• Né le 8 septembre 1659 (lundi) - Tübingen
  • Décédé le 17 avril 1742 (mardi) - Aurich , à l’âge de 82 ans

 Parents

 Union(s) et enfant(s)

 Frères et sœurs

 Demi-frères et demi-sœurs

Du côté de Heinrich Backmeister 1618-1692

 Notes

Notes individuelles

Dr.med., fürstl. ostfr. Leibarzt, Kons.Rat, Reg.Rat


Leider fehlen über ihn bis zu seinem Auftreten in Ostfriesland bestimmte Nachrichten,
unter anderen auch auf welche Weise er als Fürstlicher Leibmedicus nach dem von
seiner württembergischen Heimath so weit entfernten Ostfriesland kam. Die Erklärung
hierfür ist im Wiarda enthalten. Wahrscheinlich wurde E.B. der
Fürstregentin Christine Charlotte von Ostfriesland, einer
geborenen Prinzissin von Württemberg, als dieselbe 1684 in
Stuttgart am Hofe ihres Bruders, des regierenden Herzogs Wilhelm Carl, einige
Wochen zum Besuch weilte, als Leibarzt emfohlen. Sein Anfangsgehalt betrug 400
Reichsthaler und 60 Reichsthaler Fourage-Gelder für zwei Pferde, hierzu kamen noch
100 Reichsthaler für die Unterhaltung der Hof-Apotheke, die ihm contractlich
oblag. Als Leibarzt machte er in der Fürstlichen Suite die Reisen der Regentin
nach Bayreuth und Wien mit. Denn Wiarda sagt, dass der Leibmedicus B. im Mai
1686, den in Wien an den Kinderblattern schwer erkrankten jungen Fürsten Christian
Eberhard, behandelt und glücklich geheilt habe. Erst Ende 1689 kehrte die Fürstin
mit ihrem Sohne und Gefolge nach Aurich zurück, wo sie im März
1690 ihre seit 1665 geführte vormundschaftliche Regierung niederlegte und ihr Sohn
Christian Eberhard, den der Kaiser Leopold I. im Februar für grossjährig erklärt
hatte, die Regierung über Ostfriesland
antrat. Die Fürstin-Mutter hielt sich seitdem
meistens ausser Landes auf, weil sie sich druch ihre Herrschsucht und fortwährenden
Streitigkeiten mit ihren Landständen im Volke höchst unbeliebt gemacht hatte.
E.B. blieb beim Fürsten in Aurich, da dessen von Kindheit an schwankende Gesundheit
der beständigen Überwachung durch einen tüchtigen Arzt bedurfte, während die
Fürstin sich einer guten Constitution erfreute und deshalb seines ärztlichen
Rathes selten benöthigt war. Doch Ausgangs des Jahres 1698 begann die Gesundheit der
hohen Frau, erschüttert durch den Tod mehrerer, ihrem Herzen besonders nahestehender
Verwandten, su wanken, ihre Kräfte nahmen rasch ab. Dem consultierten Leibmedicus
B. gelang es, den eingetretenen Schwächezustand nach längerer Behandlung zu
beseitigen und die Fürstin zu bestimmen, der Einladung der Churfürstin Sophia
von Hannover zur Brunnencur nach Bruchhausen zu folgen. Dort angekommen, zeigten
sich bald so bedenkliche Symptome von Herzschwäche, dass der Fürst schleunigst
mit B. nach Bruchhausen reiste, wo sie die hohe Patientin nicht mehr
lebend antrafen. An den am 20. Juli zu Aurich stattfindenden, grossartigen
Leichenfeierlichkeiten nahm die
Fürstliche Familie, der Hof, Adel, Behörden und auch der
Leibmedicus B. Theil. -- Wie aus dem Vorgesagten ersichtlich ist, musste er als
Leibarzt wegen der
Kränklichkeit des hohen Herrn viel in dessen nächster Umgebung sein, und war
die natürliche Folge hiervon, dass der Fürst ausser seinem
Gesundheits-Zustande auch manche andere Dinge mit seinem ärztlichen Berather
besprach und sich gelegentlich über
Regierungs-Angelegenheiten mit ihm unterhielt, wobei er das kluge und verständige
Urtheil Bs schätzen lernte, und ihn deshalb zum Rath in seinem Regierungs-Collegium
ernannte, der als solcher Sitz und Stimme im Consistorio erhielt. Dort gerieth B.
häufig mit dem Dr. theol. Heinson, seit 1700 Ober-Hofprediger und General-Superintendent
von Ostfriesland, einem sehr befähigten, aber hoffärtigen und herrschsüchtigen
Manne, heftig aneinander, weil dieser es nicht begreifen wollte, dass ein Arzt
im Consistorio über Dinge, die seinem eigentlichen Wirkungskreise fern lagen,
ein gesundes Urtheil haben könne. Der General-Superintendent zog sich durch sein
Auftreten und sein massloses Eifern in Schrift und Wort gegen die auch im Consistorio
einflussreichen Pietisten, zu denen B. gehörte, sowie Schroffheit gegen manche seiner
Amtsbrüder viele Feindschaft zu. Wenn man den diesbezüglichen Nachrichetn Glauben
schenken darf, so hat der Einfluss des bei Hofe sehr in Gunsten stehenden Hofmedicus
B. zur Erschütterung seiner Stellung beigetragen, so dass Heinson schliesslich
um seine Entlassung nachsuchte und 1711 die Stelle eines Predigers an der St.Paulikirche
in Hamburg annahm. Sein Nachfolger wurde Lewin Coldewey, seit 1700 Superintendent
über das Harlinger Land (+1729), dessen Tochter Catharina Amalia später den
zweiten Sohn des Hofmedicus B., Heinrich Sigismund, heirathete. -- Wie schon
erwähnt, befand sich B., wenn der Hof in Aurich war, viel in der Umgebung des
kränklichen Fürsten Christian Eberhard, gehörte aber bei den häufigen Reisen
seines Gebieters zur ständigen, Fürstlichen Suite, so auch im Winter 1700, als
der hohe Herr mit seiner Gemahlin am 30. Januar von Aurich aufbrach, um deren
Bruder, den Fürsten Albert Ernst II. von Oettingen, zu besuchen und dann die ihm
von seinem Leibmedicus B. verordnete Cur in Schwalbach zu gebrauchen. Nach beendigter
Cur war die Fürstliche Familie im Begriff, die Rückreise nach der Heimath anzutreten,
als die Füstin Eberhardina Sophia, die schon seit ihrem letzten Wochenbette
gekränkelt hatte, von einem hitzigen Fieber befallen wurde. Doch die Geschicklichkeit
ihres Leibmedicus stellte sie binnen fünf Wochen wieder soweit her, dass sie im Stande
war, mit ihrem Gemahl abzureisen. In Folge der beschwerlichen Reise traten
Schwächezustände bei der hohen Patientin auf, die B. veranlassten, darauf zu
dringen, dass nur kleine Tagesreisen gemacht, und zur weiteren Schonung der
Fürstin in Coblenz, Wesel und Bentheim mehrere Tage gerastet wurde. Am 13. August
kam der Hof in der Fürstlichen Burg zu Aurich wieder an, wo die hochschwangere
Fürstin am 27. October so schwer erkrankte, dass auch die ärztliche Kunst ihres
Leibmedicus sie nicht zu retten vermochte und sie schon am 30. October verschied.
-- Das grosse Vertrauen, dessen sich B. am Hofe erfreute und von ihm gemachte
glückliche Curen, bewirkten es, dass sich sein Ruf weit über die Grenzen Ostfrieslands
hinaus verbreitete, und er hierdurch, sowie auf Empfehlungen des Fürsten Christian
Eberhard, öfter von Fürstlichen und Standespersonen consultiert wurde. Auf
Veranlassung seines Gebieters berief ihn dessen Schwager, der Herzog Ludwig Rudolph
von Braunschweig-Wolfenbüttel, Ende August 1691 zur Assistenz bei der Niederkunft seiner
Gemahlin Christine Luise, einer geborenen Prinzessin von Oettingen, welche Elisabeth
Christine gebar, deren Tochter die grosse Kaiserin Maria Theresia war. Das gleiche
Vertrauen und gnädige Gesinnung, welche der am 30. Juni 1708 zu
Aurich verschiedene Fürst Christian Eberhard seinem Leibmedicus B. so oft
bewiesen hatte, brachte ihm auch
sein Sohn Georg Albrecht, der laut Kaiserlichem Decret vom 2. October für volljährig
erklärt, am 22. November 1708 seinem Vater in der Regierung folgte, entgegen.
Als der junge Herrscher am 15. April 1709 eine längere Reise antrat, begleitete
ihn B. zunächst zu seinen Fürstlichen Verwandten nach
Wolfenbüttel, weil der Fürst dessen Urteil über seinen dort an der Schwindsucht
schwer erkrankten Bruder
Karl Emanuel zu hören wünschte. Bs durch langjährige Erfahrung geschärftem
Blicke entging es nicht, dass der Prinz nur noch wenige Monate zu leben habe,
er erlag schon im August dieser heimtückischen Krankheit. Von Wolfenbüttel aus
begab sich Georg Albrecht auf Anrathen seiner Tante, der Herzogin von
Braunschweig-Blankenburg, mit seinem ganzen Gefolge zur Brautschau nach Idstein,
wo er sich am 13. Juni mit der Prinzessin Christine Louise von Nassau verlobte
und dort am 23. November mit ihr das Beilager hielt. Nach 58 Jahren mit Auszeichnung
im Amte des Leibmedicus starb E.B. am 17. April 1742. -- Lebenslauf Nr. 13
v.d.Kettenburg), Kinder: a-b; DGB4?: *27.8. - 17.2.

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Heinrich Bacmeister 1584-1629   Sarah Dorothea Reiser 1599-1634   Johann Georg Seefried 1599-1672   Barbara Elisabeth Jaeger 1604-1686
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Heinrich Backmeister 1618-1692   Anna Barbara Seefried 1629-1672
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Eberhard Bacmeister 1659-1742



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