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Stammbaum von Karin

  • Geboren am 2. Juni 1862 - Burg/Fehmarn
  • Verstorben am 5. April 1930 - Hamburg , Alter: 67 Jahre alt
  • Kommodore der HAPAG

 Eltern

 Eheschließungen und Kinder

 Geschwister

 Notizen

Hinweis zur Person

Er war befreundet mit Albert Ballin und nahm in jüngeren Jahren mit "Gauss" an der Südpolarexpedition under Drygalski als seemännischer Leiter teil. Später wurde er Kapitän der "Imperator", des damals größten Schiffes der Welt. Ihm zu Ehren erhielt das 1964 gebaute Cuxhavener Lotsenversetzschiff den Namen "Commodore Ruser".


Drygalski und die Expedition mit der Gauss


Die Daten der Expedition: Kiel - Antarktis - Kiel
Die Crew der "Gauss": 33 Männer
Einfrieren der "Gauss"
Wie vertrieb sich die Besatzung die Zeit?
Essen und Trinken im Eis
Der Gaussberg
Müll rettet Erichs Leben
Ein verkannter Polarforscher? Erich von Drygalski
Erfahrung

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Die Daten der Expedition: Kiel - Antarktis - Kiel

Erich von Drygalski ist am 9.02.1865 in Königsberg, Ost Preußen geboren worden. Als dann Ende des 19. Jahrhunderts das „ Antarktika Fieber “ ausbrach, schlug die Deutsche Süd Polaar Kommission vor, Erich von Drygalski mit einem Team von nur 32 Männern auf eine Expedition zum Süd Pol zu schicken.

11. August 1901: Die „Gauߓ lief samt Besatzung aus dem Kieler Hafen aus

2. Januar 1902: sie erreichten die Insel Kerguelen, die sie nach 29 Tagen wieder verließen

Am 7. Februar 1902 sie sichteten die ersten Eisberge, die ihnen die Navigation erheblich erschwerten

Der 21. Februar 1902 war der erste Tag, an dem die Besatzungsmitglieder der „Gauߓ Land sichteten. Doch noch am selben Tag, gegen Abend, gerieten sie mit ihrem Schiff in eine Öffnung zwischen zwei Eisbergen, aus der sie ihr Schiff nicht mehr befreien konnten

Am 2. März 1902 schloss sich die Öffnung zwischen den Eisbergen ganz, so dass es keine Chance mehr gab, sich aus dieser misslichen Lage zu befreien

18. März 1902 nachdem sich die Situation auf dem Schiff soweit stabilisiert hatte, startete die Besatzung die erste Expedition zur Erkundung des antarktischen Festlandes

Anfang April 1902 folgte eine dreizehntägige Schlittenexpedition, bei der der sogenannte „Gaußberg“ entdeckt und benannt wurde

Am 27. April 1902 erreichte eine dritte Expeditionsgruppe der "Gauß" den Gaußberg, doch war das zuvor errichtete Lager vom derzeitigen Sturm zerstört worden. Die folgenden Tage verbrachten die Männer damit, das Lager wieder aufzubauen

während des Frühlings 1902 konzentrierten sich die Expeditionsteilnehmer auf die Befreiung der festgefrorenen „Gauߓ

erst am 8. Februar 1903 brach das Eis komplett auf, so dass sich das Schiff in Bewegung setzen konnte

am 31. März 1903 befahl Erich von Drygalski zurückzukehren, da es sich als zu gefährlich gestaltete, die Expedition entlang der antarktischen Küste zwischen Eisschollen weiter fortzusetzen

am 9. Juni 1903 erreichten sie Süd Afrika, von wo aus Drygalski einen Antrag nach Berlin sandte, um die Erlaubnis des Kaisers für eine weitere Expedition zum Südpol zu erlangen

am 2. Juli 1903 wurde sein Antrag abgelehnt. Der Kaiser war enttäuscht, dass kein neues Land entdeckt werden konnte

am 23.November 1903 lief die „Gauߓ wieder in Kiel ein

von Julia Kaspari und Sinah Behrends,Klasse 10c

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Die Crew der "Gauss": 33 Männer

Die Crew Erich von Drygalskis, Professor für Geographie und Geophysik, bestand aus insgesamt 33 Personen, wobei er der Leiter der Expedition war. Der Kapitän des Schiffes "Gauss" war Hans Ruser. Von den übrigen 32 Deutschen waren 22 reguläre Mannschaftsmitglieder, 5 Marineoffiziere und 5 Wissenschaftler.

Dadurch, dass die Männer 14 Monate lang auf einem Schiff in der Antarktis festsaßen, gab es keine Möglichkeit, sich aus dem Weg zu gehen: die Situation schweißte sie zusammen.

Während einiger guter Tage errichteten die Männer eine Windmühle, um Elektrizität zu erzeugen, während andere auf Jagdexpeditionen auf Robben und Pinguine gingen: "Ihre Herzen und Lebern ergeben ein köstliches Ragout... wir mochten es lieber als die konservierte Nahrung", so Bidlingmaier.

von Julia Bellack, Klasse 10c

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Das Einfrieren der "Gauss"
Am 11. August 1901 verließ die „Gauss“ den Kieler Hafen und nahm Kurs auf Süden.

Nachdem sie am 2 Januar 1902 die Insel „Iles Kerguelen“ erreicht und sie am 31. Januar wieder verlassen hatte, um zum Antarktis zu gelangen, sichtete die Mannschaft eine Woche später am 7. Februar die ersten Eisberge.

Von dort aus war es besonders schwierig mit dem Schiff voran zu kommen und Land war erst am 21. Februar zu sehen. Mit Dampfkraft fuhren sie immer weiter durch dichter werdende Eisfelder. Auf dem harten Boden lag überall Eis und riesige Klippen ragten am Rande des Wasser bis zu 50 Metern empor.

Beim Versuch, am späten Abend zwischen zwei Eiskanten durchzufahren, wurden sie von einem Schneesturm erfasst, der für sie zum Verhängnis wurde, da das Eistor sich hinter der Gauss schloss. Alle Versuche, das Schiff zu befreien, scheiterten.

Drygalski und seine Männer bereiteten daraufhin die Überwinterung vor. Durch die Kälte, die bis zu –18° F reichte, versagten die Instrumente und Bierflaschen zerbrachen. Auch hatten die Männer viel Arbeit geleistet, um das Schiff nach weiteren Schneestürmen auszugraben. Doch trotz schlechter Wetterbedingungen und der mühseligen Arbeit, das Schiff nicht vollkommen unter dem Schnee verschwinden zu lassen, ließ die Crew sich nicht aufhalten. Der erfahrene Expeditionsleiter ließ seine Leute bis zur Erschöpfung arbeiten und erfand welche, wenn es keine mehr gab. Denn zu groß war manchmal der Mangel an Bewegung, der auch schon für schlechtere Stimmungen in der Gruppe gesorgt hatte. So wurden wissenschaftliche Daten gesammelt und während die einen eine Windmühle aufbauten, um Elektrizität zu erzeugen, hatten andere die Aufgabe, Pinguine und Robben zu jagen, was die Leute mehr als ihr Dosenfutter liebten, da deren Herzen und Leber zu Delikatessen wurden.

Das Schiff war gut versorgt und die gemütlichen Kabinen und Räume wurden zu Clubs.

Die Gauss hätte beinahe einen weiteren Winter in der Antarktis verbringen müssen. Erst am 2. Februar 1903 brach das Eis.

von Lu, Klasse 10 c

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Essen und Trinken im Eis

Vor der Reise gen Südpol war die "Gauss" mit ausreichend Dosennahrung und Getränken wie Bier, Rum, Tee für eine 33köpfige Crew ausgestattet worden - allerdings hatte sie nicht damit gerechnet, 14 Monate lang im Eis eingeschlossen zu sein.

Um die Vorräte nicht sofort ganz zu verbrauchen, bereitete ein Teil der Mannschaft aus Herz und Leber von erlegten Robben und Pinguinen ein sehr delikates Ragout zu.

Während der geselligen Runden am Abend genossen die Crewmitglieder viel Bier und Grog. Leere Flaschen wurden anschließend auf besondere Art und Weise recycelt. Per Flaschenpost -so wurde vorgeschlagen- könne man versuchen, Zettel mit Angaben über die jeweiligen Positionen des Schiffes an potentielle Rettungsteams zu übermitteln.

von Jaika, Klasse 10 c

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Wie vertrieb sich die Besatzung während der 14 Monate in Gefangenschaft die Zeit? von Claudia Dittmann, Klasse 10 c

Am 11. August 1901 verließ die „Gauss“ mit 32-köpfiger Besatzung –darunter auch Erich von Drygalski als Expeditionsleiter- den Kieler Hafen und nahm Kurs auf die Antarktis. Dieses Vorhaben wäre schon nach kurzer Zeit wieder beendet gewesen, wenn die „Gauss“ nicht am 22. Februar Opfer der sich immer weiter verdichtenden Eisfelder geworden wäre: „So liefen wir gegen acht Uhr abends in das breite Tor zwischen den beiden Eiskanten ein. Ich gestehe, dass mich bei dieser Einfahrt ein gewisses Grauen erfasste“, beschreibt Drygalski selbst das Geschehen. Nachdem das Schiff durch einen Sturm vollständig im Eis eingeschlossen worden war, scheiterten alle Versuche, das Schiff zu befreien.

Eine Woche später bereitete sich die Crew auf eine Überwinterung vor, was allerdings nicht nur bedeutete, sich psychisch und nahrungstechnisch umzustellen, sondern auch, sich etwas zu überlegen, wie die Besatzung von den starken witterungsbedingten und psychischen Belastungen angelenkt werden könnte. Um die Männer zu beschäftigen, ließ der Expeditionsleiter Drygalski sie bis zur Erschöpfung arbeiten, und wenn es keine Arbeit mehr gab, erfand er welche. Doch manchmal half selbst das nicht: „Auch in der ersten Messe haben in der Winterzeit schlechtere Stimmungen zeitweilig Platz ergriffen... Der Mangel an Bewegung bei den Schneestürmen und die Einförmigkeit des Dienstes trugen wesentlich dazu bei“, erinnert sich Drygalski. In der Hoffnung, seine Leute aufzumuntern, organisierte er Clubs und die verschiedensten Beschäftigungsmöglichkeiten: Es gab verschiedene Karten-Vereine, einen Club für Zigarrenraucher, einen Gesangsverein und sogar ein Orchester mit Harmonika, Triangel, Flöte und Kochlöffel-Deckeln. Außerdem war jeden Mittwoch Lektüre-Nacht, am Sonntag Bier-Nacht und jeden Samstag, was der Besatzung am Besten gefiel, saßen alle mit einem Glas Grog zusammen und unterhielten sich oder spielten Spiele.


Hans Ruser, Kapitän der Gauss auf der ersten deutschen Antarktisexpedition, der für diese Leistung 1904 durch Kaiser Wilhelm II mit dem Roter-Adler-Orden ausgezeichnet wurde.

 Quellen

  • Person: PGB 2 S. 142, Internet

  Fotos & Dokumente

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 Überblick vom Stammbaum

Jochim Ruser 1789-1838   Marie Christine Hoy 1793-   Peter Erichsen   Christine Boysen
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Ludwig August Ruser 1819-1897   Maria Dorothea Erichsen 1821-1903
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Hans Ruser 1862-1930



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