self-Marketing-Coup (hat Nico Hofmann schon die Filmrechte gekauft?) und ein originelles Eyecatcher-Bild.

Hätte mir die Staatsgalerie-Putzfrau im Falle von Beuys´ "Fettstuhl" die Frage gestellt: „Ist das Kunst oder kann das weg?“, meine Antwort wäre eindeutig ausgefallen: "Ab in die Tonne". Dann hätte ich mich allerdings darum bemüht, dass die upgecycelte Beuyssche Hinterlassenschaft als "Art is in the Bin"-Mahnmal gegen Kunstbanausen jeglicher Couleur ihren angemessenen Platz im Hause findet, neben "Love is in the Bin". Im Begleittext zu diesem, meinem neuen Trashart-Lieblingsstück, wäre dann zu lesen: „Mich fasziniert die Menschin als Putzkünstlerin und es lohnt sich, die in der Mülltonne verborgene Idee zu ergründen.“ Aber wer hört schon auf so einen Ignoranten wie mich? Ein unschuldiges Kind sollte man sein, um gehört zu werden. Ironiemodus aus, the game must go on.

Okay, ich habe das Privileg, nicht vom Kunstmarkt abhängig zu sein, nicht vom Verkauf meiner Bilder leben, mich für sie nicht um jeden Preis öffentlich inszenieren, mich nicht im Kunst-Mainstream politisch korrumpieren, mich nicht den Bevormundungen durch Kuratoren glaube unterwerfen zu müssen. Weder beschäftige ich eine Agentur, noch einen Manager, noch eine Sprecherin. Ich habe keinen Instagram Account, geschweige denn einen Youtube-Kanal. Publicity für meine Arbeiten findet lediglich auf meiner Geneanet-Website statt. Aber deshalb schert sich auch (fast) kein Schwein um meine Pinselstriche. Keine Chance, selbst wider Willen, die Welt zu retten. Wer Interesse an einem meiner Bilder hat, bestimmt selber den Preis, falls ich es überhaupt verkaufe, eventuell verschenke ich es auch. Sie sind jedenfalls keine Kunstmarktware.
Ich vertrete die aufklärerisch-emanzipatorische, inzwischen offensichtlich nonkonformistische Auffassung der Autonomie von Kunst. Kunst ist Kunst ist Kunst ist Kunst. Bei der Beurteilung eines Bildes kommt es nicht darauf an, wer da was weshalb und unter welchen Umständen gemalt hat, sondern wie es gemalt ist. Würden das kommerzielle Kunstgewinnler, systemkünstelnde Gunstgewerbler, feuilletonistische Lohnschreiber oder kunstbeschirmende Politdarsteller als reaktionären Ästhetizismus bezeichnen und refüsieren - Bingo, hundert Punkte.
Ich will´s bei diesen wenigen Sätzen zum Thema belassen, wissend, dass Vieles unscharf bleibt, in der Natur der Sache Kunst liegend, bleiben muss.
Jedes meiner von mir gemalten Bilder, das mich nicht vollständig überzeugt, und es sind die meisten, landet in der Tonne. Vielleicht kreiere ich demnächst eine Mülltonnenskulptur mit eigenen Bildern: "Mich fasziniert der Müllmann in mir". Ich stelle permanent meine Arbeiten in Frage, ebenso, auch da bin ich so frei, die von anderen - allerdings ausschließlich unter künstlerisch-ästhetischen Gesichtspunkten. Daraus habe ich eine eigene bildnerische Stilrichtung entwickelt: Abstrakter Ironismus. Gemeint ist damit eine ironische Kunst-Kommentierung mit abstrakten Mitteln. Beispiel gefällig: mein Bild "Monochrome International Klein Blue unvollendet". Hurz?
Ich male zu meinem Vergnügen, um ein bisschen: „Pingo - ergo sum“. Es geht mir um beides: den intuitiven, sinnlichen, einsamen, weiterbildenden Prozess des Schaffens und am Ende um das Geschaffene. Ohne Kunsthochschul-Diplom. Moderne bildende Künstler arbeiten nicht wie einst die alten, klassischen Maler und Bildhauer innerhalb kunsthandwerklicher Traditionen, die an Akademien oder in Werkstätten gelernt sein wollten. Heute muss jeder für sich in einem permanenten, experimentellen Schaffensprozess seine eigenen Ausdrucksformen finden. Den Nachweis eines abgeschlossenen Kunststudiums als Kriterium zur Wertbestimmung eines Bildes oder einer Skulptur, das brauchen vor allem Leute, die nicht zu einem eigenen künstlerischen Urteil fähig sind. Nur am Rande, und ohne mich mit ihnen Vergleichen zu wollen, eine unvollständige Liste namhafter autodidaktischer bildender Künstler: A. R. Penck, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Max Ernst, Vincent van Gogh.

Was ich für meine Bilder brauche sind Farben, Pinsel, ein Malgrund - und eine Idee. Farben in ihrem Eigenleben und ihrer Harmonie, mit ihren Schwingungen, ihrer Erotik, ihrer Kälte, ihrer Wärme, ihrer Suggestion, hell und dunkel, matt und glänzend. Learning by doing, Versuch und Irrtum. Der Rest ist Vorfreude auf Unerwartbares. Am Ende stehe ich dann immer überrascht vor dem Ergebnis. Manchmal andere mit mir. Positiv oder negativ. Das mag geschwollen klingen, hart am Rande von verquastem Kunstfunktionärsbullshit. Deshalb die durchaus selbstkritisch zu verstehenden Schlusssätze: Ein Maler, der keine Unsummen für seine Bilder bekommt, muss nicht unbedingt gut sein. Aber auch nicht schlecht. Wie war das mit van Gogh?!

Im Anhang einige Beispiele der Bilder und Skulpturen von Gunter Link.

Taufe


evangelisch

 Quellen

  • Person: Familienunterlagen Link

  Fotos & Dokumente

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 Überblick vom Stammbaum

Bild
Karl Friedrich Link 1883-1969
 Bild
Emilie Karoline Ruoff 1885-1979
 Bild
Wilhelm Heinrich Breuninger 1881-1945
 Bild
Frieda Marie Wahlenmeier 1887-1961
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Bild
Erich Link 1911-2005
 Bild
Isolde Elisabeth Frieda Breuninger 1916-1993
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Bild
Gunter Ulrich Link 1949